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Kognitive Kompetenz einfach erklärt

Der Begriff der kognitiven Kompetenz ist allgemein geläufig. Eine ungefähre Vorstellung der Bedeutung hat jeder. Doch was heißt kognitive Kompetenz im Detail? Was zählt alles zur kognitiven Kompetenz und wie kann man diese erlangen? Lesen Sie hier weiter und erfahren Wissenswertes über die kognitive Kompetenz, einfach erklärt.

Kognitive Kompetenz lernt man von Anfang an.
Kognitive Kompetenz lernt man von Anfang an. © S._Hofschlaeger / Pixelio

Kognitive Kompetenz wird auch als Intelligenz bezeichnet

Der Begriff der Kognition hat seinen Ursprung im Lateinischen: "cognoscere - erkennen, kennenlernen". Die kognitive Kompetenz ist entsprechend die Fähigkeit eines Menschen, Neues zu lernen, Probleme zu erkennen, zu analysieren und entsprechend zu lösen, Pläne zu entwerfen, daraus resultierende Folgen zu antizipieren und Entscheidungen zu treffen. Die Kognition an sich ist also die Fähigkeit des Menschen, sich in seiner Umwelt zu orientieren und sich dieser gleichzeitig anzupassen. Diese eben genannten Fähigkeiten werden allgemein auch als Intelligenz eines Menschen bezeichnet.

Die Kognitive Entwicklung des Kindes ist äußerst wichtig

Bei Kindern sollte die kognitive Entwicklung unterstützt und gefördert werden, um später selbstständige Erwachsene zu bekommen, die in der Lage sind, ihr Leben zu meistern, Probleme zu bewältigen und sich sozial zu integrieren. Es gibt mehrere Phasen der kognitiven Entwicklung:

  • Kinder im Alter von 0 bis 2 Jahren durchlaufen die sogenannte sensomotorische Stufe der Kognition. Kleinkinder eignen sich ihr Wissen allein über ihren Körper, ihre Wahrnehmung und ihre Körperbewegungen an. Sie fühlen, tasten, empfinden und lernen daraus.
  • Die folgende präoperative Stufe der kognitiven Entwicklung reicht bis zum 7. Lebensjahr. Hier entwickeln Kinder bereits erste Denkprozesse. Sie lernen, ihr Handeln und die daraus resultierenden Konsequenzen im Ansatz zu beurteilen.
  • Es folgt das konkret-operative Stadium bis zum 11. Lebensjahr. Kinder in dieser Phase der kognitiven Entwicklung lernen, logische Strukturen zu entwickeln und bestimmte Handlungen gezielt einzusetzen, um ihr Ziel zu erreichen.
  • Die vierte Phase der kognitiven Entwicklung reicht bis zum 15. Lebensjahr. Kinder lernen nun, sich nicht mehr nur auf reale Dinge zu konzentrieren, sondern auch Hypothesen aufzustellen. Sie bekommen die Fähigkeit, Vergleiche zu ziehen, die nicht zwingend real sein müssen.

Diese kognitive Entwicklung bringt einen Menschen also in die Lage, zwischen Realität und Illusion zu unterscheiden, aber auch Parallelen entstehen zu lassen, sodass er eigenverantwortlich handeln und Ergebnisse im Vorfeld erkennen und abschätzen kann.

Kompetenz ist wichtig

Wie stark sich die kognitive Kompetenz bei einem Menschen entwickelt, ist nicht rein erblich bedingt. Gezielte Frühförderung ermöglicht eine Erhöhung der kognitiven Kompetenz.

  • Es ist wichtig, Kinder sprachlich zu fördern. Ein großer Wortschatz und ein sprachliches Geschick helfen Ihren Kindern, sich kompetent auch in schwierigen Situationen zu artikulieren.
  • Kinder müssen lernen, mit Problemen umzugehen. Sie müssen ihnen die Möglichkeit geben, Probleme selbst zu erkennen und an Lösungen zu arbeiten. Nur dann werden sie auch im Erwachsenenalter in der Lage sein, mit Kompetenz an Probleme heranzugehen.
  • Sie fördern die kognitive Kompetenz, wenn Sie Ihre Kinder kritische Situationen und Konflikte erleben lassen und sie nur bei der Lösung anleiten, diese aber nicht vorgeben.
  • Lassen Sie ihre Kinder eigene Gedanken und Ideen entwickeln und an deren Umsetzung arbeiten. So erziehen Sie Ihre Kinde nicht nur zur Selbstständigkeit, sondern machen aus ihnen zudem noch kognitiv kompetente Mitglieder der Gesellschaft.
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