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Ist Muskatnuss giftig? - Wissenswertes über das Gewürz

Immer wieder wird in den Medien ein Gewürz entweder hochgelobt oder als giftig verteufelt. Muskatnuss ist nicht giftig, wenn Muskatnuss so als Gewürz eingesetzt wird, dass Ihr Menü noch schmeckt, dann ist dieses Gewürz eher gesund als toxisch.

Ist Muskatnuss giftig?
Ist Muskatnuss giftig? © w.r.wagner / Pixelio

Viele Mythen ranken sich um die Muskatnuss. Muskatnuss soll giftig sein und Rauschzustände hervorrufen.

Ist das Gewürz Muskatnuss giftig?

  • Nein. Wenn Sie frisch geriebene Muskatnuss oder auch fertig geriebene Muskatnuss zum Würzen in Ihrer Küche verwenden, dann ist das Gewürz weder gesundheitsschädlich noch giftig.
  • Erst wenn Sie mindestens 4 Gramm Muskatnuss zu sich nehmen, wird Ihnen übel. Sie bekommen Schweißausbrüche, Kopfschmerzen und Gleichgewichtsstörungen.
  • Vier Gramm Muskatnuss, das entspricht fast einer ganzen Nuss dieses Gewürzes. Wer den intensiven Geschmack der Muskatnuss kennt, weiß, wie wenig Sie davon benötigen, um zum Beispiel ein Kartoffelpüree zu würzen. Dann wissen Sie auch, wie unwahrscheinlich es ist, das jemand freiwillig 4 Gramm Muskatnuss isst.
  • Da diese sehr große Menge bei einem erwachsenen Mann nur zu einem allgemeinen Unwohlsein führt, können Sie sich gut vorstellen, wie viel Muskatnuss Sie verzehren müssen, damit eine lebensbedrohliche Wirkung eintritt.
  • Bei Kleinkindern sollten Sie jedoch auf eine Speisewürzung mit Muskat verzichten. Hier sind die Wirkungen extremer als bei Erwachsenen. Zudem mögen Kleinkinder auch intuitiv kein Muskat, weil der Körper die Stoffe der Muskatnuss in dem Alter noch nicht komplett aufspalten kann, um die Wirkstoffe nicht giftig, sondern heilend zu verarbeiten.

So setzen Sie die vermeintlich giftige Muskatnuss ein

  1. Eine Prise Muskatnuss in fast allen Gerichten reguliert das Verdauungssystem. Bei Obstipation und Diarrhö wirkt Muskatnuss ausgleichend und regulierend und ersetzt viele Medikamente.
  2. Der leicht bittere Geschmack der Muskatnuss, der verhindert, dass Sie zu viel von dem Gewürz verzehren, wärmt und aromatisiert viele Gerichte, die als "hell" bezeichnet werden. Hierzu zählen Gerichte wie Frikassee, Kartoffeln, Eiergerichte.
  3. Traditionell werden farblich dunkle Gewürze eher zu farblich dunklen Gerichten genutzt, um diese zu würzen. Bei der Muskatnuss gilt die Ausnahme. Dieses Gewürz passt besser zu allen hellen Gerichten. Bechamel, Lasagnesoße, Kartoffelsuppe und Hühnerfrikassee sind klassische Gerichte, die unbedingt mit Muskatnuss gewürzt werden müssen.

Der Rauscheffekt, der Muskatnüssen nachgesagt wird, ist zwar bei gewissen Menschen vorhanden, aber der Rausch an sich ist unberechenbar. Aus diesem Grund hat es die Muskatnuss nie geschafft, zu einem Rauschmittel zu werden. Sie ist einfach nur ein Gewürz. Da alle Gewürze sparsam dosiert werden, ist nichts gegen ein Würzen mit Muskatnuss einzuwenden.

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