Hände sind des Menschen Werkzeuge und oft starken Beanspruchungen ausgesetzt. Neben mechanischen Reizen kommt häufiger Kontakt mit Wasser und - je nach Beruf oder Hobby - mit Chemikalien oder allergieauslösenden Stoffen hinzu. Auch der kurzfristige Umgang mit Farben, Lacken oder Lösemitteln kann dazu führen, dass vor allem die empfindlichen Fingerkuppen beginnen, sich zu schälen. Im Normalfall klingen Symptome dieser Art jedoch innerhalb weniger Tage ab.

Handinnenflächen - einfache Ursachen für das Schälen

  • Wenn die Handinnenfläche sich über einen längeren Zeitraum schält, ohne dass es einen unmittelbaren Auslöser dafür gegeben hat, sollten Sie sich mit Ihrem Problem näher beschäftigen. Die Suche nach der Ursache kommt einem Detektivspiel nahe - es sei denn, Sie geben diese Herausforderung gleich in die Hände eines Dermatologen.
  • Eine der simpelsten Ursachen für sich schälende Handinnenflächen ist, dass Ihre Haut generell zu Trockenheit neigt. Wenn Sie eigentlich niemals Ihre Hände eincremen, kann dies schon der Grund für Ihr Problem sein. Cremen Sie Ihre Hände einige Tage lang abends vor dem Zubettgehen dick mit einer Urea-haltigen Handcreme ein und ziehen Sie Baumwollhandschuhe drüber. Nach spätestens einer Woche sollte das Schälen aufhören, ansonsten ist Trockenheit nicht die Ursache Ihres Problems.
  • Schwitzen Sie generell stark an den Händen? Schweiß kann den Säureschutzmantel der Haut angreifen und dazu führen, dass die oberste Hautschicht sich schält. Wenn Sie Ihre schwitzigen Hände nun zusätzlich oft an Ihrer Kleidung trocken reiben, kann dies die Ursache für Ihr Problem sein. Gegen übermäßiges Schwitzen kann Salbeitee helfen. Krankhaft starkes Schwitzen - die sogenannte Hyperhidrosis - muss allerdings ärztlich behandelt werden.
  • Wie häufig kommen Ihre Hände im Laufe des Tages mit Wasser in Kontakt? Sicherlich ist Hygiene wichtig, sehr häufiger Wasserkontakt - vor allem mit heißem Wasser und Seife - trocknet die Haut allerdings aus, was dazu führen kann, dass Sie sich schält. Verzichten Sie nicht auf notwendiges Händewaschen, verwenden Sie jedoch sogenannte Arztseife, die Sie in jedem Drogeriemarkt bekommen. Tagen Sie bei Arbeiten wie Geschirrspülen, Autowaschen oder Putzen konsequent Einweghandschuhe. Verwenden Sie Handschuhe, die innen nicht gepudert sind, denn das Puder trocknet die Haut zusätzlich aus.

Auf der Suche nach einer Kontaktallergie

  • Wenn die oben genannten, einfachen Maßnahmen nicht zu einer wirklichen Verbesserung geführt haben, sollten Sie eine Kontaktallergie in Betracht ziehen. Finden Sie heraus, was Sie im Laufe eines ganz normalen Arbeitstages häufig anfassen.
  • Bei der Suche nach dem Allergieauslöser kann Ihnen helfen, Ihre Hände noch genauer zu betrachten. Schälen sich die Handflächen oder sind es eher die Fingerkuppen? Denken Sie darüber nach, was Sie mit den am stärksten betroffenen Stellen häufig berühren.
  • Tragen Sie nach Möglichkeit bei allen Tätigkeiten über Tag dünne Baumwollhandschuhe. Diese sogenannten Allergikerhandschuhe bekommen Sie in jeder Apotheke. Auch, wenn es sich anfangs komisch anfühlt, tragen Sie den Schutz möglichst auch beim Essen, denn ist zum Beispiel eine Nickelallergie der Auslöser Ihrer Hautprobleme, kann schon alleine das Berühren von Besteck die Haut irritieren. Werden die Beschwerden auffällig besser oder klingen gänzlich ab, liegt deren Ursache aller Wahrscheinlichkeit nach in einer Kontaktallergie. Was genau Sie nicht vertragen, kann Ihr Arzt mit Ihnen herausfinden.

Warum die Haut sich schält - Spurensuche durch den Arzt

Sie müssen nun keine schlimme Erkrankung fürchten, die für das Schälen der Handflächen verantwortlich sein könnte, doch wenn die Suche in Eigenregie keine nähere Erkenntnis gebracht hat, sollten Sie jetzt doch einen Arztbesuch in Betracht ziehen.

  • Wurden Ihre Beschwerden durch das Tragen der Allergikerhandschuhe besser, kann nun ein Allergologe entsprechende Tests mit Ihnen durchführen und herausfinden, gegen was genau Sie allergisch sind.
  • Ursache kann auch eine Lebensmittelallergie sein. Auch wenn bisher keine Allergie bei Ihnen festgestellt wurde und Sie bis dato alles problemlos essen und trinken konnten, heißt dies nicht, dass das ein Leben lang so bleibt. Allergien und Unverträglichkeiten können auch im Erwachsenenalter noch auftreten und unterschiedliche Symptome auslösen.
  • Es ist jedoch auch möglich, dass Sie einen Hautpilz haben. Ob dies der Fall ist, kann ein Dermatologe mit einem einfachen Labortest herausfinden. Bei einem entsprechenden Befund müssen Sie ein paar Tage lang eine Salbe auftragen und sind die Pilze los. Ein wichtiger Aspekt dabei: Pilzerkrankungen sind schnell übertragbar; nach erfolgreicher Behandlung können Sie nun niemanden mehr damit anstecken.
  • Möglicherweise leiden Sie an einer leichten Neurodermitis oder Schuppenflechte, die sich sonst nirgends an Ihrem Körper zeigt. Dies kann eine weitere Ursache für das Schälen der Hände sein.
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