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Fossilien: Schwäbische Alb für eine paläontologische Schatzsuche nutzen - so gelingt's

Die Schwäbische Alb, ein Gebirge in Süddeutschland, ist eine der bedeutendsten Landschaften der Erdgeschichte. Unter Schieferplatten und Kalkstein verstecken sich zahlreiche versteinerte Lebewesen vergangener Zeitalter. Noch immer werden hier bedeutende Fossilien gefunden, die eine Geschichte von einer Welt erzählen, als weite Teile Europas von einem tropischen Meer bedeckt waren. Wenn Sie selbst zum Entdecker werden wollen, haben Sie in Baden-Württemberg und Bayern zahlreiche Möglichkeiten, Ihre eigenen Schätze zu finden.

Die Fossiliensuche gleicht einem Abenteuer.
Die Fossiliensuche gleicht einem Abenteuer.

Was Sie benötigen:

  • Hammer
  • Flachmeißel
  • Zeitungspapier
  • Eimer
  • festes Schuhwerk
  • Getränke
  • Entdeckergeist

Mit der ganzen Familie Fossilien suchen

  • Bringen Sie alle Werkzeuge schon zu Ihrer Schatzsuche mit, zwar können Sie diese auch vor Ort ausleihen, bei vielen Besuchern müssen Sie unter Umständen jedoch warten.
  • Wenn Sie wollen, können Sie sofort loslegen. Anfänger sollten jedoch erst eine Führung mitmachen. Zeigen Sie Ihren Kindern den Umgang mit dem Werkzeug und erklären, wie Sie Fossilien erkennen können. Kleinere Kinder sollten Sie mit Schutzhandschuhen und Schutzbrille ausstatten.
  • Im Sommer sollten Sie an Kopfbedeckungen, Sonnenschutz und ausreichend Getränke achten. 
  • Suchen Sie nur in Steinbrüchen, die zum Zweck der Schatzsuche freigegeben sind. Beachten Sie Grabungsschutzgebiete, diese sind mit Warntafeln kenntlich gemacht. 
  • Wenn Sie ein versteinertes Lebewesen gefunden haben, wickeln Sie es in Zeitungspapier ein. Ammoniten und Co. können Sie noch vor Ort weiterbearbeiten. Größere Funde müssen Sie abgeben.

Schwäbische Alb - gute Klopfplätze

  • Die gesamte Schwäbische Alb ist als GeoPark ausgezeichnet, das heißt, hier finden Sie zahlreiche Belege für die Erdgeschichte, vornehmlich des Jura. Überall in dem Mittelgebirge können Sie in Steinbrüchen nach Fossilien suchen.
  • Einer der bekanntesten Fossilienfundstätten ist Nusplingen. Entlang des geologischen Lehrpfads "Nusplinger Plattenkalk" wurden zahlreiche Meerestiere gefunden, als Wappenfossil des Gebiets gilt der Meerengel, ein rochenartiger Hai. Hier finden Sie einen Klopfplatz, wo Sie selbst suchen dürfen. Besonders häufig werden hier Garnelen und Ammoniten gefunden.
  • Für Kinder ist der Steinbruch bei Holzmaden interessant, hier wurden Saurier und andere Tiere gefunden, die 180 Millionen Jahre alt sind. Im angeschlossenen Urzeitmuseum werden die spannendsten davon ausgestellt. Kinder können hier ihren Geburtstag feiern, außerdem erhalten Sie eine Fossilien-Garantie, da diese hier sehr häufig zu finden sind. Ein Ammonit kann bestimmt mit nach Hause genommen werden.
  • In Bad Boll, am nördlichen Ende der Schwäbischen Alb, etwa zehn Kilometer von Göppingen entfernt, finden Sie vor allem Beweise der Schwarzen Jura. Fossilien finden Sie hier verstärkt in Form sogenannter Laibsteine. Wenn Sie an das Innere kommen wollen, müssen Sie diese brotähnlichen Steine vorsichtig aufbrechen. Ein weiteres Highlight sind die Thermal- und Schwefelwasserquellen. Sehen Sie sich auch die Mühle an, in der Schiefer zu Fangopulver zermahlen wird.
  • Auch in Dotternhausen und Ohmden können Sie im Steinbruch nach versteinerten Tieren suchen.

Wenn Sie sich mehr für Geologie interessieren, sollten Sie auch dem Blautopf, dem Oberen Donautal sowie der Laichinger Tiefenhöhle einen Besuch abstatten. Aber auch zahlreiche andere Höhlen bieten unvergessliche Anblicke. Insgesamt hat die Schwäbische Alb über 2500 Höhlen zu bieten.

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