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Versteinerungen suchen - so finden Sie seltene Fossilien

Fossilien machen es möglich, viele Millionen Jahre in der Erdgeschichte zurückzuschauen. Pflanzen oder Tiere werden nach ihrem Tod mit Schlamm bedeckt und verwandeln sich im Laufe der Jahre zu Stein. Zusammen mit Ihrer Familie können Sie überall in Deutschland selbst nach solchen Versteinerungen suchen. Meist gibt es an den Sammelstellen zudem angeschlossene Museen, in denen spektakuläre Funde ausgestellt werden. Beginnen Sie ein neues Hobby, erklären Ihren Kindern spielerisch die Geologie oder sammeln Sie ein schönes Schmuckstück für zu Hause.

Ammoniten sind versteinerte Meerestiere
Ammoniten sind versteinerte Meerestiere © Werner Lojowski / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Fotoapparat
  • Stift
  • Papier
  • Zeitungspapier
  • Flachmeißel
  • Hammer
  • Schutzkleidung

Versteinerungen in Deutschland entdecken

  • Anfänger sollten zunächst auf offiziell zugelassenen Sammelstellen ihr Glück versuchen. Schließen Sie sich einer Führung an und lassen sich die Technik zeigen.
  • Sie können überall dort nach Versteinerungen suchen, wo sich Gesteinsschichten und Sedimentablagerungen entwickelt haben. Besonders in Steinbrüchen, in Tongruben, Bergwerken, an Bach- und Flussläufen sowie am Rand steiniger Äcker und Feldflächen können Sie suchen.
  • Betreten Sie nicht eigenmächtig Privatbesitze oder aktive Steinbrüche, die nicht als Fossiliensammelstellen ausgewiesen sind. Fragen Sie vorher die Betriebsleitung um Erlaubnis. Beachten Sie, dass das Suchen und Sammeln auf geologischen Bodendenkmälern verboten ist.
  • Fossilien dürfen Sie beispielsweise im Schieferbruch Kromer (Baden-Württemberg), im Kalksteinbruch Rüdersdorf (Brandenburg), in Eichstätt im Altmühltal (Bayern) sowie in Nettersheim in der Eifel (Nordrhein-Westfalen) suchen.
  • Informieren Sie sich in Fossilien-Foren oder bei Sammlervereinigungen nach weiteren Sammelstellen in Ihrer Nähe.

Tipps für das Suchen

  1. Informieren Sie sich, ob Sie sich das benötigte Werkzeug vor Ort ausleihen dürfen. Wollen Sie selbstständig suchen, benötigen Sie einen Hammer sowie einen Flachmeißel. Auch Stift, Papier und eine Kamera sollten Sie mitbringen, um Ihren Fund zu dokumentieren.
  2. Suchen Sie im Steinbruch bevorzugt an flachen Stellen, da hier Ihre Chancen am größten sind. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zu den Wänden ein und klettern nicht an ihnen herum.
  3. Benutzen Sie Schutzhandschuhe und -brille und in Steinbrüchen auch einen Helm, wenn Sie nach Versteinerungen suchen. Tragen Sie festes Schuhwerk. Bei nasser Witterung sollten Sie Ihren Tag anderweitig verbringen. Die feucht gewordenen Gesteinsschichten könnten ins Rutschen geraten und bieten keinen sicheren Untergrund mehr.
  4. Lösen Sie mit dem Meißel zunächst ein kleineres Plattenpaket heraus. Schieben Sie den Meißel unter eine Schicht, für Kinder oder Anfänger stehen diese Pakete bereits vorbereitet zur Verfügung.
  5. Lösen Sie anschließend die einzelnen Platten voneinander. Hierbei müssen Sie besonders vorsichtig arbeiten, damit sie nicht zerbrechen und die Fossilien zerstört werden.
  6. Achten Sie auf kleine Erhebungen im Gestein, diese deuten auf Versteinerungen hin.
  7. Umwickeln Sie Ihren Fund mit Zeitungspapier, damit er beim Transport nicht kaputt geht.
  8. Hinterlassen Sie keinen Abfall von Ihrer Suche.

Versteinerungen suchen und präparieren

  • Mithilfe von Bestimmungsbüchern können Sie Ihr Fossil einer geschichtlichen Epoche zuordnen. Viele Ammoniten, Muscheln oder Trilobiten finden sich meist nur in einer bestimmten Zeit.
  • Zu Hause oder in einer Fossilienwerkstatt können Sie Ihre gesammelten Versteinerungen bearbeiten und präparieren. Poröse Fossilien können Sie beispielsweise mit Holzleim stabilisieren. Der Leim trocknet transparent aus und bildet eine Schutzschicht.
  • In Deutschland finden regelmäßig Fossilienbörsen statt, hier können Sie Ihre Funde verkaufen.

Das Sammeln von Fossilien ist ein anerkanntes Hobby. Sie sind an der frischen Luft, können Ihr eigenes persönliches Geologiemuseum zusammenstellen und verdienen vielleicht ein wenig Geld mit seltenen Versteinerungen. Manchmal gelingt Hobby-Paläontologen auch ein historisch bedeutsamer Fund.

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