Nehmen Sie Anteil im Beileidsbrief

  • Einen zu Herzen gehenden Beileidsbrief bekommt man nicht im Supermarkt, bestenfalls eine Karte mit einem Zweizeiler.
  • Richtig formuliert aber rührt ein eigener Beileidsbrief das Herz an. Den Schmerz und die Trauer können Sie nicht nehmen, aber Anteil daran haben und zeigen.
  • Schreiben Sie ruhig, wie betroffen Sie selbst sind, wie unendlich auch Sie der Verlust eines Ihnen nahe stehenden Menschen schmerzt. Gehen Sie auf die Trauer ein und versuchen Sie nicht, es mit einem bloßen „das wird schon wieder“ abzutun. Zeigen Sie Pietät und gehen Sie sensibel und unaufdringlich auf den Verlust ein.

Schenken Sie Hoffnung

  • Ein richtig formulierter Beileidsbrief wird natürlich nicht allein die Trauer stehen lassen. Er öffnet auch eine Tür zur Hoffnung, eine Tür auf das Leben, auf das Morgen.
  • Der ausgedrückte Wunsch, der Betroffene möge durch alle Trauer hindurch das Gute sehen, das, was die gemeinsame Zeit mit den Verstorbenen wertvoll gemacht hat, ist Anteil nehmen und ein Besinnen auf die tiefen Lebenswerte. Ein Beileidsbrief zeigt Würde, gibt Respekt und Anerkennung und vergeht sich nicht in leere Floskeln.
  • Der Tod ist unausweichlich aber zugleich ist er Teil des Lebens. Und so ist er nicht nur Part des vergangenen Lebens der verstorbenen Person, sondern auch des folgenden Lebensabschnittes der Trauernden. Dies betrifft gleichermaßen die nachfolgenden Generationen wie auch die unmittelbaren Lebensumstände.
  • Ein pietätvoll gehaltener Beileidsbrief ist eine Ode an das Leben und öffnet eine neue Tür in das Morgen, in die Zukunft der Hinterbliebenen.
  • Freilich wird den Trauernden in der gegenwärtigen Zeit der Trauer der Blick auf eine glückliche Zukunft ohne der verstorbenen Person verstellt sein. Ihr Beileidsbrief aber öffnet ein kleines Fenster hin zu sonnigeren Zeiten.