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Zwei Holzlatten miteinander verbinden - so geht's

Je nach Geschicklichkeit und Einsatzbereich gibt es verschiedene Möglichkeiten, Holzlatten miteinander zu verbinden. Manche Verbindungen sind extrem haltbar, andere weniger belastbar.

So vebinden Sie Holzlatten ordentlich.
So vebinden Sie Holzlatten ordentlich.

Was Sie benötigen:

  • je nach Art der Verbindung:
  • Säge
  • Fräser
  • Spezialsägen
  • Holzdübel
  • Leim
  • Gehrungszwinge
  • Schnur
  • Knebel

Diverse Möglichkeiten von Holzlattenverbindungen

Sie können Holzlatten auf sehr verschiedene Arten verbinden, die sich optisch und in der Wirkung stark unterscheiden:

  • Senkrechte Lattenverbindungen, also eine Verlängerung von Holzlatten werden meistens nur dann gemacht, wenn es darum geht, eine Richtlatte zu verlängern. Die Verbindung muss halten, aber nicht gut aussehen. Meistens werden 2 Latten einfach auf Stoß aneinandergelegt und mit einer dritten Latte belegt, die an beiden Latten aufgeschraubt wird.
  • Üblich sind Holzlattenverbindungen im rechten Winkel. Dabei werden die Latten entweder auf Gehrung geschnitten oder auf Stoß an den Kanten zusammengefügt bzw. eine Latte auf eine andere Latte aufgesetzt.
  • Die Verbindung kann entweder nur geklebt werden, wenn nur geringe Belastungen zu erwarten sind, zum Beispiel bei einem Bilderrahmen oder zusätzlich befestigt werden, indem das Holz durchdrungen wird. Es gibt die Möglichkeit, die Latten zu verschrauben, Dübellöcher zu bohren oder Schlitze zu fräsen, um die Holzlatten mit entsprechenden Dübeln zu verleimen, oder die Latten gegengleich auszusägen und so Nut- und Feder-Verbindungen oder Verzahnungen zu schaffen.
  • Die Entscheidung, wie die Latten im Winkel miteinander verbunden werden, hängt natürlich davon ab, wie belastbar die Verbindung sein soll, aber auch von der Optik. Insbesondere Verzahnungen sind sehr haltbar, aber auch schön und werden oft als schmückendes Element verwendet.

Werkzeuge, um die Verbindungen der Latten herzustellen

  • Sie brauchen für Verbindungen auf Stoß auf jeden Fall eine gute Säge, die einen graden und glatten Schnitt produziert. Wenn Sie die Holzlatten mit einem gegengleichen Winkelschnitt versehen wollen (Gehrung) benötigen Sie je nach Stärke der Latte eine Gehrungsschere oder eine Gehrungslade mit entsprechender Säge. Natürlich gehen auch die teureren Spezialwerkzeuge wie Kreissägen mit entsprechenden Anschlägen, zum Beispiel Formatsägen oder Kappsägen.
  • Zum Setzen von Holzdübeln benötigen Sie eine Bohrmaschine, wenn Sie mit Runddübeln arbeiten wollen oder eine entsprechende Flachdübelfräse, wenn Sie Lamellos einsetzen wollen.
  • Um Holzlatten mit einer Fingerverzahnung oder Schlitz-Zapfen-Verbindungen zusammenzufügen, benötigen Sie eine Formatsäge und sollten auch entsprechende Vorkenntnisse haben.
  • Eine Gehrungszwinge oder andere professionelle Möglichkeiten, um die Holzlatten beim Trocknen der Leimverbindungen festzuhalten, benötigen Sie bei den Verbindungsarten mit Dübel oder Zapfen nicht, denn diese sitzen meist auch ohne Verleimung so stabil, dass eine weitere Fixierung beim Abbinden des Leims unnötig ist.
  • Verbindungen auf Stoß, also auch Gehrungsverbindungen ohne Dübel, müssen beim Trocknen fixiert werden. Statt einer Gehrungszwinge zu verwenden, können Sie bei der Herstellung von geschlossenen Rahmen oder Kästen eine Schnur um das Werkstück legen und diese mit einem Knebel so verdrillen, dass ein Anpressdruck entsteht.

Wenn Sie lösbare Verbindungen benötigen, müssen Sie die Holzlatten miteinander verschrauben.

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