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Wie werde ich ein Macho?

Der Begriff "Macho" stammt aus dem Spanischen und bedeutet übersetzt "Mann" oder "männlich". Damit ist gemeint, dass sich jemand stark an dem männlichen Rollenbild orientiert und sich gern unter Beweis stellt. Für viele ist dieses Verhalten sehr attraktiv. Wie werden Männer also zu solch einem "starken Typen"? Am besten ist es, augenzwinkernd einige typisch männliche Verhaltensweisen bewusst zu übertreiben, sich selbst aber nicht zu ernst zu nehmen.

Ein Macho mit sensibler Seite.
Ein Macho mit sensibler Seite.

Einem Macho werden viele Eigenschaften zugeschrieben, die wenig positiv klingen. Dazu gehören konservative Ansichten, draufgängerisches Verhalten, Imponiergehabe, eine herablassende Art und eine Neigung zu Statussymbolen. Diese Merkmale erscheinen wenig wünschenswert, haben aber im Tierreich viel Erfolg. Evolutionsbiologen beschäftigen sich mit dem "Angeber-Verhalten" Im Tierreich. Männliche Tiere, die durch körperliche Überlegenheit (Größe, Geweihe) besonders auffallen oder "Statussymbole" besitzen (z.B. sehr buntes Gefieder) kommen bei den Weibchen besser an. Das Balzverhalten, bestehend aus Bewegungen, die wie ein Tanz wirken, zeigen den weiblichen Tieren die Kraft und Stärke eines Männchens. Im Tierreich führen das Imponieren und das Präsentieren von Symbolen der Männlichkeit häufig zum Erfolg. Weibliche Tiere wählen vor allem die Männchen, die sich mehr in den Vordergrund drängen. Diese scheinen besonders überlebensfähigen Nachwuchs zu versprechen und gut auf die Jungtiere aufpassen zu können. Wenn im Tierreich der Angeber so gut ankommt, dann kann man diese Erkenntnis vielleicht auf Menschen überragen. Viele Verhaltensforscher gehen davon aus, dass sehr maskuline Männer deswegen bei Frauen besser ankommen, weil sie dem Bild des starken Beschützers entsprechen.

Sind Machos wieder gefragt?

Das, was im Tierreich Geweihe oder bunte Federn sind, sind bei Menschen Statussymbole, wie Autos, ein tougher Kleidungsstil sowie Prestige durch finanzielle Mittel und einen hohen Beruf.

  • Allerdings gibt es bedeutende Unterschiede zum Tierreich. Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass Frauen Männern mit maskulinen Gesichtszügen auch viel Negatives unterstellen. Sie hielten diese für unaufrichtig, unkooperativ und nur an Affären interessiert. Zudem nahmen die untersuchten Frauen an, dass sehr maskuline Personen zu Seitensprüngen neigen. Das kantige Gesicht, kleine Augen und eine kräftige Nase ließen die Damen eher vorsichtig sein.
  • Gerade ältere Frauen bevorzugen Gleichberechtigung in einer Partnerschaft und lehnen dominante Männer ab. Junge Frauen finden - einer Untersuchung nach - Machos hingegen attraktiv und empfinden diese auch als anziehend.
  • Das kann damit erklärt werden, dass Frauen ab einem gewissen Alter fest beruflich verankert sind und weniger bereit sind, sich einem Mann anzupassen. Sie suchen eher jemanden, der zu ihrem Leben passt, und wollen sich nicht mehr verändern.
  • Sollten Sie also ein Softie sein, um gut anzukommen? Nein, viele Studienergebnisse sprechen dafür, dass eine Mischung aus Sensibilität und Macho bei Frauen am beliebtesten ist. Der Mann soll nicht emotionaler sein als die Frau, darf aber durchaus Gefühle zeigen. Viele Frauen wünschen sich eine starke Schulter zum Anlehnen und wollen in der Beziehung gleichberechtigt behandelt werden. 

Zusammengefasst bedeutet dies, dass ein Mann selbstsicher sein sollte, aber nicht über die Frau bestimmen darf. Frauen bevorzugen Männern, die optisch tough wirken, aber nicht zu maskulin. Auch Männer mit handwerklichem Geschick sind beliebt sowie Männer mit Muskeln. Starke Oberarme vermitteln Sicherheit. Selbst einen frechen Spruch darf der Mann ab und an von sich geben, wenn dieser augenzwinkernd gemeint ist. Eine große Klappe verbinden viele mit Selbstsicherheit. 

Wie Sie ein moderner tougher Kerl werden

Ein moderner Macho setzt nicht auf plumpe Statussymbole oder Dominanz, sondern orientiert sich geschickt an dem, was Frauen attraktiv finden, ohne zu weich zu wirken.

  • Einen wesentlichen Teil macht das Styling aus. Ein Drei-Tage-Bart kommt bei vielen Frauen gut an, aber er sollte nicht verlottert aussehen. Der Bart muss also gepflegt werden. Vereinheitlichen Sie die Ränder und stutzen Sie überstehende Härchen.
  • Auch Ketten können männlich wirken. Hier sollte es aber nicht die überbreite Goldkette sein und schon gar keine dicken Uhren mit zusätzlichen Armbändern, sondern eher eine schlichte silberne Kette. Diese wirkt nicht zu übertrieben.
  • Etwas Muskeln stehen einem modernen Macho. Gehen also ruhig ab und an trainieren. Die Oberarmmuskeln entwickeln sich schneller als ein Sixpack am Bauch. Konzentrieren Sie sich also auf die Oberarme. Der muskulöse Bauch ist vielen Frauen schon wieder zu viel, aber trainierte Oberarme kommen meistens gut an.
  • Ein moderner Mann sollte handwerkliches Geschick mitbringen. Eignen Sie sich also Fähigkeiten an, die im Haushalt gefragt sind. Das können das Aufbauen von Regalen, das Reparieren von Möbeln oder das Malen und Tapezieren sein. Damit beeindrucken Sie Ihre Auserwählte schnell.
  • Eignen Sie sich zudem ein paar freche Sprüche an. Diese sollten nie beleidigend wirken, sondern immer mit einer Prise Ironie daherkommen. Wenn Ihre Liebste etwa ein Problem mit ihrem neuen Smartphone hat, könnten Sie augenzwinkernd sagen „Wieder typisch Frau“, ohne dass Sie Ihnen dafür böse ist.

Die Mischung macht es - Sie dürfen nicht zu maskulin und wiederum nicht zu soft wirken, um ein moderner Macho zu werden.

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