Was Sie benötigen:
  • zwei oder drei Charaktere
  • Konfliktsituation im Dialog
  • Ziel des Dialogs
  • Zettel/Heft
  • Stift/Füller
  • Fantasie
  • Begeisterung
  • Die einzelnen Dialogsätze werden in der Schriftsprache durch Anführungsstriche gekennzeichnet. Es gibt zwei Arten von Dialogen: Welche mit Zwischentönen und welche ohne.
  • Dialoge ohne Zwischentöne stellen eine besondere Herausforderung an den Verfasser, denn der ganze Gemütszustand der Protagonisten, sowie der Ort des Geschehens müssen anhand des puren Gesprächs verdeutlicht werden.
  • Dialoge mit Zwischentönen werden durch Ergänzungen wie "....., verzweifelte er"  oder "...... rief er begeistert" gebildet. Solche Ergänzungen unterstreichen die Gefühlslage der Charaktere und verleihen dem Dialog eine bildhafte Färbung. 

Wie man einen Dialog schreibt - einige Anregungen

  • Wenn der Dialog, den Sie schreiben möchten, eine Vorgeschichte hat, sollte er auf jeden Fall in den logischen Zusammenhang eingebaut werden.
  • Denken Sie zunächst über die Ausgangssituation und über die Rolle der Protagonisten nach, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen. Welche Charaktereigenschaften haben sie, welche Ziele verfolgen sie im Dialog? Definieren Sie einen Konflikt zwischen den beiden. Die Überlegungen sollten stichwortartig festgehalten werden. Beim eigentlichen Schreiben werden sie Ihnen als Orientierungshilfe dienen. 
  • Ein Konflikt, der sich allmählich zwischen den Charakteren aufbaut, sorgt meistens für ausreichend Spannung. Hier spielen auch die Emotionen der Protagonisten eine wichtige Rolle, wenn Sie einen Dialog schreiben. Sie können sich ärgern oder einer den anderen nicht zu Wort kommen lassen. Sie können auch Sachen verschweigen und vorgeben, etwas ganz anderes zu wollen. Diese Aspekte bringen Leben und Bewegung in die Dialoge. Nichts liebt der Leser mehr, als sich auf die Spuren von Geheimnissen zu begeben. 
  • Wenn Sie sich beim Schreiben für einen Dialog mit Zwischentönen entscheiden, so vermeiden Sie Ausdrücke wie, "....., sagte er" oder "...., antwortete er". Der Leser erkennt meist selbst, wer da gerade spricht. Seien Sie phantasievoll und kreativ. Ausdrücke wie "...., schüttelte Thomas resigniert den Kopf",    "......, hüpfte Jens vor Freude in die Luft oder "...., schluchzte er verzweifelt" wirken lebendiger. Körperliche Regungen sind Zeichen für die Gefühlswelt der Protagonisten und der Leser kann deren Freude oder Trauer bildhaft vor sich sehen. 
  • Sie können bei den Dialogen auch Nebenhandlungen mit einfließen lassen. Beispiel: Eine Tochter diskutiert mit der Mutter, weil sie noch spät ausgehen möchte. Die Mutter ist damit überhaupt nicht einverstanden und putzt den Tisch viel intensiver als sonst. Der Tisch könnte sogar anfangen zu quietschen. 
  • Wenn Sie Ihren Dialog argumentativ gestalten wollen, wo zwei Parteien versuchen, ihren eigenen Standpunkt durchzubringen, müssen Sie die Charaktere in zwei gegensätzliche Lager platzieren. Die Spannung sollte sich allmählich aufbauen und der Konflikt in einem bestimmten Moment zuspitzen. Es bleibt Ihnen überlassen, ob die beiden zu einer Einigung kommen oder nicht. 
  • Die Dialoge, die Sie schreiben, sollten möglichst kurz, aber dennoch inhaltlich interessant sein. Zu lange Sätze könnten zu einem Spannungsabbau führen. 

Das Schreiben kann viel Spaß machen. Und wer weiß, vielleicht kommen Sie auf den Geschmack und schreiben mal einen Bestseller? Alles ist möglich. Viel Spaß bei diesem wundervollen kreativen Prozess.