Laufenten sind sehr populär geworden

  • Die indische Laufente wird als Hobbytier immer beliebter. Zusätzlich zu ihrem Charme hat sie eine positive Eigenschaft, die sie gerade bei Hobbygärtnern zum beliebtesten Haustier macht: Sie liebt Nacktschnecken und vertilgt diese in rauen Mengen. Daher gibt es mittlerweile schon Laufenten-Mietservices, die Enten an Gartenbesitzer mit Schneckenplagen vermieten.
  • Die Laufente ist relativ einfach zu halten. Sie kann nicht fliegen und bleibt daher vor Ort. Sie ist trotz allem ein Wasservogel und benötigt einen Teich. Weiterhin hätte sie gerne eine Hütte zwecks Übernachtung und Schutz vor Fuchs & Co.
  • Bei so viel Begeisterung rund um das Geflügel muss natürlich für Nachwuchs gesorgt werden. Mittlerweile gibt es fast deutschlandweit Züchter, die sowohl Jungtiere als auch Eier verkaufen.

Brüten ist noch lange nicht gleich brüten

  • Das Weibchen beginnt ab Mitte Februar oder auch später, Eier zu legen. Jetzt ist es bei Laufenten nicht so, dass sie wie andere Vögel mehrere Eier in kurzer Zeit legen und dann anfangen zu brüten. Nein, die Laufente ist mit ihrer Brut sehr eigen und bestimmt nicht nur den Beginn der Brutzeit selbst, sondern sammelt auch erst etliche Eier, bis sie sich auf das Nest setzt. Hat sie das Gefühl, es genüge jetzt, beginnt sie nach Ablage von bis zu 15 Eiern mit dem Brüten. Fürsorgliche Entenhalter markieren daher jedes gelegte Ei mit Datum, damit sie die ältesten Eier in Abwesenheit der Ente entsorgen können. 12 oder 15 Eier bzw. Küken sind natürlich viel zu viel für eine Laufente.
  • Sitzt sie dann auf dem Nest, verlässt sie dieses in der Regel nur einmal am Tag, um zu fressen, Kot abzusetzen und sich das Gefieder zu befeuchten. Dieses Anfeuchten der Federn ist wichtig, um im Nest eine konstante Luftfeuchtigkeit zu halten. Nach 28 bis 30 Tagen schlüpfen dann die Küken. Vom Riss in der Eierschale bis zum Schlupf können dabei schon mal lange 24 Stunden vergehen.
  • Ob ein Ei befruchtet ist, können Sie am besten am 5.-7. Tag nach dem Legen beurteilen. Hierbei wird das Ei mit einer punktförmigen Lichtquelle bestrahlt. Ist es befruchtet, lässt sich ein vom Dotter ausgehendes Adernetz erkennen. In der letzten Brutwoche kann man das Ei auch vorsichtig in handwarmes Wasser legen. Ist das Küken lebendig, bewegt sich das Ei leicht.

Bei allen Aktionen rund um das Nest und die Eier ist Vorsicht geboten: Die Entenmutter verteidigt ihr Gelege vehement und sehr wehrhaft!