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Wie funktioniert Bauchreden? - Wissenwerte Informationen zur Technik

Bauchreden ist heute eine zur Unterhaltung eingesetzte Bühnentechnik, deren Ursprünge in der vorchristlichen Antike datieren. Sie können dies auch lernen und nutzen, sofern Sie wissen, wie das Reden "aus dem Bauch" funktioniert.

Bauchreden ist mit Übung zu erlernen.
Bauchreden ist mit Übung zu erlernen.

Wie das Reden aus dem Bauch funktioniert

  • Zunächst einmal sollten Sie wissen, dass das Bauchreden nichts mit einer Sprache zu tun hat, die in Ihrem Bauch entsteht oder aus diesem kommt. Dies war lediglich die ursprüngliche Erklärung dafür, die der Technik auch ihren Namen gab.
  • Grundsätzlich kann jeder das Bauchreden erlernen. Es kommt letzten Endes nur auf genügend Übung an, was somit viel mehr ein zeitliches Problem darstellt. Denn nicht jeder hat täglich mehrere Stunden Zeit zum Tranieren.
  • Die Stimme selbst wird schließlich also im Kehlkopf, wie jede andere Stimme, erzeugt. Von da an funktioniert das Reden jedoch ein wenig anders.
  • Vom Hals wird die Stimme nicht sofort über den Mund geschickt, sondern erst einmal über die Lunge zum Zwerchfell zwischen Bauch- und Brustraum. Nach dem dortigen Zusammenpressen wird die Luft erst wieder zum Rachen geschickt, wo die Laute wie gewohnt geformt werden.
  • Der grundsätzliche Unterschied zum normalen Sprechen ist dabei, dass die Lippen nicht oder nur schwach an der Lautbildung beteiligt sind.
  • Mit genügend Übung können Sie übrigens mehrere Stimmen auf diese Weise meistern, deren Tiefen und Höhen sich stark unterscheiden können.

Das Bauchreden einüben

  • Als wesentlichen Tipp für das Training sollten Sie sich vor einen Spiegel stellen und Ihren Mund ins Auge fassen. So können Sie schnell sehen, ob sprachliche Züge von außen sichtbar sind und Ihr Training auf Dauer funktioniert.
  • Sie sollten nun also Ihren Mund einen Spalt breit öffnen, sodass Sie überhaupt sprechen können, und anschließend versuchen, die Laute "mit dem Bauch" zu erzeugen. Dass sich Ihr Kehlkopf bewegt, ist durch die grundsätzliche Lauterzeugung ganz normal.
  • Anfangs sollten vor allem Laute und Wörter geübt werden, die die klassischen Lippenbuchstaben wie B, M, P oder W nicht verwenden. Diese können Sie mit genügend Übung der anderen Worte und Wortverbindungen immer noch einüben.
  • Für die schwierigeren Buchstaben werden Sie schließlich die Zunge und Ihren Gaumen als Hilfsmittel benötigen.
  • Dabei sollte Ihre gesamte Muskulatur übrigens entspannt sein und Ihr Kiefer still gehalten werden. Krämpfe werden Ihnen nicht helfen. Auch bei sich anbahnenden Halsschmerzen sollten Sie eine Pause einlegen.
  • Weiterhin sollten Sie schließlich eine eigene Bauchstimme kreieren. Dies kann durch langsames oder schnelles Sprechen sowie ggf. einen Dialekt erreicht werden.
  • Zuletzt sollten Sie übrigens noch ein aufgeschlossener und kontaktfreudiger Mensch sein sowie auch Kritik vertragen können. Denn gerade das Üben einer Sache kann Nerven kosten. Auch das gestisch-mimische Zusammenspiel z. B. mit einer Puppe wird hierbei wichtig.
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