Was Sie benötigen:
  • Talent
  • Klavier
  • Noten
  • Durchhaltevermögen
  • später Übungsmaterial, wie Kopfhörer, Mikrophon, Lautsprecher, Tonstudio, Gesangslehrer

Wer richtig atmen lernt, hat viel geschafft

  • Wer richtig singen lernen möchte, muss ein Gefühl für seinen Körper bekommen, denn Musik entsteht nicht nur alleine in der Kehle. Das Zwerchfell, die Lunge, der Kehlkopf, die Stimmbänder, der Mund- und Nasenraum sind maßgeblich an der Formung der Töne beteiligt.

  • Eine gute Atmung ist für einen guten Gesang sehr ausschlaggebend. Die Stimmbänder modellieren mithilfe der Luft den Ton in seiner Länge, Höhe oder Tiefe. Lernen Sie, aus dem Bauch ein- und auszuatmen.

  • Natürlich sind die Stimmbänder der Ursprung unserer Stimme, jedoch ist das Zwerchfell der größte Muskel und trennt Bauch- und Brustraum voneinander. Das Atmen mit diesem Instrument ermöglicht den Lungen eine wesentlich bessere Lungenarbeit und ist für das Singen sehr wichtig.

  • Nun probieren Sie mit der richtigen Atmung Ihre Resonanzräume richtig aus, indem Sie Ihren Mund sehr weit öffnen, bis ins Zwerchfell hineinatmen und den Ton A strömen lassen. Halten Sie sich, noch während Sie A singen, die Nase zu und schrumpfen Sie in Brusthöhe bewusst zusammen. Hören Sie den Unterschied?

Lernen Sie zum Singen Ihren Gesangstyp kennen

  • Stellen Sie zunächst einmal fest, was für ein Gesangstyp Sie sind. Das ist notwendig, um festzustellen, welche Tonlagen für Sie perfekt und welche weniger perfekt sind. Sind Sie eher ein Bass-, Tenor- eine Alt- oder Sopranstimme?

  • Sicher werden Sie schon festgestellt haben, dass Ihnen nicht jedes Lied leicht und korrekt über die Lippen kommt. Das ist ganz natürlich, denn es ist wichtig, dass Sie Ihren sogenannten "Eigenton" finden.

  • Der Eigenton ist der Ton, der Ihnen zueigen ist. Es wird eine Leichtigkeit für Sie werden, mit dem Eigenton eine kräftige, angenehme Stimmlage zu erreichen, so dass man Ihnen gerne zuhört.

Ihre Artikulation beim Singen braucht richtig Übung

  • Der nächste Schritt beschäftigt sich mit der Artikulation. Der Zuhörer muss verstehen, welcher Text die Melodie begleitet. Sicherlich kennen Sie das Beispiel eines Sängers, der mit einem Korken im Mund Sprachübungen macht. Das ist ganz sinnvoll, um zu lernen, mit offenem Mund deutlich und gut artikuliert zu sprechen.

  • Damit Artikulation und Vertonung richtig zum Tragen kommen, müssen Sie mit Ihrem Körper zwar gerade, aber auch locker stehen. Manchmal geschieht es, dass Menschen tiefe Töne singen möchten und automatisch in sich zusammensacken. Das bringt einen tiefen Ton natürlich nicht hervor. Töne modellieren sich, wie gesagt, durch die Stimmbänder.

Weitere Überlegungen könnten anstehen

  • Wenn Sie tatsächlich Interesse haben, singen zu lernen, überlegen Sie, ob Sie sich einen Gesangslehrer nehmen, denn ein Gesangslehrer wird Ihnen helfen, dass Sie sich keine Übungsfehler angewöhnen und Sie in Ihren Stärken unterstützen.

  • Üben Sie jeden Tag über den Tag verteilt jeweils 10 Minuten. Das ist oft effektiver, als die erzwungene Stunde am Tag und Sie sind in dem Moment völlig auf das Singen konzentriert und bringen dadurch eine entsprechende Leistung.

  • Lernen Sie vor allem, was Ihrer Stimme schaden könnte, um sich davon zu verabschieden, wie z.B. Rauchen, Erkältung, Flüstern, Kraftanstrengungen, Schreien, zu viel Fruchtsaft. Bevor Sie mit Ihren Gesangsübungen beginnen, sollten Sie sich von einem HNO Arzt untersuchen lassen, um festzustellen, dass Ihr Gehör und auch Ihre Stimmorgane gesund sind.

Für die Schritt für Schritt-Anleitung

  1. Beginnen Sie zunächst mit Atmenübungen: Legen Sie sich auf den Rücken und legen Sie Ihre linke Hand auf den Oberbauch, die rechte auf den Unterbauch.

  2. Schließen Sie nun Ihren Mund und atmen Sie durch die Nase kräftig ein, so dass Ihre rechte Hand eine Anspannung der unteren Bauchmuskulatur und die linke eine Anhebung des Oberbauch spürt. Dann stoßen Sie mit geöffnetem Mund die Luft wieder aus.

  3. Wenn Sie fortgeschrittener sind, können Sie die Übung auch stehend durchführen – oder liegend mit einer Serviette auf dem Mund, die sich durch das Auspusten nach oben bewegen muss.

  4. Wenn Sie das können, beginnen Sie, Ihren Eigenton zu finden: Sagen Sie ganz langsam: "eiiiiins, zweiiiiiiiii, dreiiiii". Dann lauschen Sie, in welcher Stimmlage sich Ihr Ton immer wieder stabil einpendelt. Das ist Ihr Eigenton, der in der Regel im untersten Drittel Ihres Stimmumfangs liegt. 

  5. Damit Sie Ihren Stimmumfang prüfen können, ist es gut, wenn sie das bekannte Lied "Alle meine Entchen" zur Hilfe nehmen. Singen Sie es einmal so tief und dann so hoch, wie es Ihnen angenehm noch möglich ist. Wenn Sie ein Klavier besitzen, können Sie die beiden Stimmlagen gut lokalisieren.