Ausfüllen online oder per Papierformular

  • Ihre Lohnsteuererklärung bzw. Einkommensteuererklärung können Sie entweder auf einem Papierformular abgeben, das in den Finanzämtern erhältlich ist, oder Sie benutzen das Steuerprogramm Elster der Finanzverwaltung. Dieses können Sie kostenfrei herunterladen, während andere im Handel erhältliche Steuerprogramme, die oft umfangreiche Funktionen enthalten, teuer sind. Zum Ausfüllen einer einfachen Lohnsteuererklärung brauchen Sie jedoch nicht unbedingt ein eigenes Steuerprogramm.
  • Die Lohnsteuer ist quasi ein Spezialfall der Einkommensteuer, da sie sich nur auf den Lohn bezieht, den ein abhängig Beschäftigter erhält. Wenn Sie also ein Einkommen aus abhängiger Beschäftigung erzielen und nicht selbstständig sind, füllen Sie Ihre Einkommensteuererklärung als Lohnsteuererklärung aus. 
  • Neben den Angaben zum Einkommen bzw. Lohn und den abziehbaren Ausgaben ist es zunächst wichtig, die Erklärung an das richtige Finanzamt zu adressieren. Ohne Angabe eines Finanzamtes können Sie die Erklärung online nicht übermitteln, und auch die Bearbeitung eines Papierformulars wird länger dauern, wenn es erst einmal zum "Irrläufer" wird. Ihr zuständiges Finanzamt können Sie online beim Bundeszentralamt für Steuern ermitteln.
  • Wichtig ist auch die Angabe der sog. Steuer-Identifikationsnummer im Hauptvordruck. Diese Nummer ist lebenslang gültig und wird daher nur einmal vergeben.
  • Geben Sie Ihre Kontaktdaten und vor allem auch die Bankverbindung an, damit ein eventueller Erstattungsbetrag auf Ihr Konto überwiesen werden kann.

Eine Lohnsteuererklärung kann Geld bringen

  • Da Sie als abhängig Beschäftigter die Steuern quasi im Voraus gezahlt haben, können Sie sich durch den Lohnsteuerjahresausgleich vom Finanzamt Geld zurückholen. Das setzt voraus, dass Sie in Ihrer Lohnsteuererklärung alles angeben, was als Ausgabe vom Einkommen abziehbar ist und damit das zu versteuernde Einkommen mindert. Dann werden die zu viel gezahlten Steuern zurückerstattet.
  • Geben Sie daher alle Sonderausgaben an, wie zum Beispiel Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten, gezahlte Kirchensteuer und Aufwendungen für die eigenen Berufsausbildung.
  • Wichtig ist auch die Angabe der sog. außergewöhnlichen Belastungen. Hierzu zählen zum Beispiel alle Arztkosten, die Sie selbst tragen müssen, wie auch die Praxisgebühr, die Sie als gesetzlich Versicherter beim Arztbesuch in jedem Quartel mindestens einmal entrichten müssen.
  • Die Angaben zu entrichteten Altersvorsorgebeiträgen machen Sie in der Anlage AV - hier tragen Sie zum Beispiel die im Rahmen eines Riestervertrages gezahlten Beiträge ein.
  • Bei weiteren offenen Fragen können Sie sich auch an einen Lohnsteuerhilfeverein in Ihrer Nähe wenden, wo man Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.