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Wassermelonen im eigenen Garten anbauen

Ein bisschen Glück, Geschick und ein heißer Sommer gehören schon dazu, um Wassermelonen im eigenen Garten anbauen zu können. Versuchen Sie ihr Glück.

Wassermelonen können Sie auch im eigenen Garten anbauen, wenn der Standort stimmt.
Wassermelonen können Sie auch im eigenen Garten anbauen, wenn der Standort stimmt.

Da es Melonen heiß und sonnig lieben, ist der richtige Zeitpunkt für das Anbauen von Wassermelonen nicht vor April. Zuerst ist es nötig, die Pflanzen vorzuziehen. Das geschieht am besten im Haus mithilfe eines kleinen Zimmergewächshauses auf einer sonnigen Fensterbank. Ins Freiland können die kleinen Melonen nach den Eisheiligen Mitte Mai.

Das richtige Saatgut für Ihre Wassermelonen

Es gibt einige Melonensorten, die auch in deutschen Breitengraden wachsen. Unter den Wassermelonen bilden die Sorten Sugar Belle und Sweet Siberian die beliebteste Gruppe. Aber auch Zuckermelonen, wie Charentais und Cantaloup oder Honigmelonen der Sorte Petit Gris de Rennes, können in Ihrem Garten gedeihen.

Wassermelonen sind etwas robuster als Zucker- und Honigmelonen. Daher vertragen sie auch mal einen Standort, der nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne liegt. Die empfindlichen Zucker- und Honigmelonen hingegen müssen unbedingt vor Wind geschützt werden, beispielsweise durch eine Mauer.

Das passende Saatgut erhalten Sie im Fachhandel. Wenn Sie die Kerne Ihrer Lieblings-Melonensorte trocknen, können Sie auch diese als Saatgut verwenden. Achten Sie nur darauf, dass keine Feuchtigkeit an die Samen kommt. Diese schimmeln nämlich leicht.

So ziehen Sie Wassermelonen vor

  1. Torfquelltabletten aufquellen lassen. Legen Sie Torfquelltabletten in eine Anzuchtschale. Füllen Sie lauwarmes Wasser bis zum Rand ein und lassen Sie die Tabletten vollständig aufquellen. 
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    © Frauke Itzerott
  2. Wasser abgießen. Nachdem die Torfquelltabletten ihre endgültige Größe erreicht haben, wird das überschüssige Wasser wieder abgegossen. 
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    © Frauke Itzerott
  3. Samenkorn einpflanzen. Setzen Sie jeweils ein Samenkorn in die aufgequollene Torftablette und bedecken Sie dieses gut mit etwas Substrat. 
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    © Frauke Itzerott
  4. Der richtige Anzucht-Ort. Nun stellen Sie die Anzuchtschale in das Zimmergewächshaus und schließen es. Der richtige Ort für Ihre Anzucht ist an einem circa 24 Grad Celsius warmen und hellen Platz auf der Fensterbank. Vermeiden Sie dabei direkte Sonneneinstrahlung. Diese würde den jungen Melonenpflanzen schaden. 
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    © Frauke Itzerott
  5. Erstes Keimen. Wenn die ersten Keimblätter zu erkennen sind, nehmen Sie den Deckel des Gewächshauses ab. Achten Sie darauf, die Erde immer feucht zu halten. 
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    © Frauke Itzerott
  6. Nach draußen pflanzen. Sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, pflanzen Sie die Melonengewächse an einem windgeschützten und sonnigen Platz im Garten aus. Ideal hierfür ist die Nähe einer schützenden Hauswand oder ein wärmendes Gewächshaus. 
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    © Frauke Itzerott

Wassermelonen anbauen und pflegen

Bevor Sie Ihre Wassermelonen auspflanzen können, sollten Sie den Boden vorbereiten. Düngen Sie diesen mit Kompost oder Stallmist. Dieser muss allerdings bereits reif sein.

Harken Sie den Boden außerdem einmal gründlich durch, damit er schön locker ist. Wassermelonen wachsen am besten auf sauren Böden.

Setzen Sie die Pflanzen mit einem Meter Abstand ins Freie. Ein Gartenvlies wärmt zu Anfang die jungen Pflanzen. Später schützt ein belüftbares Frühbeet oder ein Folientunnel die Melonenpflanzen bis zur Blüte.

Da Wassermelonen ein schwach ausgebildetes Wurzelsystem besitzen, brauchen sie reichlich Wasser. Achten Sie beim Anbauen daher auf regelmäßiges Gießen, bei dem aber keine Staunässe entstehen darf.

Ein Abknicken der noch zarten Melonenstängel verhindern Sie mit Rankhilfen. Stecken und Spaliere sind gut geeignet, die einzelnen Ranken etwas abzustützen.

Nur wo eine Blüte entsteht, wächst auch später eine Melonenfrucht heran. Die Melonenpflanze blüht nur an den Verzweigungen ihrer Stängel. Um eine Verzweigung zu erreichen, entspitzen Sie bereits die Jungpflanze, wenn das dritte Blattpaar erscheint. Hierbei knipsen Sie das oberste Blattpaar ab und regen so die Verzweigung an.

Eine Melonenpflanze ist zweihäusig und besitzt eine männliche und eine weibliche Blüte. Damit der Blütenpollen von der männlichen zur weiblichen Blüte gelangt, muss die Melonenblüte von Insekten bestäubt werden. Nur eine befruchtete Blüte bildet Früchte aus.

Daher ist es wichtig, dass Sie den Folientunnel oder das Frühbeet abnehmen, sobald die ersten Blüten zu sehen sind. So erreichen die Insekten die Blüten und können die Befruchtung übernehmen. Dies geschieht, indem sie von Blüte zu Blüte fliegen und den Pollen, der an ihren Beinen haftet, weitergeben.

So ernten Sie Ihre Wassermelonen zum richtigen Zeitpunkt

Wassermelonen sind etwa fünf Monate nach der Aussaat erntereif. Die richtige Zeit für die Ernte ist also zwischen August und Oktober. Leicht erkennbare Anzeichen für eine reife Melone mit süßem Fruchtfleisch sind verwelkte Blätter. Wenn Sie auf die Melone klopfen, sollte ein möglichst tiefer Ton zu hören sein.

Schneiden Sie die Frucht mit einem scharfen Messer vom Melonenstängel ab. Lassen Sie dabei den Fruchtansatz an Ihrer Melone, damit sich diese länger lagern lässt.

Am sichersten gelingt Ihre Melonenernte in einem beheizten Gewächshaus. Doch auch ein sonniger geschützter Platz im Garten ist erfolgsversprechend. In jedem Fall lohnt sich der Aufwand. Mit ein bisschen Glück und einem trockenen, heißen Sommer kann pro Pflanze mit einer Melone gerechnet werden.

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