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Was tun gegen Holzwürmer?

Auf Dauer können Holzwürmer Ihre Möbelstücke zerstören oder großen Schaden verursachen. Es gibt einiges, was Sie gegen die Schädlinge tun können.

Typische Bohrlöcher bei einem Holzwurmbefall.
Typische Bohrlöcher bei einem Holzwurmbefall.

Befall mit Holzwürmern erkennen

​Bei Holzwürmern handelt es sich um die Larven des Gemeinen Nagekäfers (Anobium punctatum). Dieser befällt totes feuchtes Holz, in der Regel nur das helle und weiche Splintholz. Kleine Löcher mit einem Durchmesser von einem bis zwei Millimetern sind ein Hinweis auf den Befall.

Gewissheit bekommen Sie erst, wenn Sie dunkles Papier unter das Holz legen und nach einigen Tagen Bohrmehl darauf bemerken. Das ist ein sicheres Zeichen für lebende Holzwürmer. Nicht verzweifeln, Sie können was gegen die Larven tun.

Würmer thermisch bekämpfen

Holzwürmer vertragen Hitze ebensowenig wie Kälte. Ihr Eiweiß zersetzt sich bei Temperaturen von über 55 Grad Celsius beziehungsweise bei Frost. Wenn es sich um kleine Möbelstücke handelt, können Sie die Holzwürmer mit einer Heißluftpistole abtöten. Halten Sie einen Abstand von zehn Zentimetern zum Holz ein, um es nicht zu versengen. 

Alternativ können Sie kleine Teile in den Backofen oder in die Mikrowelle legen. Achten Sie darauf, dass kein Metall am oder im Holz ist, da dieses das Gerät beschädigt. Für große Möbel bietet sich im Sommer der Aufenthalt in einem Auto an, das in der Sonne steht. Alternativ stellen Sie die Möbel wenn vorhanden in eine Sauna. Beachten Sie jedoch die Luftfeuchtigkeit!

Wenn Ihnen Kälte zum Bekämpfen mehr zusagt, geben Sie das befallene Holz in die Tiefkühltruhe oder stellen Sie es im Winter ins Freie. Vielleicht dürfen Sie die Möbel für einen Tag in ein Kühlhaus stellen.

Kleine Löcher in den Möbelstücken weisen auf Holzwürmer hin. Zum Bekämpfen reichen …

Chemische Produkte gegen die Schädlinge einsetzen

Chemische Holzschutzmittel sind hochgiftig und führen häufig nicht zum Erfolg, da sie die Würmer im Inneren des Holzes nicht erreichen. Die Produkte enthalten Permethrin, das bei Menschen zu Nervenleiden bis hin zu Lähmungen führt, deshalb sollten diese Produkte nur von Fachmännern angewendet werden. Diese Mittel eignen sich, um kleine Teile zu behandeln oder um in einer Nebelkammer über Stunden Holz in einen Giftnebel zu hüllen.

Alternativ können Sie einige chemische Hausmittel verwenden. Petroleum, Terpentin und konzentrierter Salmiakgeist sind nicht weniger problematisch wie die speziellen Gifte, um den Holzwurm zu vertreiben. Petroleum und Terpentin sind geeignet, um große, fest eingebaute Bauteile zu bestreichen. Der Holzwurm im Inneren zeigt sich davon jedoch wenig beeindruckt.

Salmiakgeist wirkt recht gut, wenn Sie eine Schale mit der Flüssigkeit in ein befallenes Möbelstück stellen. Sie müssen beides zusammen luftdicht in Folie verpacken, damit die Dämpfe in die Fraßgänge eindringen und die Holzwürmer vergiften.

Hausmittel, um die Schädlinge zu vertreiben

Da die Larven feuchtes und kühles Holz benötigen, reicht es bei einem leichten Befall oft aus, die Heizung voll aufzudrehen. Überheizen Sie den Raum einige Tage, damit das Holz trocknet. Ein Bestreichen mit Essig, Zitrone oder verschiedenen Ölen nützt wenig und kann das Holz beschädigen.

Legen Sie einige Eicheln auf befallene Möbel oder Bauteile. Die Larven lieben diese Nahrung und kriechen aus dem Holz in diese Früchte. Vernichten Sie die Eicheln, sobald Sie Bohrlöcher darin sehen, und legen Sie neue aus.

Das beste Mittel einem Befall vorzubeugen, ist Holz an einem warmen trockenen Ort aufzubewahren. Vergällungsmittel wie Essig oder Petroleum schaden dem Holz und riechen äußerst unangenehm.

Was Sie ansonsten gegen Holzwürmer tun können

Die sicherste Methode ist, einen Restaurator oder einen Kammerjäger zu beauftragen. Diese wenden in der Regel ein Heißluftverfahren an oder verwenden Holzschutzmittel, die sie in einer Nebelkammer versprühen. Das Holz wird über Tage gezielt behandelt, Holzwürmer sterben dabei mit Sicherheit. Das ist das Beste, was Sie tun können.

Methoden, um Holzwürmer zu bekämpfen
Methode/Mittel Wirksamkeit Gefahren Empfehlenswert
Holz durch Heizungsluft trocken gute Vorbeugung, als Bekämpfung unzureichend keine  zur Vorbeugung ja
Wärme von über 55 Grad  ausgezeichnet Senkschäden am Holz ja
Frost ausgezeichnet keine ja
Eicheln unsicher keine ja, alleine aber nicht ausreichend
Insektizide meist unzureichend Vergiftung von Mensch und Haustier nein
Petroleum, Essig, Zitronensäure kaum Wirkung Verfärbungen des Holzes nein
Salmiakgeist bei längerer Anwendung der Dämpfe ja Verfärbungen des Holzes, Verätzung der Atemwege  bei vorsichtiger Anwendung ja

 

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