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Holzwurmbekämpfung - biologisch geht es so

Holzwurmbefall erkennen Sie meist an einer Vielzahl von kleinen Löchern mit einem Durchmesser von 1 bis 2 Millimetern. Aus diesen Löchern rieselt Holzmehl, welches Sie dann meist in kleinen Häufchen auf dem Boden darunter finden. Langfristig führt der Ungezieferbefall jedoch nicht nur zu kleinen Löchern, sondern zu ernst zu nehmenden Schäden am Holz. Dachbalken können instabil werden und Fußböden brechen durch. Bei fest installiertem Holz sollten Sie die rigorose Bekämpfung möglicherweise einem Kammerjäger überlassen. Holzwurmbekämpfung bei befallenen Möbeln oder Kleinteilen, können Sie unter Umständen selbst vornehmen und dabei zu biologischen Methoden greifen.

Eine heiße Sauna ist der sichere Tod für Holzwürmer.
Eine heiße Sauna ist der sichere Tod für Holzwürmer.

Meist finden sich Holzwürmer in leer stehenden Gebäuden, auf dem Speicher oder im Keller. Ursache hierfür ist, dass die Räume nicht beheizt wurden und das Holz eine gewisse Feuchtigkeit aufweist. Tauchen Holzwürmer an Möbeln in Wohnräumen auf, ist dies meist ein Hinweis darauf, dass die Möbel zu häufig mit Wasser in Kontakt gekommen sind. Entsprechend sorgsam sollten Sie beim Aufwischen oder Putzen vorgehen.

Holzwurmbekämpfung - das sollten Sie wissen

  • Es ist ausgesprochen wichtig, dass Sie bei der Holzwurmbekämpfung sehr gründlich vorgehen. Tun Sie das nicht, überleben die Larven und schlüpfen nach zwei bis vier Jahren. Dann stehen Sie vor dem gleichen Problem, denn jedes Holzwurm-Weibchen legt 20 bis 30 Eier.
  • Je mehr sichtbare Löcher das Holz aufweist und je mehr Holzmehl zu sehen ist, desto schlimmer ist der Befall. Ein Tischbein, welches - abgesehen von einigen Löchern - von außen her noch ganz intakt aussieht, kann innerlich bereits komplett zerfressen sein.
  • Sie sollten deshalb bereits bei ersten Anzeichen handeln und sich um die sorgfältige Holzwurmbekämpfung kümmern. Im Baumarkt erhalten Sie Chemikalien, die die Holzwürmer und ihre Larven abtöten. Leider sind viele dieser Mittel hochgiftig und für den Einsatz im Wohnbereich nicht geeignet. Bei starkem Befall sind diese Mittel jedoch effektiver, als die biologische Holzwurmbekämpfung. Wenn Sie demnach einen starken Schädlingsbefall bemerken, sollten Sie dennoch Nutzen und Gefahren gegeneinander abwägen.

Biologisch kann die Bekämpfung so funktionieren

Bei einem befallenen Möbelstück können Sie davon ausgehen, dass das Holz feucht genug ist, damit der Holzwurm und die Larven sich darin wohlfühlen.

Kleine Löcher in den Möbelstücken weisen auf Holzwürmer hin. Zum Bekämpfen reichen …

  • Eine einfache biologische Bekämpfungsmethode besteht darin, dass Sie das Möbelstück in einen zentralbeheizten Raum stellen, damit das Holz gründlich durchtrocknen kann. Dabei brauchen Sie keine Angst zu haben, dass die Holzwürmer auf andere Möbelstücke ausweichen, denn deren Holz ist bereits zu trocken für ihren Geschmack.
  • Bei stärkerem Befall können Sie sich die Erkenntnis zunutze machen, dass Holzwürmer hitzeempfindlich sind. Bereits bei 55 Grad gehen sie zugrunde, was an ihrem Eiweißgehalt liegt. Eine weitere biologische Methode zur Bekämpfung der Schädlinge besteht demnach darin, dass Sie das befallene Möbelstück für mindestens eine Stunde in die Sauna stellen. Kleinere Holzteile legen Sie einfach in einen beheizten Backofen.
  • Handelt es sich bei dem befallenen Holzteil um etwas, was Sie nicht bewegen können, da es fest eingebaut ist, können Sie es mit einem biologischen Trick versuchen. Die Plagegeister sind verrückt nach Eicheln und werden von deren Geruch quasi angezogen. Legen Sie einige Eicheln in die Nähe des befallenen Holzstückes.

Diese biologischen Methoden sind jedoch nur dann geeignet, wenn der Befall eher gering ist und der Schaden noch nicht stark fortgeschritten ist. Bei tragenden Holzteilen, wie zum Beispiel Dachbalken, dürfen Sie keine Experimente machen und sollten den Kammerjäger holen.

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