Was tun, wenn sich alles dreht?

Schwindel entsteht dann, wenn die Orientierung im Raum gestört ist und man eine Bewegung des Raumes oder des eigenen Körpers wahrnimmt, obwohl diese nicht stattfindet. Wenn sich alles dreht oder der Boden unter den Füßen wegsackt, ist gut zu wissen, was bei derartigen Attacken als Erstmaßnahme zu tun ist:

  • Wenn Sie eine Schwindelattacke erwischt, sollten Sie sich hinsetzen oder festhalten, besser noch hinlegen und die Beine hochlagern. Wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden, ist es jedoch besser, die Beine flach zu lagern.
  • Versuchen Sie, einen Punkt in der Ferne zu fixieren und ruhig zu atmen.
  • Bewahren Sie Ruhe, es besteht kein Grund, in Panik zu geraten, so unangenehm die Situation auch sein mag.
  • Lockern Sie beengende Kleidung, z. B. den Hemdkragen.
  • Sollten Sie sich in einem Zimmer befinden und nicht alleine sein, bitten Sie, ein Fenster zu öffnen.
  • Wenn die Schwindelattacke nachlässt oder auch ganz abgeklungen ist, stehen Sie nicht abrupt auf, sondern setzen sich zunächst noch für einige Minuten hin. Ein Glas Wasser kann hilfreich sein.
  • Wiederholt sich der Schwindel öfter und sie können einen Auslöser ausmachen, reichen oft schon einfache Maßnahmen aus, den Schwindel in den Griff zu bekommen.Tritt der Schwindel beispielsweise jeden Morgen nach dem Aufstehen auf, ist vermutlich Ihr Kreislauf etwas schlapp. Bringen Sie ihn mit etwas Gymnastik oder einer Tasse Kaffee auf Trab.
  • Haben Sie ein neues Medikament verordnet bekommen? Schauen Sie sicherheitshalber auf den Beipackzettel, denn die Liste der Medikamente, die als Nebenwirkung Schwindel auslösen können, ist unendlich lang.

Wenn der Schwindel zum Dauerbegleiter wird

Was tun bei sich häufenden Schwindelattacken oder gar Dauerschwindel?

Die häufigsten der verschiedenen Schwindelformen sind harmlos und können gut behandelt werden. Schwindel kann aber auch ein Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein. Erster Ansprechpartner ist Ihr Hausarzt, der die Basisdiagnostik durchführen kann und evtl. die Ursache des Schwindels feststellt. Falls nicht, wird er Sie an weitere Ärzte überweisen müssen (Augen-, HNO-Arzt, Neurologe).

  • Versuchen Sie, ein Schwindeltagebuch zu führen, das bei der ärztlichen Abklärung sehr hilfreich sein kann. Notieren Sie mit Datum und Uhrzeit, welche Schwindelform Sie wie lange empfinden: Schwankschwindel wie auf einem Schiff, Drehschwindel wie auf einem Karussell, Gangunsicherheit, Benommenheitsgefühl. Achten Sie auf evtl. Auslöser: Kopfbewegung, Aufstehen aus dem Sitzen, beim Gehen, visuelle Reize, bestimmte Umgebungssituationen. Notieren Sie auch Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Doppelbilder, Druck auf den Ohren, Licht- oder Lärmempfindlichkeit, Ohrgeräusche, Sturzneigung, Angst, Panik.
  • Nehmen Sie nicht nur Ihr Tagebuch mit zum Arzt, sondern auch eine Medikamentenliste.
  • Ihr Hausarzt kann neben einem normalen Check-up mit EKG, Blutdruckmessen und Laboruntersuchungen durch einfache Untersuchungen klären, ob die Schwindelursache im Gleichgewichtsorgan bzw. Innenohr sitzt oder aber zentral bedingt ist, also seine Ursache „im Gehirn“ hat.
  • Die meisten Schwindelattacken haben eine gutartige Ursache, sodass Sie von einem günstigen Verlauf ausgehen und sich erfolgreich therapieren lassen können.
  • In hartnäckigen Fällen, wenn weder Hausarzt noch Fachärzte weiterkommen, kann die Vorstellung in einer sog. „Schwindelambulanz“ hilfreich sein, die meist von Groß- bzw. Universitätskliniken betrieben werden.
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