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Was tun bei Gerstenkorn? - Hausmittel richtig anwenden

Ein Gerstenkorn ist eine bakterielle Infektion an der Tränendrüse. Da bakterielle Infektionen anstecken können, sollten Sie sich nach jedem Kontakt mit dem Gerstenkorn die Hände waschen. Was können Sie sonst noch tun?

Kamille hilft bei Gerstenkorn.
Kamille hilft bei Gerstenkorn.

Was Sie benötigen:

  • Augentrost
  • sauberes Leinentuch
  • Kamille
  • Apfelessig
  • Wattestäbchen
  • Heilerde
  • Rotlicht
  • Augenarzt

Was Sie bei Gerstenkorn tun können

  • Augentrost ist ein altes und bewährtes Hausmittel bei Augenproblemen wie dem Gerstenkorn. Bereiten Sie einen Augentrosttee aus 2 Teelöffeln Augentrost und einer Tasse kochendem Wasser. Dann tränken Sie ein Tuch, am besten aus Leinen, mit dem lauwarmen Augentrosttee, drücken das Tuch leicht aus und legen es sich aufs Auge. Sie können den Augentrost bis zu einer halben Stunde wirken lassen und die Auflage auch mehrmals täglich wiederholen.
  • Kamillenblüten wirken entzündungshemmend und helfen deshalb ebenfalls gut gegen Gerstenkorn. Sie können Kamille ganz genauso wie den Augentrost verwenden.
  • Auch Rotlicht hilft sehr gut bei Gerstenkorn. Bestrahlen Sie Ihr Auge mit dem Gerstenkorn mehrmals täglich bis zu 15 Minuten lang mit der Infrarotlampe.
  • Ein altes Hausmittel ist auch das Betupfen des Gerstenkorns mit Apfelessig. Besorgen Sie sich naturreinen Apfelessig und feuchten Sie ein Wattestäbchen damit an. Mit dem Wattestäbchen betupfen Sie dann mehrmals täglich vorsichtig das Gerstenkorn. Achten Sie darauf, keinen Essig ins Auge zu bekommen.
  • Eine Auflage mit Heilerde wird bei Gerstenkorn ebenfalls sehr empfohlen. Besorgen Sie sich Heilerde für die äußere Anwendung und vermischen Sie einen Esslöffel Heilerde mit Augentrosttee oder Kamillentee zu einem dünnen Brei. Bestreichen Sie ein Tuch dünn mit dem Heilerdebrei und legen Sie es auf Ihr Auge. Wenn Sie das Tuch nach der Anwendung wieder entfernen, spülen Sie gründlich mit klarem Wasser nach und achten Sie darauf, dass keine Heilerde ins Auge gelangt.
  • Ein altes Hausmittel bei Gerstenkorn ist auch die Kartoffelpackung. Pürieren Sie eine frisch gekochte, noch heiße Kartoffel, vermischen Sie ein rohes Ei mit dem Kartoffelpüree und legen Sie dann die Kartoffelmasse auf das Gerstenkorn. Sie können die Kartoffelmasse einwirken lassen, bis sie trocken wird. Dann wieder gründlich nachspülen.

Was ist ein Gerstenkorn?

In der Regel ist ein Gerstenkorn harmlos. Manchmal kann es schmerzen. Gerstenkörner sind druckempfindliche Entzündungen der Drüsen in den Augenlidern, sind vereitert und meist schmerzhaft.

  • Staphylokokken sind meist die Verursacher dieser Eiterbakterien. Wichtig ist, dass Sie nicht an dem "Pickel" herumnesteln. Lassen Sie das Gerstenkorn reifen. Das Augenlid wird anschwellen und nach einigen Tagen bildet sich ein gelblicher Eiterherd. Jetzt beginnt die Reifung des Gerstenkorns.
  • Sie können in diesem Moment etwas tun: Finger weg und reifen lassen. In etwa einer Woche ist das Korn gereift und platzt. Nun fließt der Eiter ab und der Heilungsprozess kann starten.
  • Wenn das Gerstenkorn immer noch schmerzen sollte, kann es auch sein, dass es gar keins ist. Dann kann es sich auch um ein Hagelkorn handeln. Wenn dem so ist, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen.
  • Wenn die Heilung beginnt, wird das Gerstenkorn schmerzen, jucken oder sogar brennen. Es bleibt aber nur dann harmlos, wenn Sie nicht dran gehen. Das kann böse enden. Die Eiterbakterien können in die Blutbahn gelangen und so ins Schädelinnere getragen werden. So kann es zu einer eitrigen Hirnhautentzündung kommen.
  • Der Einzige, der jetzt etwas tun kann, wenn es zu sehr schmerzt und Sie nicht auf den Heilungsprozess warten möchten, ist der Augenarzt. Er kann Ihnen eine Augensalbe verschreiben, die desinfiziert und die Schwellung und die Schmerzen lindert.
  • Wenn Sie tatsächlich die Finger vom Auge lassen, ist die Prognose gut. Die Gerstenkörner neigen allerdings dazu, wiederzukommen.

Gerstenkörner treten auch häufig mit Akne oder Diabetes auf. Wenn Sie beispielsweise Diabetiker sind, sollten Sie den Augenarzt auf jeden Fall aufsuchen. Wenn Sie große Schmerzen haben, kann der Augenarzt auch durch einen kleinen Einstich etwas nachhelfen. Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt auch über die Ursache. Meist ist es ein Hinweis auf ein schwaches Immunsystem.

Weitere Autorin: Iris Gödecker

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