Die Situation, dass Sie Marienkäfer bei sich finden und nicht wissen, womit Sie sie füttern könnten, stellt sich also in der warmen Jahreszeit ohnehin nicht - haben Sie einen oder mehrere der kleinen gepunkteten Käfer im Zimmer, öffnen Sie einfach das Fenster und lassen sie ins Freie - dort finden sie dann schon ihre gedeckte Tafel.

Ob Marienkäfer im Winter etwas essen müssen

  • Ein wenig anders ist das natürlich im Winter. Vielleicht haben Sie ja auch schon einmal einen Marienkäfer im Winter gefunden und sich gefragt, was Sie mit ihm machen sollen, ob er etwas zu essen braucht, und wenn ja, was. Ganz klar: Er braucht nichts zu essen, jedenfalls dann nicht, wenn Sie ihm helfen Marienkäfer gerecht zu überwintern.
  • Normalerweise nämlich verbringen Marienkäfer den Winter in einer Art Winterstarre in mehr oder weniger großen Gruppen und müssen in dieser Zeit auch nichts essen. Wenn Ihnen einer also krabbelnd begegnet, ist seine Umgebungstemperatur zu hoch. Dann verbraucht er zu viel Energiereserven, um es bis zum Ende des Winters zu schaffen. Sie sollten ihm also unbedingt schnell niedrigere Temperaturen anbieten.
  • Dies heißt allerdings nicht, dass Sie ihn draußen dem Winterfrost aussetzen können. Das überlebt er nicht, wenn er gerade aktiv ist. Besser ist, zum Beispiel ein Karton mit Löchern, der an einem kühlen, aber frostarmen und ruhigen Ort aufgestellt werden sollte - immer aber auch mit Fluchtmöglichkeit nach draußen (offener Schuppen ohne Heizung etc.), sodass er nach draußen gelangen kann, wenn der Frühling einsetzt.
  • Genauso können Sie es übrigens machen, wenn Sie eine ganze Gruppe überwinternder Marienkäfer irgendwo finden, wo sie stören (zum Beispiel in Kästen von Rollläden). Stören sie dort nicht, dann lassen Sie sie einfach in Ruhe, im Frühjahr verlassen die Marienkäfer diesen Ort ohnehin wieder.
  • Auch wenn Sie in Ihrem Garten den Nützlingen ein sogenanntes Insektenhotel angeboten haben, um sie zwecks Blattlausbekämpfung anzusiedeln, müssen Sie sich während des Winters weder um die Marienkäfer noch um deren Essen kümmern.

Wirklich füttern müssen Sie Marienkäfer eigentlich nur in einem Fall: Wenn Sie Larven gekauft haben - entweder zum Ansiedeln im Garten, oder um ganz nahe zu erleben, oder Ihren Kindern zu zeigen, wie solch ein hübscher Käfer sich entwickelt. Dann haben Sie vermutlich ein komplettes Aufzucht-Set erworben, und das beinhaltet dann natürlich auch Marienkäfer-Futter, nämlich sterilisierte Mehlmotteneier. Guten Appetit, Pünktchen.