Was der Begriff "Plugin" eigentlich bedeutet

Der Begriff "Plugin" oder auch "Plug-in" kommt von dem englischen Verb to plug in, was so viel wie "einstöpseln" oder "anschließen" bedeutet. Am besten übersetzt man ihn jedoch mit dem Wort Erweiterungsmodul.

  • Der Name von Plugins geht darauf zurück, dass diese quasi in eine eigentlich vollständige Software eingebunden oder eben "eingestöpselt" wird, um deren Funktionsumfang auf bestimmte Weise zu erweitern.
  • Signifikant ist dabei, dass derartige Module eigentlich nicht Teil der verwendeten Software sind, sondern vielmehr eine eigenständige Software darstellen, die in der Regel von jemand anderem als dem Hersteller programmiert werden. 
  • Die Hersteller einer gegebenen Software richten allerdings oft von vornherein bestimmte Schnittstellen für diese Module ein. Dies erleichtert es Dritten wesentlich, ein Plugin für diese Software zu programmieren. 

Ein Dampfgareinsatz ist ein guter Vergleich für Erweiterungsmodule

Für den Laien ist die Funktionsweise eines Erweiterungsmoduls nur schwer nachvollziehbar. Da helfen ein anschaulicher Vergleich aus dem Bereich der Küchengeräte sowie einige Beispiele.

  • Ein Plugin lässt sich mit einem Dampfgareinsatz für Kochtöpfe vergleichen: Indem Sie einen solchen Gareinsatz in Ihren Kochtopf einsetzen, können Sie diesen um die Funktion des Dampfgarens erweitern. Der Kochtopf entspricht dann der verwendeten Software und der Einsatz dem Erweiterungsmodul.
  • Beispiele für derartige Erweiterungsmodule, die Sie bestimmt schon selbst verwendet haben, sind das Java-Plugin sowie der Flash Player, die in den Webbrowser eingebunden werden, um zum Beispiel Videos auf YouTube wiedergeben zu können. 
  • Je nachdem, für welche Art von Software die Module ausgelegt sind, lässt sich zwischen Browser-, Server-, Grafik- und Audio-Plugins unterscheiden. Das Funktionsprinzip ist jedoch immer das Gleiche.