Alle Kategorien
Suche

Was bedeutet "unfrei versenden"?

In der Regel ist den meisten Menschen bekannt, was "freimachen" im Zusammenhang mit einer postalischen Sendung, wie einem Brief oder einem Päckchen, bedeutet, nämlich das Aufbringen von Postwertzeichen, damit es befördert wird. Doch was bedeutet "unfrei versenden"?

Ein Päckchen unfrei zu versenden, kostet Sie nichts.
Ein Päckchen unfrei zu versenden, kostet Sie nichts.

"Unfrei versenden" bedeutet, dass der Empfänger zahlt

Wenn Sie ein Päckchen mit der Post oder einem anderen Dienstleistungsunternehmen dieser Art verschicken, müssen Sie es in der Regel vorher freimachen. Da diese Art der Serviceleistung traditionell im Voraus bezahlt wird, müssen Sie dafür Postwertzeichen, also zum Beispiel Briefmarken, kaufen, die auf den Umschlag oder das Päckchen geklebt werden. Diese beweisen, dass die für die Beförderung fälligen Portokosten bezahlt wurden.

  • Das Gegenteil von "freimachen“ oder "frankieren" (gleiche Bedeutung, aber mit lateinischem Wortstamm) ist "unfrei versenden", was bedeutet, dass Sie das Beförderungsentgelt nicht bezahlen. Dabei wird das Beförderungsentgelt nicht von Ihnen, also dem Absender, gezahlt, sondern das ausführende Unternehmen erhält das Entgelt erst nach vollbrachter Dienstleistung vom Empfänger.
  • Sie können verschiedene Arten von Sendungen "unfrei versenden". Das bedeutet aber auch, dass Sie sich dabei Gedanken über die Art und Weise machen müssen, damit die Sendung auch angenommen wird und nicht zurückkommt. Einige Dienstleiter, die Päckchen versenden, bieten an, unfrei zu versenden. Dafür gibt es meist ein Formular oder ein spezielles Kärtchen, das Sie ausfüllen müssen. So können Sie ganz regulär ein Päckchen unfrei schicken.
  • Für Privatbriefe ist in Deutschland eigentlich kein unfreier Versand mehr vorgesehen. Die Deutsche Post nimmt deshalb keine solchen Briefe mehr in ihren Filialen an, Sie können aber dennoch unfrei senden, wenn Sie einen Brief ohne Absenderangaben in einen Briefkasten werfen. In diesem Fall wird der Brief befördert und dem Empfänger zugeleitet, wenn dieser bereit ist, das Porto aus eigener Tasche zu zahlen. Dies ist dabei zu bedenken, denn nicht jeder ist bereit, für eine Briefsendung zu zahlen, dessen Absender ihm unbekannt ist.

Der Empfänger sollte immer Bescheid wissen

  • Egal um welche unfreie Sendung es sich handelt, immer ist es der Empfänger, der zahlen muss. Wenn Sie etwas unfrei versenden, sollten Sie sicher sein, dass der Adressat die Sendung auch annimmt. Sind Sie als Absender genannt, kommt das Päckchen bei Annahmeverweigerung zu Ihnen zurück und Sie dürfen finanziell für den gesamten Transport geradestehen.
  • Die Bedingungen und Kosten, die entstehen, wenn Sie etwas unfrei versenden, können je nach Dienstleiter sehr unterschiedlich sein. Es empfiehlt sich daher, im Vorfeld Erkundigungen einzuziehen, ob diese Art von Service überhaupt angeboten wird, wie viel es kostet und welche Modalitäten dabei zu beachten sind.
Teilen: