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VW Golf 6 TSI - Wissenswertes zur Motorentechnik

TSI steht für eine Motorentechnik des Automobilherstellers VW. Seit 2005 werden Motoren dieser Bauart verbaut. Auch der seit 2008 produzierte Golf 6 besitzt einen weiter modernisierten Ottomotor, der anstelle eines Zahnriemens über eine Steuerkette sowie eine volumenstromgeregelte Ölpumpe verfügt.

Dank TSI-Motortechnik nicht mehr so oft schalten
Dank TSI-Motortechnik nicht mehr so oft schalten © Petra_Bork / Pixelio

Volkswagen setzt bei der Motorisierung seiner Fahrzeuge bereits seit einigen Jahren auf TSI (Benziner) und TDI (Diesel). Die bisher mit den kleinen Motoren gemachten Erfahrungen sind durchaus positiv.

TSI Motorentechnik - Turboaufladung oder Kompressorbeatmung

  • Die Markenbezeichnung TSI steht für eine Motorentechnik, bei der das Ziel verfolgt wird, mittels Turboaufladung oder Kompressorbeatmung eine höchstmögliche Leistung herauszuholen. 
  • Der Vorteil des geringeren Verbrauches eines kleinen Hubraums wird mit Leistung und Drehmoment eines großen verbunden. Ein direkt einspritzender Benzinmotor (Ottomotor) wird mit zwei verschiedenen Ladern oder mit lediglich einem Abgasturbolader aufgeladen. 
  • TSI kam im Jahr 2005 als Erstes als doppelt aufgeladener 1,4-Liter-Motor zum Einsatz. Seit Modelljahr 2008 (beispielsweise beim VW Golf 6) werden vor allem turbogeladene Motoren mit Benzindirekteinspritzung eingebaut. Die neue Grundmotorkonstruktion setzt zudem auf eine Steuerkette und eine volumenstromgeregelte Ölpumpe.

Motorisierungsvarianten benzingetriebener VW Golf 6 

  • Die Modellvarianten beim VW Golf 6 umfassen neben den 1.4 (80 PS) und 1.6 (102 PS) mit klassischen Saugmotoren vor allem Turboladerfahrzeuge von 85 (1.2) bis 210 PS (2.0). 
  • Auch wenn Saugmotoren technisch nicht so kompliziert gebaut sind, benötigen die Turbolader viel geringere Drehzahlen. Im unteren Drehzahlbereich steht bereits viel Drehmoment zur Verfügung.
  • Wer mehr Wert auf Höchstgeschwindigkeit legt, wählt seinen Golf mit entsprechend hoher PS-Zahl. Eine hohe Leistung hat natürlich einen gewissen Benzinverbrauch zur Folge. Je nach Modell sind das 7 bis 10 Liter auf 100 Kilometer. 
  • Die Haltbarkeit von TSI-Motoren liegt bei wenigstens 250.000 Kilometer. Ein Problem der Motoren sind etwaige hohe Folgekosten bei einem Defekt. Der lässt sich notfalls mit entsprechendem (teurem) Wartungsaufwand und einer angemessenen Fahrweise vermeiden.

VW hat Probleme mit der Haltbarkeit der 1,4-Liter-TSI-Motoren (Baujahr 2006/2007) eingeräumt, diese jedoch als Einzelfälle bezeichnet. Bei einigen Modellen der Serie VW Golf 6  sowie beim Touran und Tiguan verschleißen die Steuerkette, Kettenspanner und Nockenwellensteller zu schnell. Die Folge kann ein schwerwiegender und auch teurer Motorschaden sein.

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