Was Sie benötigen:
  • Beckenbodentraining
  • Schließmuskeltraining
  • Aufsuchen eines Urologen

Urin tröpfelt nach - was tun?

  • Ein häufig auftretendes Übel: Der Urin tropft, wenn Sie husten oder springen oder einfach so, wenn Sie auf der Toilette waren, dann tropft es immer noch minutenlang nach dem Toilettengang nach. Aber Sie sind nicht allein und man kann häufig auch etwas dagegen tun. Wichtig ist, dass Sie erkennen, wieso der Urin bei Ihnen nachtropft.
  • Männer haben eine etwas längere Harnröhre als Frauen und auch noch eine kleine Biegung an der Peniswurzel, hinter der sich kleine Urinmengen nach dem Pinkeln sammeln und nicht in die Blase zurücklaufen. So ist es beim Mann völlig normal, wenn trotz Ausschütteln des Penis immer noch ein paar Tropfen in der Unterhose zu finden sind. Auffällig wird es, wenn Sie als Mann immer noch minutenlang nachtropfen oder sogar richtig einnässen. Dahinter könnte ein Problem mit der Harnröhre oder der Prostata stecken. Gehen Sie in diesem Fall zu einem Urologen, der Ihren kleinen Freund mal richtig unter die Lupe nimmt. Wie gesagt, schämen müssen Sie sich nicht, da dieses Problem sogar sehr viele Männer haben.
  • Bei Männern liegt der Schließmuskel für die Harnröhre ca. 8 Zentimeter von der Penisspitze entfernt und genau hier auf ganzer Länge sammeln sich die Urintropfen. Aufgepasst: Wenn Sie Ihre Harnröhre nach dem Pinkeln mit dem Finger an der Unterseite eindrücken und bis zur Penisspitze entlanggleiten, verhindern Sie etwa 30 Prozent des Urinaustrittes in die Unterhose.
  • Eine Inkontinenz beschreibt den Umstand, dass Sie nicht willentlich in der Lage sind, Ihren Urin richtig zurückzuhalten. Man kennt hier Harn- und Stuhlinkontinenz. Je nach Art Ihrer Harninkontinenz können Sie einige davon mit einem konsequenten Beckenbodentraining beheben. Aber beispielsweise eine Blaseninkontinenz, wie sie oft bei einem älteren Menschen zu finden ist, kann nicht mehr behoben werden, da der Blasenschließmuskel immer mehr und mehr geschwächt wird.
  • Eine Harninkontinenz tritt überwiegend bei Frauen auf, das Verhältnis ist 2:1, zudem kann sie unterschiedlich schwer ausgeprägt sein. So verliert der eine nur ein paar Tropfen, während der andere eine größere Menge an Urin (Urea) verliert.
  • Man unterscheidet heute fünf verschiedene Arten von Harninkontinenz: 1. Die Reflexinkontinenz: Hier sind die Nervenenden geschädigt, es wird reflexartig eine kleine Menge Urin ausgeschieden. 2. Die Stressinkontinenz: Diese ist sehr häufig und findet bei Belastungen wie Husten, Hochheben von Gegenständen oder Hüpfen statt. Hier ist der Beckenboden zu schwach, um bei Belastung durch den Druck auf das Innere der Bauchhöhle Ihre Harnröhre richtig zu verschließen. 3. Überlaufinkontinenz: Diese entsteht, wenn der Druck der Blase sehr groß wird und die Harnröhre durch bestimmte Ursachen verengt ist, beispielsweise durch eine Vergrößerung der Prostata. Die Blase läuft durch den hohen Druck buchstäblich über. 4. Dranginkontinenz: Hier liegt ein häufig plötzlich einsetzender Harndrang vor, der nicht aufgehalten werden kann. Zudem ist oft eine übermäßige Blasenaktivität schuld. Auch Tumore, Nervenstörungen, Entzündungen und Stenosen (Einengungen), aber auch eine Schrumpfblase könnten verantwortlich sein. 5. Mischinkontinenz: Dies ist eine Mischung aus der Stress- und Dranginkontinenz.

Urea im Höschen - Abhilfe schaffen

  • Wenn Sie an einer Stressinkontinenz leiden, ist es Ihnen unbedingt anzuraten, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu trainieren. Kurse dafür gibt es oft auch an Volkshochschulen. Zu Hause machen Sie während des Pinkelns folgendes Schließmuskeltraining: Unterbrechen Sie bei jedem Pinkelgang mindestens dreimal den Urinabgang. Stoppen - laufen lassen - stoppen und das dreimal. Aber nicht immer können so die Ursachen ausgeschaltet werden. Einige der Ursachen der Stressinkontinenz sind ja körperliche schwere Belastung im Beruf oder chronischer Husten, aber auch Übergewicht. Um erfolgreich eine Stressinkontinenz zu bekämpfen, sollten zuerst auch diese Ursachen ausgeschaltet werden.
  • Leiden Sie an einer festgestellten Schrumpfblase (Dranginkontinenz), weil Sie zu wenig trinken, müssen Sie langsam Ihr Trinkvolumen steigern, bis Ihre Blase wieder ein normales Fassungsvolumen von 500 ml aufweist. Bei allen anderen Ursachen in diesem Bereich kann nur der Urologe helfen. Bei einer Dranginkontinenz könnten auch Entspannungsübungen hilfreich sein und geregeltes Wasserlassen nach der Uhr.
  • Bei einer Überlaufinkontinenz, einer Reflexinkontinenz, der Dranginkontinenz und der Mischinkontinenz müssen Sie auf jeden Fall vorsorglich einen Urologen aufsuchen, der die Ursache dafür abklärt.
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