CET: Die Zeitzone in Mitteleuropa

Die Abkürzung "CET" steht für die englische Bezeichnung "Central European Time", die in Deutschland besser als die "Mitteleuropäische Zeit" (MEZ) bekannt ist.

  • Die Mitteleuropäische Zeit ist für viele Länder Europas die standardisierte und allgemein gültige Uhrzeit. Zu diesen Ländern gehören unter anderem Deutschland, Italien, die Schweiz, Österreich, Frankreich und Spanien. 
  • Die MEZ entspricht dem Längengrad 15° Ost, also dem 15. Meridian, auf dem unter anderem die ostsächsische Stadt Görlitz liegt. 
  • Die Mitteleuropäische Zeit besitzt eine Differenz von einer Stunde zur sogenannten koordinierten Weltzeit "UTC" ("Coordinated Universal Time"). Die Mitteleuropäische Zeit geht dabei eine Stunde vor, weshalb für CET auch die Abkürzung UTC+1 verwendet wird.

Die Uhrzeit im Sommer

In der Mitteleuropäischen Zeitzone gibt es die Besonderheit, dass im Sommer die Uhren um eine Stunde nach vorne gedreht werden, weshalb auch die Bezeichnung "CET" angepasst werden muss. 

  • In Deutschland wird diese einfach als Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) bezeichnet, während sie im britisch-englischen Raum "Central European Summer Time" (CEST) bzw. im amerikanischen Sprachraum "Central European Daylight Saving Time" (CEDT) lautet. 
  • Die MESZ liegt anders als die MEZ auf dem Längengrad 30° Ost, auf welchem sich unter anderem die russische Stadt Sankt Petersburg befindet. 
  • Aufgrund der zusätzlichen Abweichung der Uhrzeit von einer weiteren Stunde wird die Mitteleuropäische Sommerzeit auch als UTC+2 angegeben. 
  • Sie beginnt jedes Jahr am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Dabei wird jeweils zwischen 2 und 3 Uhr die Zeit umgestellt: Zur Sommerzeit von 2 auf 3 Uhr und zur Winter- bzw. Normalzeit von 3 auf 2 Uhr.  
  • Zum ersten Mal wurde die Zeit während des Ersten Weltkriegs am 30. April 1916 im damaligen Deutschen Reich angewandt und 1975 offiziell innerhalb der Europäischen Gemeinschaft eingeführt. Sinn und Zweck der Zeitumstellung war es, mehr Sonnenlicht am Tag zu haben und somit Strom zu sparen. Deshalb nannte man die Sommerzeit zu Beginn auch "Daylight Saving Time", was so viel wie "Zeit zum Sparen von Tageslicht" bedeutet.