Wieviel Sie persönlich von der Sommerzeit halten, sei dahingestellt. Die Zeitumstellung ist in §5 des Einheiten- und Zeitgesetzes festgelegt. Sie müssen also leider mitmachen, egal, ob Sie dafür oder dagegen sind.

Die Zeitumstellung erfolgt immer zum gleichen Termin

  • Am letzten Sonntag im März eines jeden Jahres ist es so weit. Nachts um 2 Uhr werden die Uhren um 60 Minuten vorgestellt und die sogenannte Sommerzeit beginnt. Dabei wird Ihnen quasi 1 Stunde geklaut.
  • Wenn Sie also am Samstagabend ins Bett gehen, ohne Ihre persönlichen Uhren umzustellen, zeigen diese noch die Winterzeit an. Das bedeutet, dass auch dann, wenn Sie am Sonntagmorgen 10 Uhr auf Ihrem Wecker sehen, es - durch die Umstellung der Zeit - bereits 11 Uhr ist.
  • Das Gleiche passiert umgekehrt am letzten Sonntag im Oktober, denn dann werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhren wieder um 60 Minuten zurückgestellt. Das passiert um 3 Uhr nachts und bedeutet, dass es die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr quasi zweimal gibt und Sie das Gefühl haben, Sie bekommen eine Stunde geschenkt.
  • Dem ist natürlich nicht so, denn während der letzte Sonntag im Oktober zwar 25 Stunden bemisst, waren es am Tag der Zeitumstellung im März lediglich 23 Stunden; der Tag war also kürzer. So subjektiv Sie diese "geklauten" oder "geschenkten" Minuten also empfinden, bleibt die Zeitspanne über das Jahr gerechnet gleich.

Kürzere oder längere Tage - 60 Minuten können die Sinne verwirren

  • Nach der Zeitumstellung im März haben Sie vielleicht das Gefühl, dass die Tage länger sind, weil es plötzlich fast bis 20 Uhr hell ist. Nach der Umstellung im Oktober hingegen scheint es so, dass die Tage schlagartig kürzer werden.
  • Das liegt daran, wann tatsächlich Tageslicht herrscht, denn egal, was die Uhr zeigt, Sonnenauf- und Untergänge werden schließlich nicht davon beeinflusst.
  • Während des Sommers ist es länger hell, weil die Sonne früher auf- und später untergeht. Wenn Sie nun also den Eindruck haben, dass es im Hochsommer bis etwa 22:30 Uhr hell ist, müssen Sie dabei bedenken, dass es ja eigentlich der tatsächliche Sonnenstand von 21:30 Uhr ist.
  • Wenn dagegen im Oktober die Uhrzeit auf Winterzeit umgestellt wird, bekommen Sie den Eindruck, dass es plötzlich sehr viel früher dunkel wird. Dabei dürfen Sie jedoch nicht vergessen, dass es sich um die Normalzeit handelt. Denn während der Sommerzeit war es ja nur die Uhr, die eine Stunde später angezeigt hat, als es laut Sonnenstand tatsächlich war.

Wieviele Tage benötigt man zur Umgewöhnung?

  • Wenn Sie direkt nach Beginn der Sommerzeit am Montag früh aus dem Bett müssen, merken Sie aller Wahrscheinlichkeit nach, dass es eigentlich ganze 60 Minuten früher ist als normalerweise. Denn während Ihr Wecker wie immer um 7 Uhr klingelt, ist es nach Ihrem Biorhythmus eigentlich erst 6 Uhr.
  • Wieviel Ihnen diese Zeitumstellung Ende März ausmacht, ist individuell verschieden. Die Anpassung des Biorhythmus kann mehrere Tage oder Wochen dauern. Manche Wissenschaftler sprechen sogar von Monaten, da durch den unnatürlichen Rhythmus das Hormonsystem beeinträchtigt wird. Ob sich diese Schwankungen des Hormonspiegels jedoch bereits negativ auf Ihre Gesundheit auswirken können, ist umstritten.
  • Leiden Sie an Schlafstörungen, sind Sie doppelt gestraft. Denn nicht nur, dass das Aufstehen in den ersten Tagen schwerer fällt, Sie haben außerdem den Eindruck, dass die Nächte kürzer sind.
  • Wenn Sie im Herbst jedoch wieder zur Normalzeit zurückkehren dürfen, passt sich Ihr natürlicher Biorhythmus innerhalb von maximal 2 Wochen wieder an, bis es im kommenden Frühjahr wieder heißt: "Uhren umstellen bitte".