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Teich ohne Folie anlegen - so geht es mit natürlichen Materialien

Ein idyllischer Teich verschönert jeden eigenen Garten. Häufig wird beim Bau des Gewässers eine Folie verwendet, die den Teichboden auskleidet. Wenn Sie jedoch einen reinen Naturteich bauen möchten, sollten Sie natürliche Materialien verwenden, zum Beispiel Lehm; ohne großen Aufwand lässt sich dieser ganz einfach anlegen.

Ein Teich verschönert jeden Garten.
Ein Teich verschönert jeden Garten. © Rainer_Sturm / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Lehm
  • Sand
  • Kies
  • Seerosen
  • Hornkraut
  • Froschlöffel
  • Fieberklee
  • Schilf
  • Schutzgitter

So legen Sie einen Teich an

Wenn Sie einen Teich ohne Folie bauen möchten, sollten Sie bestimmte Schritte bei der Planung berücksichtigen:

  1. Falls Sie Ihren Teich mit Lehm abdichten möchten, müssen Sie zu der zusätzlichen Tiefe der Anlage etwa 5 0cm zusätzlich einkalkulieren.
  2. Vor dem eigentlichen Teichbau sollten Sie zunächst einen geeigneten Standort für den Teich aussuchen. Besonders geeignet sind Plätze, die morgens und abends besonnt werden und mittags einige kleine Schattenpartien bieten. Wählen Sie bevorzugt einen flachen Standort aus.
  3. Legen Sie anschließend die Teichform fest. Berücksichtigen Sie hierbei, dass der Teich mithilfe einer Uferzone in die übrige Vegetation des Gartens übergehen sollte. Außerdem muss eine Flachwasserzone von etwa 20 cm eingeplant werden, damit Tiere aus dem Wasser klettern können. Hingegen sollte die Tiefenwasserzone 40 cm nicht unterschreiten, damit Tiere dort problemlos überwintern können.
  4. Nach dem Aushub folgt der eigentliche Teichbau. Jetzt können Sie den Teich mit natürlichen Materialien, zum Beispiel Lehm, abdichten.
  5. Wasser übt eine beruhigende und zugleich faszinierende Wirkung aus. Viele lieben daher …

  6. Anschließend werden Buchten gebildet; füllen Sie zu diesem Zweck einen Teil der Erde, Sand und Kies in den Teich. Danach kann der Teich mit Wasser gefüllt werden.
  7. Bepflanzen Sie den Teich artgemäß mit einheimischen Pflanzen. Für die Tiefenwasserzone eignen sich Seerosen oder Hornkraut, im Flachwasser gedeihen Froschlöffel und Fieberklee und die Uferregion bietet Platz für Schilfarten.

Teich ohne Folie abdichten - so funktioniert Lehmdichtung

Ein wichtiger Schritt beim Teichbau stellt das Abdichten der Grube dar, die ganz ohne Folie gelingt.

  1. Besonders wichtig ist die genaue Inspektion der vorhandenen Gartenerde; ist diese nur leicht lehmhaltig, muss beim Abdichten des Teiches zusätzlich Lehm verwendet werden.
  2. Anschließend sollten Sie am Teichgrund ein Schutzgitter anbringen, damit Mäuse die Erde nicht untergraben können.
  3. Tragen Sie dann eine Lehmschicht auf, die etwa 50 cm dick sein sollte.
  4. Hierfür wird der Lehm mehrschichtig aufgetragen; zwischendurch wird dieser genässt und dann eingestampft.
  5. Der Lehm darf jetzt nicht mehr trocknen, da die Schichten leicht rissig werden.
  6. Je nach Zonengebiet muss der Lehm unterschiedlich dick aufgetragen werden.
  7. Im Uferbereich beträgt die Lehmschicht optimalerweise 60 cm, weil hier die Gefahr des Austrocknens sehr hoch ist.
  8. Ganz am Rand wird die Lehmschicht bis zu Teichoberfläche gezogen. Planen Sie für diese Zone etwa 30 cm rundherum ein.

Aufgrund des natürlichen Materials bietet der Teich eine hervorragende Lebensgrundlage für viele Tierarten; das Ökosystem wird nicht durch diverse Chemikalien geschädigt. Bedenken Sie jedoch, dass die Zeit des Teichbaus mithilfe von Lehm mehr Zeit in Anspruch nimmt als bei einem Folienteich. Außerdem müssen Sie sehr genau arbeiten und die Lehmschicht sehr dicht setzen, damit keine Risse entstehen. Wenn Sie jedoch exakt arbeiten, werden Sie am Schluss feststellen, dass sich die Mühen auf jeden Fall gelohnt haben. Viel Spaß beim Teichbau!

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