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Südamerikanische Barsche - Hinweise

Südamerikanische Buntbarsche gehören zu den interessantesten Zierfischen und sind dementsprechend beliebt. Doch wer sich für Cichliden entscheidet, sollte sich vorher genau über die Ansprüche seiner gewünschten Art informieren, denn diese variieren bei den rund 400 Arten erheblich.

Buntbarsche zeigen ein interessantes Brutverhalten.
Buntbarsche zeigen ein interessantes Brutverhalten.

Was Sie benötigen:

  • Wissen über die Ansprüche der zu haltenden Art
  • geräumiges Aquarium
  • abwechslungsreiches Futter

Sie können südamerikanische Buntbarsche kaufen, die nur wenige Zentimeter klein bleiben, und solche, die eine Länge von 40 Zentimetern erreichen. Einige Arten fühlen sich bei 18 Grad Wassertemperatur wohl, andere lieben es wärmer und brauchen bis zu 30 Grad im Becken. Auch das bevorzugte Futter der Arten ist sehr verschieden. Somit ist es nicht möglich, für Barsche aus Südamerika allgemeingültige Regeln für den Aquarianer aufzustellen.

Buntbarsche sind besondere Zierfische

  • Die meisten im Aquarium gepflegten Barsche gehören zu den Buntbarschen (Cichlidae), deren Heimat entweder Afrika oder Südamerika ist. Einige wenige Arten stammen aus Asien. Die Zierfische sind aufgrund ihres Brutverhaltens sehr interessant, denn sie betreiben eine aktive Brutpflege.
  • Unterschieden wird hier in drei Varianten. Manche Arten heften bis zu 1000 Eier an einen glatten Stein oder unter große Blätter und bewachen sowohl das Gelege als später auch den frei schwimmenden Schwarm. Andere benötigen zur Eiablage eine Höhle, in der das Gelege versteckt und bewacht wird. Am faszinierendsten sind vielleicht die Maulbrüter, die, wie der Name verrät, ihre Eier im Maul tragen und nach dem Schlüpfen in den ersten Tagen ihrem winzigen Nachwuchs Schutz im Maul bieten.
  • Der Unterschied zwischen den Buntbarschen aus Südamerika beziehungsweise Afrika liegt hauptsächlich in der Qualität des Wassers, das sie bevorzugen. Südamerikanische Barsche lieben leicht saures und vor allem weiches Wasser. Ihre afrikanischen Verwandten vertragen etwas härteres Wasser, das auch leicht alkalisch sein darf.
  • Inzwischen können Sie im Handel viele Buntbarsche aus Nachzuchten erwerben. Diese haben sich über Generationen hinweg an hiesige Bedingungen angepasst. Das bedeutet, dass Sie nachfragen sollten, welche Wasserbedingungen Ihre Favoriten benötigen. So kann es sein, dass Arten, die laut Fachbuch nur mit weichem Wasser zurechtkommen, inzwischen auch ein etwas härteres vertragen.
  • Ebenso verhält es sich mit dem Futter für die Tiere. Die meisten Buntbarsche sind Fleischfresser. Trotzdem nehmen sie auch Trocken- oder Frostfutter an. Ausschließlich damit sollten Ihre Fische jedoch nicht leben müssen. Gerne wird Lebendfutter genommen. Das können Wasserflöhe, Tubifex, Mückenlarven oder anderes sein.

Die südamerikanischen Vertreter sind sehr verschieden

  • Je nach Größe der gewünschten Art benötigen Sie ein Aquarium zwischen 80 und 500 Litern Fassungsvermögen. Fast alle Buntbarsche lieben Versteckmöglichkeiten, also Höhlen aus Holz oder Steinen, und eine Bepflanzung, die ihnen die Abgrenzung eines Reviers ermöglicht. Die Paare verteidigen ihr Revier je nach Art verschieden aggressiv.
  • Eine friedliche und beliebte Art ist der bis zu sieben Zentimeter große Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus ramirezi). Auch diese Art bildet Reviere, ist aber trotzdem für die Vergesellschaftung mit anderen Zierfischen geeignet, vorausgesetzt, das Becken ist nicht zu klein und Sie bieten Höhlen, Wurzeln und eine abwechslungsreiche Bepflanzung an. Selbst die Zucht gelingt bereits Anfängern, wenn das Wasser weich ist mit einen pH-Wert zwischen sechs und sieben.
  • Ganz andere Voraussetzungen brauchen Sie für Pfauenaugen-Buntbarsche, zum Beispiel den Oscar „Roten Tiger“ (Astronotus ocellatus), der bis zu 40 Zentimeter groß wird. Das Aquarium darf nicht kleiner als 1,50 Meter sein. Die Fische fressen alles, was von der Größe her passt, sodass die Haltung nur im Artenaquarium möglich ist. Jeder kleine Zierfisch würde Opfer der großen Räuber werden. Dennoch sind diese Buntbarsche beliebte Zierfische für Liebhaber, denn sie entwickeln eine gewisse Zutraulichkeit zu ihrem Halter.

Schon diese zwei Beispiele zeigen, wie verschieden die Arten sind. Einige Buntbarsche benötigen gar keine Bepflanzung, dafür aber steinige Höhlen und Wurzeln. Manche wühlen gerne im Bodengrund, einige lassen die Pflanzen in Ruhe, andere fressen diese gerne an. Viele der südamerikanischen Buntbarsche sind als Anfängerfische nicht zu empfehlen. Wer sich sein erstes Aquarium einrichtet, sollte zunächst mit pflegeleichten Arten beginnen. Aquarianer, die ihr Hobby mit Leidenschaft ausfüllen, entwickeln dafür schnell den Wunsch, einmal ein Paar der interessanten Zierfische aus Südamerika oder auch Afrika zu pflegen.

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