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Kampffische - Haltung

Kampffische gehören durch ihre Farbenpracht zu den beliebtesten Zierfischen im Aquarium. Es heißt, sie seinen in der Haltung unkompliziert und für Anfänger geeignet. Das ist sicher nur mit Einschränkung richtig, denn die Fische zeigen einige Besonderheiten.

Kampffisch in voller Pracht
Kampffisch in voller Pracht

Was Sie benötigen:

  • eines oder mehrere kleine Aquarien
  • technische Ausrüstung für diese
  • dichte Bepflanzung in den Becken
  • verschiedenes Futter (Lebend-, Frost- und Trockenfutter)
  • zur Zucht spezielles Wissen und zusätzliche Behälter

Bei Kampffischen präsentieren sich die Männchen besonders prachtvoll, wenn sie ihr Revier gegenüber einem Rivalen verteidigen. Das bedeutet für die Tiere jedoch Stress, was deren Lebensdauer erheblich verkürzen kann.

Kampffische verdienen ihren Namen

  • Aquarianer unterscheiden bei den Kampffischen (Betta splendens) zwischen Wild- und Zuchtformen. Es sind Zierfische mit einem ausgeprägten Revierverhalten. Das bedeutet, dass sie dieses gegen Eindringlinge stark verteidigen. Dabei wird die Aggressivität in Thailand seit Jahrzehnten bis heute besonders heraus gezüchtet. Dort finden immer noch Show-Kämpfe statt. Die Zuchtformen gelten also allgemein als noch kampffreudiger als deren wilde Verwandten.
  • Für die Haltung der Tiere bedeutet dieses Verhalten, dass Sie die Fische besser einzeln pflegen. Natürlich benötigen Sie zur Zucht ein Pärchen. Sie können ein solches auch gemeinsam in ein Becken setzen, wobei oft zwei Weibchen und ein Männchen empfohlen werden. Nach der Paarung ist es aber besser, die Tiere wieder zu trennen.
  • Auch wenn Sie über ein geräumiges Aquarium verfügen, so bedeutet dies nicht automatisch, dass es für Kampffische geeignet ist. In großen Becken ist es zwar leichter möglich, dass die Fische ein Revier bilden, dennoch würde die gleichzeitige Haltung von zwei Männchen diese in ständigen Stress versetzen.
  • Kampffische sind nicht nur gegen eigene Artgenossen aggressiv, sondern generell in einem eigens für sie eingerichteten Becken artgerechter aufgehoben als im Gesellschaftsbecken. Zierfische, die selbst revierbildend sind, wie zahlreiche Barsche oder solche, die mit Schleierflossen als Konkurrent betrachtet werden, wie Guppys, sind ungeeignete Partner. Kleine Arten werden von den räuberischen Kampffischen gefressen. Manche Schwarmfische wie Schmerlen und Salmler dagegen zupfen gerne an den Schleierflossen der Betta. Ob diese also als geeignete Anfängerfische gelten können, ist sicher umstritten.

Haltung der prachtvollen Fischarten

  • Wenn Sie tatsächlich nur ein einzelnes Tier oder ein Pärchen halten möchten, dann ist dieses in Bezug auf die Wasserqualität nicht sehr anspruchsvoll. Die Arten gehören zu den Labyrinthfischen. Mit einem speziellen Organ sind sie in der Lage, Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen. Ein Kampffisch kommt also mit einem kleinen 60 Liter fassendem Becken gut zurecht.
  • Dieses braucht eine üppige Bepflanzung, damit die Tiere genug Versteckmöglichkeiten haben. Besonders das Weibchen benötigt Ausweichmöglichkeiten, damit es nicht ständig vom Männchen verfolgt wird. Einige Schwimmpflanzen an der Oberfläche sind ebenfalls wichtig. Zwischen deren Wurzeln bauen die Tiere ihr Schaumnest. Die Wasseroberfläche darf aber nie ganz zugewachsen sein. Für den Bodengrund empfiehlt sich Kies, der nicht zu hell sein sollte. Bei den Temperaturen mögen es die prachtvollen Zierfische lieber etwas wärmer. Ab 24 Grad Celsius sollten im Becken herrschen. 
  • Als Futter nehmen Kampffische sowohl Lebend- als auch Trockenfutter. Wasserflöhe werden immer gerne genommen. Je abwechslungsreicher Sie füttern, desto besser ist es für die Tiere. Eine Ernährung nur mit Futterflocken sollten Sie ablehnen.

Wer nicht nur die Haltung, sondern auch die Zucht anstrebt, sollte sich vorher einige Fragen beantworten. Haben Sie genug einzelne Becken, um die Paare und später den Nachwuchs auseinander setzen zu können? Haben Sie Abnehmer für die Jungtiere? Wollen Sie die zur Zucht notwendigen Bedingungen für Kampffische schaffen? Hier ist es wie bei vielen Heimtieren. Deren Haltung scheint zunächst unkompliziert. Wer dann in die Zucht einsteigen möchte, muss sich noch intensiver mit den Bedürfnissen der Art beschäftigen.

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