Was Sie benötigen:
  • Rohrzange
  • Schraubenzieher (flach, ca. 4mm)
  • Dichtungen
  • evtl. Bohrer

Auseinanderbauen des Spülkastens

  • Zunächst sollten Sie den Spülkasten sorgfältig auseinanderbauen, damit Sie die Ursache für den Defekt finden. Es sind grundsätzlich zwei unterschiedliche Spülkasten-Modelle im Handel. 
  • Beim sogenannten "Unterputzmodell" ist der Spülkasten in der Wand verankert. Zum Auseinanderbauen drücken Sie zunächst die Druckplatte von unten nach oben, um sie danach komplett abzuheben. Mit Hilfe eines Schraubenziehers entfernen Sie nacheinander den äußeren Rahmen und die innere Abdeckung und ziehen dann beide Teile vorsichtig nach vorne weg.
  • Wenn Sie ein Aufputzmodell besitzen, können Sie den Deckel des Spülkastens, der auf dem gesamten Toilettensystem aufliegt, durch kräftiges Hochziehen an beiden Seiten problemlos abheben. Beachten Sie, dass vereinzelte Systeme mit zusätzlichen Befestigungen versehen sind, die Sie beispielsweise durch Aufdrehen lösen können.

Stetig laufendes Wasser

  • Eine häufige Ursache für das permanente Laufen von Wasser stellt der Schwimmer dar, der aufgrund von Verschmutzung oder Verkalkung im System verkeilt werden kann und auf diese Weise das ununterbrochene Laufen des Wassers verursacht. Nach einer gründlichen Reinigung kann das Problem bereits behoben sein. Zu diesem Zweck entfernen Sie den Schwimmer, der meist aus Styropor besteht, zunächst aus dem Spülkasten. Vergessen Sie nicht die Führung, an der sich der Schimmer analog zum Wasserstand nach oben oder unten bewegt! Reinigen Sie die einzelnen Komponenten gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel. Gegebenenfalls müssen Sie zusätzlich einen Entkalker einsetzen.
  • Ein defekter Dichtungsring am Zulaufventil des Spülkastens gehört ebenfalls zu den häufigen Ursachen eines defekten Toilettensystems. Das Zulaufventil finden Sie an der Seite des Spülkastens. Es handelt sich um ein graues oder weißes längliches Plastikteil, das mit einer weißen Kunststoffmutter versehen und mit dem glänzenden Wasserzulauf verbunden ist. Um einen Austausch der Dichtung vornehmen zu können, sollten Sie die einzelnen Komponenten sorgfältig aus dem Spülkasten entfernen. Zu diesem Zweck ist das Verschließen des Eckhahnes notwendig, um störende Wasserspritzer zu vermeiden. Zunächst muss die weiße Kunststoffmutter entfernt werden. Hierfür benutzen Sie am besten eine Rohrzange. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Düse nicht herausfällt! Jetzt können Sie das gesamte Ventil herausheben. Wenn Sie ein Aufputzmodell besitzen, müssen Sie die Konstruktion nur wegheben. Liegt der Defekt bei einem Unterputzmodell vor, sollten Sie die Komponente etwas auf die Seite legen und so lange drehen, bis sich das Ventil vom Schwimmer löst. Nachdem Sie die Düse gereinigt und einen neuen Dichtungsring eingesetzt haben, können Sie die  Einzelteile wieder in den Spülkasten einsetzen.
  • Das Zusammensetzen der einzelnen Komponenten können Sie sich erheblich erleichtern, indem Sie die Bestandteile übersichtlich aufreihen oder Markierungen anbringen. Beim Einsetzen der Konstruktion muss bei Verwendung des Unterputzsystemes darauf geachtet werden, dass der Hebel korrekt in den Mechanismus für den Ablauf eingreift. Die Verwendung eines Schraubenziehers kann auch an dieser Stelle hilfreich sein!    

Versagen der Wasserspülung

  • Ein vollständiges Versagen der Wasserspülung könnte in einer verstopften Zuleitung begründet liegen. Um den Defekt reparieren zu können, müssen Sie das kleine Sieb, das sich in der Zuleitung befindet, reinigen oder entkalken. Wenn die Verschmutzung nicht mehr zu beseitigen ist, sollten Sie ein neues Produkt einsetzen. Geeignete Materialien finden Sie in jedem gut sortierten Baumarkt.
  • Sie sollten beachten, dass die einzelnen Komponenten eines Spülsystems zwischen unterschiedlichen Herstellern geringfügig verschieden sein können in Farbe, Form oder Position innerhalb des Spülkastens. Doch nachdem Sie sich in Ruhe mit dem System Ihrer Toilette vertraut gemacht haben, werden Sie sicher in der Lage sein, kleinere Defekte selbst zu entdecken. Mit ein wenig Geduld können Sie selbst "Hand anlegen" und sich den Anruf beim Installateur sparen!