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Sojalecithin - das sollten Sie bei diesem Zusatzstoff beachten

Bei Sojalecithin handelt es sich um einen Emulgator, der als Verbindung öliger und fettiger Bestandteile mit wasserhaltigen dient, es entsteht eine Öl-Wasser-Emulsion. Außerdem dient es noch als Antioxidationsmittel.

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Sojalecithin ist in vielen Lebensmitteln enthalten.
Sojalecithin ist in vielen Lebensmitteln enthalten.

Wissenswertes über Sojalecithin

  • Sojalecithin wird vorrangig in der industriellen Lebensmittelherstellung verwendet, Sie finden es beispielsweise in Backwaren, Milchprodukten, Salatölen, Backfetten, Margarine oder Schokolade sowie in Fertig- bzw. Instantprodukten. Da Sojalecithin sowohl in kalten als auch in heißen Stoffen gut löslich ist, finden Sie es auch häufig in der Molekularküche. Als Nahrungsergänzungsmittel kommt es in der Diätetik vor. Auch in der Kosmetik und der Medizin wird Soja eingesetzt.
  • Hergestellt werden kann Lecithin aus Sonnenblumen, Sojabohnen oder Eigelb. Mittlerweile wird Lecithin größtenteils aus der Sojapflanze bzw. deren Öl gewonnen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Sojalecithin sind Inositol und Cholin. Zudem beinhaltet es ungesättigte Fettsäuren, Phosphorsäure und Glycolipide.
  • Da Soja leicht anzubauen ist, ist es das billigste Protein. In seiner Wertigkeit ist es dadurch höherwertiger als beispielsweise Roggen, Weizen, Bohnen oder Reis. Der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut ist in Deutschland sowie in der gesamten EU verboten.

Wirkung und Kennzeichnung dieses Stoffes

  • Sojalecithin soll sich positiv auf die Nerven und Ihren gesamten Körper bzw. dessen Vitalität auswirken und allgemein gut verträglich sein. In der Regel gilt der Stoff als unbedenklich und nur selten als allergieauslösend. Vorsicht ist geboten, wenn Sie es bei der Säuglingsnahrung anwenden. Hier gibt es sowohl bei der Anfangs- als auch der Folgenahrung Mengenbeschränkungen.
  • Eine positive Wirkung hat Sojalecithin vor allem auf die Leber, den Fettstoffwechsel, die Galle, den Herz-Kreislauf, das Gehirn, das Cholesterin sowie Magen und Darm und bei Fettembolien. Zudem soll es Ihren Organismus gegen chemische Schadstoffe und vor Schäden durch Medikamenteneinnahme schützen. Nehmen Sie Mengen bis 18 g pro Tag, sollen keine negativen Wirkungen eintreten.
  • Der Stoff gilt zwar nur selten als Allergieauslöser, es kann aber trotz allem zu einer Sojaunverträglichkeit kommen. Liegt bei Ihnen eine solche Unverträglichkeit vor, sollten Sie auf sämtliche Sojaprodukte sowie Sojanebenprodukte komplett verzichten. Eine Allergie gegen Sojaprodukte tritt oft zusammen mit einer Kuhmilchallergie auf. Zudem liegen häufig neben einer Sojaallergie, andere Leguminosenallergien (Hülsenfrüchte, vor allem Bohnen und Erdnuss) vor.
  • Leider gibt es keine einheitliche Kennzeichnung auf den Nahrungsmitteln, sodass für den Laien kaum festzustellen ist, ob sich hinter Begriffen wie pflanzliches Fett, pflanzliches Protein, Pflanzenöl oder Emulgator Lecithin, Sojaprodukte verbergen. Hinter den von der EU als unbedenklich eingestuften Nahrungszusätzen mit der Nummer E322 können Sie sicher sein, dass sich Soja dahinter verbirgt.

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