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Silberschmuck reinigen - Hausmittel

Zum Reinigen von Silberschmuck eignet sich das praktische Silberbad. Mit günstigen Hausmitteln erzielen Sie ein ähnlich gutes Ergebnis.

Strahlend schönes Silber gelingt auch mit Hausmitteln.
Strahlend schönes Silber gelingt auch mit Hausmitteln.

Silberschmuck regelmäßig sanft reinigen

Befreien Sie einmal im Monat Ihren häufig getragenen Silberschmuck von Schmutzpartikeln, Staub und Hautfett. Verwenden Sie warmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel und einen weichen Lappen. Anschließend klarspülen, sorgfältig abtrocknen und mit einem weichen Tuch polieren. Diese Basis-Reinigung eignet sich auch für Goldschmuck.

Verwenden Sie keine scharfen Haushaltsreiniger: Verzichten Sie auf den Einsatz harter Bürsten oder kratziger Schwämme. Diese zerkratzen glänzend poliertes Silber ebenso wie die häufig empfohlene Zahnpasta.

Angelaufenes Silber putzen - mögliche Methoden

Praktisch und schnell reinigen Sie Silberschmuck in einem handelsüblichen Silberbad. Dazu legen Sie den Schmuck in die Flüssigkeit. Anschließend klarspülen, abtrocknen und polieren. Besonders gut geeignet ist das Silberbad für filigrane oder verzierte Stücke.

Das Silberputztuch reinigt und poliert den Schmuck in einem Arbeitsgang. Das Tuch verfärbt sich beim Reinigungsvorgang, was keinen Einfluss auf seine Reinigungswirkung hat. Sie dürfen es deshalb nicht auswaschen. Das Putztuch eignet sich für glatte und gröber verzierte Flächen.

Silberpolitur ist eine gebrauchsfertige Reinigungslösung. Das meist milchige Produkt trägt man auf und poliert es mit einem weichen Tuch ab. Produktrückstände, die sich in feinen Verzierungen des Schmuckstücks absetzen, sind häufig nur mühsam zu entfernen. Milchige Silberpolitur ist deshalb für filigrane Stücke und Verzierungen nur bedingt geeignet.

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Ein Sonnenschirm bringt Farbe in den Garten oder auf den Balkon. Reinigen Sie ihn …

Auch verschiedene Hausmittel eignen sich, um Silber zu putzen. Die praktischste Anwendung ist die Alufolie-Salz-Methode, da sie den Schmuck, wie im Silbertauchbad, selbsttätig reinigt. Andere Hausmittel wirken ähnlich wie ein Silberputzmittel. Manche müssen aufgetragen, eventuell abgespült und poliert werden.

Bei jedem Reinigungsprozess wird etwas Silber "abgeputzt". Die Wahl der Methode sollte deshalb dem Silbergehalt des zu reinigenden Gegenstands Rechnung tragen. Versilberte Stücke aus diesem Grund möglichst schonend putzen und polieren. Hausmittel, bei denen die Oberfläche feine Kratzer bekommen kann, sind nur für mattes (satiniertes) Silber geeignet.

Silber putzen - Methoden und Anwendung
Methode Anwendung Anmerkung
Silberbad Tauchbad praktisch und schnell
Silberputztuch/-handschuh polieren schonend
Silberpolitur auftragen, abpolieren kann Rückstände hinterlassen
Hausmittel Zahnpasta/Schlemmkreide/Natron polieren hinterlässt feine Kratzer - deshalb nur für satiniertes Silber geeignet
Hausmittel Asche polieren abspülen notwendig
Hausmittel halbierte Kartoffel polieren abspülen notwendig
Hausmittel Salz-Alufolie Tauchbad günstige Alternative zu gekauftem Produkt

Silberschmuck mit eingelegten Edelsteinen oder anderen Naturmaterialien sollten Sie nicht selbst reinigen. Manche Materialien reagieren empfindlich auf einige Produkte. Geben Sie diese Schmuckstücke immer zu einem Fachmann.

Zwei praktische und günstige Hausmittel

Eine halbierte Kartoffel sorgt für strahlenden Glanz. Gehen Sie dafür folgendermaßen vor:

1. Kartoffel halbieren. Da Sie die Schnittfläche zum Silberputzen benötigen, halbieren Sie die Kartoffel mit einem glatten Messer.

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© Irene Bott

2. Abreiben. Reiben Sie den Gegenstand mit der Schnittfläche ab.

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3. Abspülen. Um Kartoffelstärke und -reste vom silbernen Gegenstand zu entfernen, spülen Sie ihn unter klarem Wasser ab.

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4. Polieren. Mit einem herkömmlichen Geschirrhandtuch reiben Sie das Silber trocken, bis es glänzt.

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5. Ergebnis. Das Silber ist nicht mehr verfärbt, die Kartoffel zeigt dunkle Spuren.

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Silber mit Alufolie und Salz zum Glänzen bringen

Die Alufolie-Salz-Methode zum Silberputzen ist beliebt, weil sie selbsttätig funktioniert und - im Gegensatz zu einem gekauften Silberbad - fast nichts kostet.

1. Lösung ansetzen. Geben Sie auf einen Liter Wasser sechs Esslöffel Salz in einen Kochtopf.

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2. Aufkochen. Bringen Sie das Wasser zum Kochen. Nehmen Sie den Topf vom Herd.

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3. Alufolie hinein. Knüllen Sie Alufolie leicht zusammen und legen Sie sie in das Salzwasser.

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4. Silber einlegen. Legen Sie den silbernen Gegenstand in das heiße Salzwasser. Dabei muss das Silber die Alufolie berühren.

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5. Klarspülen. Spülen Sie das Silber sorgfältig unter fließendem Wasser ab. Das Silber glänzt wie neu.

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6. Polieren. Trocknen Sie den Gegenstand mit einem herkömmlichen Geschirrtuch ab. Dabei polieren Sie ihn.

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Dass Silber anläuft können Sie nicht verhindern. Die unterschiedlichen Methoden und Hausmittel um Silber zu putzen unterscheiden sich in Aufwand, Preis und insbesondere Effektivität.

Woraus silberne Gegenstände bestehen

Silber ist ein sehr weiches Edelmetall, weshalb ein rein silberner Gegenstand wenig widerstandsfähig wäre. Silberschmuck besteht deshalb nicht aus reinem Silber, sondern häufig aus einer sogenannten Legierung. Das Edelmetall ist mit einem Anteil Kupfer verschmolzen. Über das Verhältnis Silber zu Kupfer gibt der auf dem Stück aufgebrachte Silberstempel (die Punze) Auskunft.

Der Silberanteil ist in Tausendstel angegeben. Ein Silberstempel 925/1000 sagt aus, dass der Silberanteil 925 Teile beträgt, der Kupferanteil ist 75. Diese Legierung ist die wertvollste und nennt sich Sterling-Silber. Verschmelzungen mit den Punzen 900/1000, 835/1000 und 800/1000 enthalten entsprechend weniger des wertvollen Edelmetalls.

Gängig sind neben "silbernen" Gegenständen auch "versilberte" Waren. Sie bestehen aus einem Metallrohling mit einer dünnen Silberschicht. Versilberte Gegenstände sind häufig mit "Silver plated" gekennzeichnet. Grundsätzlich lassen sich viele Metalle mit Silber verbinden. Am häufigsten verwendet man Messingrohlinge.

Warum Silber sich verfärbt

Bereits geringste Konzentrationen von Schwefelwasserstoff in der Luft führen dazu, dass Silber anläuft. Diese Bildung von Schwefelsulfid lässt sich nicht verhindern. Silber, welches als "gegen Anlaufen geschützt" angepriesen wird, ist mit einer dünnen Schutzschicht überzogen. Diese Schicht nutzt sich mit der Zeit ab - der Anlaufschutz wirkt nicht mehr und das Silber verfärbt sich.

Zu besonders schneller Verfärbung führt der direkte Kontakt von Silber mit schwefelhaltigen Substanzen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man eierhaltige Speisen mit Silberbesteck verzehrt.

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