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Silberkette gerissen – so reparieren Sie sie selbst

Es ist sehr ärgerlich, wenn eine Silberkette gerissen ist, doch gerade bei feineren Ketten passiert dies manchmal unabsichtlich. Oft kann hier eine Reparatur selbst durchgeführt werden, sodass man sich den Gang zum Juwelier sparen kann. Hier erfahren Sie, wann eine Reparatur möglich ist und wie das geht.

Gerissene Silberketten kann man oft reparieren.
Gerissene Silberketten kann man oft reparieren.

Was Sie benötigen:

  • 2 kleine Schmuckzangen
  • dunkle Arbeitsunterlage
  • Lupe
  • Pinzette
  • Fingerspitzengefühl

Ist die Silberkette gerissen, hilft Feinarbeit

Eine Eigenreparatur ist bei vielen gerissenen Silberketten möglich. Voraussetzung ist hier die Biegsamkeit des Materials und die Form der Glieder. Die nötige Flexibilität ist bei hochwertigen Silberketten gegeben. Die Glieder eignen sich am besten zur Reparatur, wenn sie eine erkennbare Stelle haben, an der sie zusammengefügt, aber nicht unlösbar verbunden wurden. Nicht für Eigenreparatur geeignet sind Panzerketten. Hier hilft nur der Gang zum Goldschmied.

  1. Legen Sie die Silberkette, die gerissen ist, auf eine dunkle Arbeitsunterlage, damit genügend Farbkontrast da ist. Das vereinfacht das Arbeiten.
  2. Sorgen Sie für ausreichende Lichtverhältnisse und nutzen Sie gegebenenfalls eine Lupe zur Vergrößerung.
  3. Nehmen Sie das eine Ende der gerissenen Kette in die Hand und suchen Sie beim letzten Glied nach dem kleinen Schlitz, der die zu öffnende Stelle ist.
  4. Sobald Sie die Stelle gefunden haben, greifen Sie das Glied so mit einer Schmuckzange, dass Sie nur die Stelle direkt an dem Schlitz festhalten. Halten Sie die Zange gut fest.
  5. Greifen Sie nun mit der zweiten Schmuckzange das andere Ende des Glieds und biegen dieses vorsichtig nach hinten. Die entstehende Öffnung muss so breit sein, dass das letzte Glied am anderen Ende der gerissenen Stelle eingeführt und so eingehakt werden kann.
  6. Legen Sie eine Schmuckzange beiseite und nehmen Sie mit den Fingern das letzte Glied der anderen Seite auf. Ist dieses zu klein, nehmen Sie eine Pinzette.
  7. Haken Sie die beiden Glieder ineinander.
  8. Nehmen Sie nun wieder die andere Schmuckzange und schließen Sie das offene Glied. Achten Sie darauf, dass es auch tatsächlich komplett geschlossen ist. Dies sollte gegebenenfalls mit der Lupe kontrolliert werden.
  9. Ziehen Sie zur Endkontrolle leicht an der Kette. Es darf sich im bearbeiteten Glied kein Spalt bilden. Falls doch, schließen Sie das Glied erneut mit etwas mehr Kraft. Anderenfalls haben Sie es geschafft, die Kette ist wieder ganz.

Bei der Silberkettenreparatur das richtige Werkzeug verwenden

  • Achten Sie darauf, dass es sich bei den verwendeten Zangen auch tatsächlich um solche handelt, die für die Schmuckverarbeitung geeignet sind. Ideal sind solche, die spitz zulaufen. Der Hauptunterschied zu anderen Zangen besteht darin, dass sie im Innern der Greifer nicht geriffelt sind, sondern glatt. Dadurch werden Kratzer im Edelmetall vermieden.
  • Die Pinzette darf und sollte sogar an der Spitze nicht glatt sein, damit die Kleinteile nicht wieder herausgleiten. Da der Druck mit diesem Werkzeug nicht so groß wie bei der Zange ist, entstehen daher in der Regel keine Kratzer am Schmuckstück, wenn die Pinzette eine Rillung hat. Gutes Gelingen!
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