Viele Menschen pflanzen in Ihrem Garten oder auf dem Balkon Tomaten an, da sie nicht viel Platz beanspruchen und regelmäßig leckere Früchte hervorbringen. Jedoch ist diese Kulturpflanze nicht ganz pflegeleicht, zudem sind auch Schädlinge recht häufig. Zu den bekanntesten Übeltätern auf Tomatenpflanzen gehören schwarze Fliegen - ihre Larven knabbern die Wurzeln an und gefährden auf Dauer die Gesundheit von Pflanze und Früchten.
- 31.01.2012 Jana Donatin
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Nematoden
- Bacillus thuringiensis israelensis (BIT)
- Vogelsand
- Gelbtafeln
- fleischfressende Pflanzen
- Knoblauch
- Apfelessig
Schwarze Fliegen richtig einordnen
Entdecken Sie schwarze Fliegen auf Ihren Tomatenpflanzen, handelt es sich entweder um Frucht- oder Trauerfliegen. Finden Sie zunächst heraus, um welchen Schädling es sich handelt.
- Fruchtfliegen, auch Essig- oder Obstfliegen, sind ein Vorratsschädling, der sich vornehmlich in den warmen Sommermonaten bei Ihnen einfindet. Untersuchen Sie die Früchte, sind sie überreif, bereits an einigen Stellen verdorben oder verfault? Bekämpfen Sie Fruchtfliegen mit Fliegenfallen oder UV-Lampen.
- Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei den schwarzen Fliegen um Trauerfliegen, auch Trauermücken genannt. Untersuchen Sie die Blumenerde, finden Sie hier kleine weiße Larven, haben Sie einen Befall. Zwar sind Trauerfliegen selbst harmlos, jedoch kann ein Befall mit Larven bei sensiblen Jungpflanzen dazu führen, dass diese sterben.
- Bei größeren Pflanzen haben Sie meist keinen Schaden zu befürchten, dennoch können die Mücken sehr störend werden.
Trauerfliegen auf Tomaten bekämpfen
- Zunächst sollten Sie Ihr Gießverhalten überprüfen. Gießen Sie Ihre Tomaten für einige Tage weniger, da Trauermücken kein trockenes Erdreich mögen.
- Stecken Sie Gelbstecker oder Gelbtafeln in die Blumenerde; durch den verwendeten Lockstoff werden die erwachsenen Fliegen angelockt und bleiben kleben. Bei sehr vielen schwarzen Fliegen sollten Sie den Stecker nach einigen Tagen erneuern.
- Tauschen Sie die Blumenerde aus, indem Sie die Tomaten umtopfen. Achten Sie bei der Wahl der neuen Erde darauf, dass sie sterilisiert wurde. Feuchte Erde, die Torf enthält, sollten Sie nicht verwenden. Spülen Sie die alte Erde vorsichtig von den Wurzeln und setzen die Tomaten in einen neuen Topf. Setzen Sie auch hier auf Qualität, denn auch in Pflanztöpfen verstecken sich Larven.
- Eine relativ preisgünstige Möglichkeit, der Fliegen Herr zu werden, ist es, fleischfressende Pflanzen wie das Fettkraut aufzustellen, diese fressen die Fliegen.
- Versuchen Sie auch diese Hausmittel, wenn sich Trauermücken bei Ihnen eingenistet haben: Stellen Sie einen Knoblauchsud her und sprühen damit die Tomatenpflanze ein. Auch ein Schälchen mit Apfelessig soll die Fliegen vertreiben.
- Etwas aufwendiger ist die Behandlung mit Fadenwürmern (Nematoden), die mithilfe eines Bakteriums die Larven in der Erde zersetzen. Sie sind kleiner als ein Millimeter und daher mit dem Auge nicht erkennbar. Fragen Sie im Gartenfachhandel nach den Nematoden, die Lösung wird dem Gießwasser beigesetzt. Ähnlich funktioniert das Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis, das Sie im Gießwasser auflösen. Bei beiden Methoden gilt: Bewahren Sie Geduld und gießen mehrere Wochen lang, damit alle Generationen der Fliegen abgetötet werden.
Fragen Sie vor dem Einsatz der diversen Mittel im Fachhandel nach, ob und welche Auswirkungen sie auf die Genießbarkeit der Tomaten haben.