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Schraube im Reifen - was tun?

In den meisten Fällen ist es purer Zufall, dass es dem Fahrer per Augenschein auffällt, dass eine Schraube in den Reifen eingefahren wurde. Normalerweise fällt dies erst auf, wenn bei autretendem Lufverlust Ursachenforschung betrieben wird.

Das kann wirklich jedem passieren.
Das kann wirklich jedem passieren.

Schraube eingefahren - es gibt noch Hoffnung

Haben Ihre Reifen bereits ca. 5 Jahre hinter sich gebracht oder wurde schon fast die Grenze der noch zulässigen Profiltiefe erreicht, bevor es dazu kam, dass Sie eine feststeckende Schraube in Ihrem Reifen entdeckten, wird Ihnen die Entscheidung für einen Wechsel der Bereifung sicherlich leichter fallen, als wenn Sie erst vor wenigen Wochen Ihre Pneus gewechselt haben. Steckt der Fremdkörper mitten in der Lauffläche und nicht zu nah bei den Reifenflanken, können Sie den Reifen unter Umständen noch retten.

  1. Wenn Sie den Weg zu einem Reifenspezialisten scheuen und sich sicher sind, dass Sie wenigstens bis zu dem Zeitpunkt, an dem Sie ohnehin alle Reifen wechseln müssen, nicht mehr auf die Autobahn müssen, sondern lediglich im Stadtverkehr unterwegs sein werden, können Sie auf ein als Provisorium gedachtes 'Flickzeug' aus der Dose zurückgreifen: den "Reifenpiloten". Allerdings hat dies auch nur dann Sinn, wenn kein allzu großes Loch durch die eingefahrene Schraube entstanden ist.
  2. Entfernen Sie die Schraube und verwenden Sie den Reparaturschaum wie vorgeschrieben. Bringen Sie also das Ventil des betroffenen Reifens auf die 3-Uhr- bzw. 9-Uhr-Stellung und verbinden Sie nun das Ventil mit dem Schraubanschluss der Schaumdose.
  3. Durch Betätigen des Auslöseknopfes wird der Reparaturschaum in das Reifeninnere gepresst und der Reifen gleichzeitig aufgepumpt.
  4. Halten Sie den Sprühknopf so lange gedrückt, bis die Dose sich entleert hat.
  5. Nachdem Sie die Verbindung zwischen der Dose und dem Ventil wieder gelöst und die Ventilkappe wieder aufgeschraubt haben, sorgen Sie für eine gleichmäßige Verteilung des Schaums, indem Sie einige Male langsam vor- und zurückfahren.

Reifen selbst reparieren - nicht immer ungefährlich

  • Selbst Reifenspezialisten sind enge Grenzen gesetzt. In puncto Reifenreparaturen gelten hier strenge Vorschriften. So werden in vielen Werkstätten sogenannte VR-Reifen, Reifen, die für hohe Geschwindigkeiten zugelassen sind, erst gar nicht repariert, obwohl es für 'Normalreifen' eine recht erfolgreiche Methode einer Vulkanisierung der Schadensstelle gibt, die in den meisten Fällen hilft, eine Neuanschaffung zu vermeiden.
  • Wenn Sie viel oder sogar fast ausschließlich auf der Autobahn unterwegs sind, darf sich die Frage einer Reparatur ohne das Hinzuziehen von Fachkräften nur im Notfall stellen. Im Zweifelsfall sind einige investierte Euro für den Ersatz des durch eine Schraubenattacke malträtierten Reifens eine sehr gute 'Lebensversicherung'.
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