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Schonkost bei Durchfall - so ernähren Sie sich richtig

Wenn Sie unter Durchfall leiden, verliert Ihr Körper viel Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Damit Sie den Durchfall schnell überstehen, sollten Sie Ihre Ernährung auf Schonkost umstellen und Ihren Magen-Darm-Trakt entlasten.

Bei Durchfall können Sie durch Schonkost wieder innere Balance finden.
Bei Durchfall können Sie durch Schonkost wieder innere Balance finden.

Was Sie benötigen:

  • viel Wasser oder Tee
  • Äpfel und Karotten
  • etwas Salz
  • Traubenzucker
  • evtl. Kohletabletten (aus der Apotheke)
  • evtl. Antibiotikum (vom Arzt)

Weiterer Autor: Iris Gödecker

Eine Durchfallerkrankung kann viele verschiedene Ursachen haben

  • Durchfall kann allein schon durch Stress oder Nervosität ausgelöst werden.
  • Weitere Ursachen sind Nahrungsmittelallergien oder verdorbene Nahrungsmittel.
  • Auch eine übermäßige Zufuhr von künstlichen Süßungsmitteln, wie Sorbit, oder Mineralien, wie Magnesium, können zu Durchfallerkrankungen führen.
  • Schlimmer noch sind allerdings Durchfälle, die auf eine bakterielle oder virale Infektion hindeuten. Hier kommen Salmonellen, Kolibakterien, aber auch Cholera, Typhus und Ruhr infrage.
  • Zusätzlich können auch Medikamente wie Antibiotika oder eine Darmentzündung ein Auslöser sein.
  • Normaler Durchfall harmloser Natur vergeht in der Regel ohne besondere Maßnahmen von alleine. Er sollte auch nicht sofort massiv bekämpft werden, da der Körper auf diese Art mögliche Schadstoffe ausschwemmen möchte.
  • Dauert Ihr Durchfall länger als drei Tage, gehen Sie bitte zum Arzt, um eine genaue Ursache feststellen zu lassen. Ist Ihr Stuhl sichtbar mit Blut durchsetzt oder schleimig, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Was trinkt man am besten bei Durchfall?

  1. Trinken Sie viel, mindestens 1 Liter bis 1,5 Liter mehr als sonst. Bis zu 3,5 Liter am Tag sollten es schon sein. Sehr gut dazu geeignet sind Mineralwasser und Tee. Besonders schwarzer Tee wirkt leicht stopfend.
  2. Reichern Sie das Getränk mit 1 Messerspitze Salz (insgesamt nicht mehr als 1/2 Teelöffel Salz pro Tag) und einem Teelöffel Traubenzucker an, damit sind Sie mit den im Moment wichtigsten Stoffen versorgt.
  3. Trinken Sie keine Obstsäfte, Alkohol oder Milch. Diese verstärken unter Umständen die Beschwerden.
  4. Nehmen Sie auch keine Lightgetränke zu sich, da der darin enthaltene Süßstoff ebenfalls abführend wirkt.

Welche Schonkost gibt es für Sie bei Durchfall?

  1. Essen Sie bei Durchfall in den ersten beiden Tagen möglichst nichts.
  2. Die Zugabe von Pektin lindert die Beschwerden. Pektin ist in Äpfeln oder Möhren enthalten. Essen Sie deshalb beides ab dem zweiten Tag.
  3. Morgens genießen Sie Tee mit zwei Scheiben trockenem Zwieback.
  4. Mittags wäre ein geriebener Apfel mit einer rohen geriebenen Möhre gemischt gut und dazu noch eine Scheibe Zwieback.
  5. Abends kochen Sie sich am besten eine Tasse Haferflocken mit etwas Wasser und etwas Salz und Petersilie auf und nehmen sie als Haferschleimsuppe mit einer Scheibe Zwieback zu sich. Die Haferschleimsuppe können Sie auch je nach Geschmack mit Gewürzen verfeinern.
  6. Alternativ dürfen Sie auch Bananen und Zartbitterschokolade genießen, das bremst den Durchfall.
  7. In besonderen Härtefällen können Sie zu den Mahlzeiten auch eine Kohletablette einnehmen (aus der Apotheke).
  8. Salzstangen dienen nicht ausreichend als Mineralstofflieferant und sind daher nicht als Schonkost geeignet.
  9. Bei bakteriellen Durchfällen benötigen Sie ein auf Sie abgestimmtes Antibiotikum vom Arzt. Gehen Sie rechtzeitig zum Arzt.

Mit dieser Schonkost ist Ihr Durchfall bald vorbei und Sie können Ihren Tag wieder unbeschwert genießen

Weshalb bei Durchfall nur 1/2 Teelöffel Salz pro Tag?

  • Mehr Salz kann zu schweren Schädigungen im Organismus führen.
  • Ein erwachsener Mensch benötigt etwa sechs Gramm Salz pro Tag. Mit unserer Ernährung nehmen wir heute schon bis zu neun Gramm pro Tag auf.
  • Zuviel Salz, zwischen 0,5 und einem Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, kann sogar tödlich wirken.
  • Schwere Nervenschädigungen und Krämpfe treten dabei auf, wenn der Körper versucht das Gleichgewicht zwischen Wasser - und Salzhaushalt wieder herzustellen.
  • Gerade bei Kindern kann zu viel Salz unvorhergesehene Folgen bis hin zum Tod haben, da die Salzzugaben nicht als gefährlich eingestuft und damit verharmlost werden.
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