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Schieferpflege

Schiefer ist am und im Haus ein beliebtes Naturmaterial. Die Schieferpflege ist nicht aufwendig und gelingt Ihnen im Handumdrehen.

Schiefer erfordert nur wenig Pflege.
Schiefer erfordert nur wenig Pflege.

Das Naturmaterial Schiefer kommt weltweit vor

Schiefer ist ein Ablagerungsgestein mit geschichteter, „blättriger“ Struktur. Es kommt auf der ganzen Welt vor. Je nach Abbauort variiert es in Qualität und Aussehen. Seine edle Optik im grauen, rötlichen oder anthraziten Farbton macht es zum beliebten Werkstoff am und im Haus.

Im Baustoffhandel finden Sie verschiedene Schieferarten. Die meisten sind nicht frostbeständig und eignen sich deshalb nicht für den Außenbereich. Eine Ausnahme bildet zum Beispiel der norwegische Alta-Schiefer oder der aus Portugal stammende Porto-Schiefer. Sie sind perfekt für Fassaden, den Terrassenbelag oder die Dachdeckung.

Die für den Außenbereich geeigneten Sorten sind resistent gegen Witterungseinflüsse. Sie haben damit keinerlei Pflegeaufwand. Ganz im Gegenteil: Die jahrelange Bewitterung des Natursteins verleiht dem Material zusätzliche Ausdruckskraft. Regen, Schnee, Wind und Frost schaden diesen Arten nicht, sondern machen es mit den Jahren nur schöner.

Im Innenbereich verwenden Sie Schiefer für Fliesen im ganzen Haus. Für die Arbeitsplatte in der Küche ist es ebenfalls geeignet. Tolle Akzente setzen Sie als Bodenplatte rund um den Kamin, als Fensterbank oder Wandverkleidung. In Frage kommen alle Schiefersorten, wie zum Beispiel indischer Jak-Schiefer oder Mustang-Schiefer aus Brasilien.

Die regelmäßige Schieferpflege ist nicht aufwendig

Schiefer ist wenig anfällig für Schmutz und Sie reinigen ihn ganz unkompliziert. Bodenbeläge im Innenraum wischen Sie mit einem normalen Mopp feucht auf. Wenn Sie keine markanten Flecken sehen, reicht klares Wasser für die Schieferpflege völlig aus.

Noch gründlicher gelingt Ihnen das Putzen mit einem Schuss Reinigungsmittel im Putzwasser. Der Naturstein ist sehr robust. Übliche Neutralreiniger schaden ihm nicht. Schmierseife oder ein Spritzer Spülmittel leisten ebenfalls gute Dienste.

Verzichten Sie auf aggressive Reiniger. Schiefer ist nicht säurebeständig. Verwenden Sie keine säurehaltigen oder auslaugenden Reiniger. 

Gönnen Sie den Oberflächen alle paar Monate eine Pflege mit Öl. Es vertieft die Farbe und frischt sie auf. Im Handel kaufen Sie spezielle Produkte wie zum Beispiel Schieferöl. Eine kostengünstige Alternative ist Leinöl, das Sie im Supermarkt kaufen.

So bleibt Ihre Schieferoberfläche lange schön:

  • Regelmäßig feucht aufwischen.
  • Mit klarem Wasser abwischen.
  • Als optionale Reiniger Neutralreiniger, Spüli oder Seife verwenden.
  • Auf säurehaltige und auslaugende Reinigungsmittel verzichten.
  • Mit Schieferöl oder Leinöl die Farbe auffrischen.

Flecken und Kratzer auf Schieferoberflächen behandeln Sie so

Halten Sie sich bei der Beseitigung von Flecken an das gleiche Vorgehen wie beim regelmäßigen, feuchten Wischen. Viele Flecken entfernen Sie problemlos allein mit Wasser. Bei stärkeren Verschmutzungen ist Neutralreiniger oder Schmierseife die richtige Wahl. 

Im Vergleich zu anderen Natursteinen wie Granit ist Schiefer recht weich. Das bedeutet, dass das Material im Alltag schnell einen Kratzer abbekommt. Kleinere Abplatzungen durch das Herunterfallen von schweren Gegenständen passieren leicht.

Natürlicher Schiefer hat keine absolut glatte Oberfläche, sondern eine spaltraue, leicht unebene Struktur. Kratzer und kleine Abplatzer fallen deshalb von der Struktur her meistens gar nicht auf. Ein Ärgernis sind lediglich die Farbunterschiede der Gesteinsschichten, die dadurch sichtbar werden.

Eine Ölbehandlung wirkt Wunder. Neben der pflegenden Eigenschaft gleicht es den Farbunterschied aus. Die hellen Spuren der Macken im Material sehen Sie nach dem Einreiben mit Öl nicht mehr. Nutzen Sie das gleiche Spezial- oder Leinöl wie zur regelmäßigen Pflege.

Neben dem naturrauen Stein ist polierter Schiefer sehr beliebt. Er hat eine glatte Oberfläche. Kratzer und Absplitterungen sehen Sie darauf sofort. Feinere Macken schleifen Sie mit feinem Schleifpapier heraus. Tiefere Macken werden leider immer zu sehen sein.

Nach dem Schleifen behandeln Sie die Stelle mit Öl. Es bringt den Glanz zurück. Den farblichen Unterschied zwischen den Schieferebenen gleichen Sie damit ebenfalls aus.

Den Naturstein durch Imprägnieren noch robuster machen

Imprägnierter Schiefer sieht aus als ob er leicht feucht ist. Das ergibt ein besonders elegantes Erscheinungsbild. Gleichzeitig schützt eine Imprägnierung das Material und frischt den Farbton auf. Sie wirkt wie ein abperlendes Schutzschild, das Fleckenbildung vermindert und für Sie Reinigung und Pflege noch einfacher gestaltet.

Imprägnierungsmittel wie zum Beispiel Farbton vertiefende Imprägnierungen kaufen Sie online oder im Baumarkt. Die meisten Mittel tragen Sie dünn auf die Oberfläche auf. Nach einer Trocknungs- und Einwirkungszeit von 24 Stunden können Sie die behandelten Flächen wieder normal nutzen.

​Schiefer wirkt vor allem durch seine Natürlichkeit und seine „echte“ Ausstrahlung. Deshalb sollten Sie es mit der Schieferpflege nicht übertreiben. Lassen Sie den Stein lieber seinen urigen Charme entfalten und freuen Sie sich an der authentischen Optik.

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