Voraussetzungen, um Wohngeld rückwirkend zu beantragen

  • Wissenswert ist, dass Wohngeld grundsätzlich nicht rückwirkend gezahlt wird. Zu diesem Grundsatz gibt es jedoch eine Ausnahme, die Sie beim Beantragen kennen sollten.
  • Sie können Wohngeld ausnahmsweise rückwirkend beantragen, wenn Ihr Antrag auf Transferleistung abgelehnt wurde, was zu einem rückwirkenden Wohngeldanspruch führt.
  • Sie müssten hierzu einen Antrag auf Transferleistung gestellt haben. Das bedeutet, Sie müssen zuerst Sozialleistungen, beispielsweise Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter beantragt haben. Dieser Antrag muss dann mit einem Ablehnungsbescheid beantwortet werden.

So beantragen Sie das Wohngeld

Beachten Sie, dass Wohngeld grundsätzlich vom Beginn des Monats gezahlt wird, indem Sie es beantragen. Hierzu müssten Sie allerdings anspruchsberechtigt sein und einen Antrag inklusive aller notwendigen Nachweise gestellt haben. Rückwirkend wird das Wohngeld grundsätzlich nicht gezahlt. Es kann lediglich sein, dass es ausnahmsweise rückwirkend gezahlt wird, wenn Sie keine Transferleistungen erhalten haben, die Sie vorab  beantragen müssen, um einen rückwirkenden Anspruch zu erhalten.

  1. Füllen Sie hierzu zuerst den Antrag auf Wohngeld aus. Sie erhalten die Formulare bei der örtlichen Wohngeldstelle oder können ihn im Internet auf der Website für Wohngeld ausdrucken.
  2. Tragen Sie dann die erforderlichen Nachweise zusammen. Hierzu benötigen Sie eine Vermieterauskunft, einen Lohnnachweis, Nachweis Ihrer Krankenkasse und eine Auskunft über Einnahmen aus Kapitalerträgen. Sie können die Nachweise auch nachreichen, nachdem Sie den Antrag an die Wohngeldstelle geschickt haben.
  3. Sie stellen bei der rückwirkenden Leistung auch einen Antrag auf Wohngeld, sodass Sie rückwirkend ab dem Monat des Ablehnungsbescheids beantragen.
  4. Legen Sie eine Kopie des Ablehnungsbescheids Ihrem Antragsformular bei.
  5. Reichen Sie alle anderen erforderlichen Nachweise bei Ihrem örtlichen Wohngeldamt ein.