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Parasiten am Walnussbaum nachhaltig bekämpfen

Jeder liebt Nussbäume. Sie schenken herrlich gesunde Walnüsse und in ihrem Schatten kann man getrost Kaffee und Kuchen genießen, denn dort finden sich selten Stechmücken oder Fliegen. Aber auch der Walnussbaum hat Parasiten.

Nüsse sind leckere und gesunde Knabbereien.
Nüsse sind leckere und gesunde Knabbereien.

Was Sie benötigen:

  • Kupfermünzen
  • Naturen
  • Neudosan
  • Netzschwefel
  • Anti-Stickstoff-Düngung

Der Walnussbaum ist normalerweise ein unkomplizierter Nutzbaum, den jeder gern im Garten hat, denn im Sommer liefert er ein wunderbar schattiges Plätzchen, in dem nur wenig Ungeziefer zu finden ist, im Herbst kann man seine Nüsse sammeln, die man dann im Winter naschen kann. Trotzdem gibt es doch immer wieder einen Parasiten-Befall, dem man auf den Grund gehen möchte. Lesen Sie hier mehr darüber.

Diese Lösungen gibt’s gegen Nussbaumparasiten

  • Wenn der Walnussbaum von der Filzgallmilbe befallen ist, sehen die Blätter aufgedunsen aus und die Blattunterseite weist Dellen mit weißem, filzigem Belag auf.
  • Gegen diesen Parasiten können Sie vorgehen, indem Sie vor dem Austreiben eine Ausbringung von Netzschwefel ausführen.
  • Weiters wird der Walnussbaum von der Kleinen Walnusslaus befallen, die sich auf der Unterseite der Blätter versteckt.
  • Diese Laus wird maximal 2 Millimeter groß und Sie erkennen einen derartigen Befall daran, dass sich die Blätter einrollen und Honigtau entsteht, der einen Nährboden für Schwärzepilze bildet.
  • Gegen diese Kleine Wallnusslaus können Sie mit Neudosan oder Naturen vorgehen.
  • Falls Ihre Nüsse sehr dünne Schalen haben und gelegentlich sogar Löcher aufweisen, keine oder nur ungenießbare Kerne enthalten, dann handelt es sich um Papiernüsse.
  • Dies ist keine Parasiten-Erkrankung, sondern geht auf zu viel Bodenfeuchtigkeit und zu hohen Stickstoffgehalt des Bodens zurück.
  • Wenn Sie einen neuen Walnussbaum pflanzen, so denken Sie an die Wahl des Standortes, falls der Baum schon seit Jahren oder Jahrzehnten an einem Platz mit Bodenfeuchte steht, können Sie lediglich gegen den Stickstoff vorgehen, indem Sie Antistickstoff-Düngungen vornehmen.
  • Beim so genannten Bakterienbrand finden Sie an den Blättern des Walnussbaums braune, kleine Flecken und die Früchte weisen nassfaulige Stellen auf.
  • Gegen den Bakterienbrand müssen Sie mit einer Kupfer-Spritzung vorgehen, die mehrmals bei Knospenaufbruch sowie an trockenen Herbsttagen, wenn ungefähr 2/3 des Laubs abgefallen sind, durchgeführt werden muss.
  • Der Marssonia-Blattflecken-Befall zeigt sich während feuchter Sommersaisonen, wenn sich dunkelbraune, eckige Flecken auf den Blättern und auf den Früchten bilden.
  • Gegen die Marssonia-Blattflecken-Krankheit können Sie vorgehen, indem Sie ein Kupfermittel vor der Blütezeit und Polyram WG nach der Blütezeit spritzen.

Der Hallimasch ist ein aggressiver Walnussbaumschädling

  • Der Hallimasch wird von vielen Nussbaum-Liebhabern als der aggressivste Parasit bezeichnet, denn es gibt gegen ihn kein wirkliches Vorgehen.
  • Der Befall mit Hallimasch-Pilzen (die im übrigen sehr leckere Speisepilze sind) zeigt sich in einer dünner werdenden Krone mit gelblichem Laubwerk, der ganze Baum sieht krank und schwach aus.
  • Manche Gartenexperten sagen, dass der Hallimasch-Parasit nur ohnehin schwache und kranke Nussbäume befällt, die über kurz oder lang ohnehin absterben würden.
  • Pflanzen Sie in diesem Falle an einer gut geeigneten Stelle so bald wie möglich einen neuen Walnussbaum und erwägen Sie das Fällen und entsorgen des befallenen Walnussbaumes.

Vielfach erübrigt sich ein chemisches Vorgehen gegen Parasiten beim Walnussbaum, vor allem, weil jegliche Chemie auch Rückstände in den Nüssen hinterlassen könnte. Manchmal genügt es auch, die befallenen Blätter und Nüsse nur abzupflücken und zu vernichten. Generell gelten Kupfermünzen, rund um den Baumstamm herum in die Erde gesteckt, als wirksames Hausmittel, um Ungeziefer und Parasiten alternativ zu bekämpfen.

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