Zuckerwerte einfach erklärt

  • Wenn bei Ihnen Hinweise vorliegen, dass Sie unter Diabetes mellitus leiden, wird Ihr Arzt Sie zu einem Test einladen. Haben Sie zum Beispiel häufiger ein Grießkorn am Auge oder eine Phimose am Penis, kann dies auf die Zuckerkrankheit hindeuten.
  • Häufig wird der Nüchternblutzucker bestimmt. Dafür müssen Sie morgens nüchtern beim Arzt erscheinen. Mindestens acht Stunden dürfen Sie nichts gegessen oder getrunken haben. Ihr Arzt wird Ihnen genau erklären, worauf Sie achten müssen. Ein normaler Zuckerwert liegt dann vor, wenn Sie einen Wert unter 110 mg/dl haben. Ab einem Wert von 126 mg/dl hätten Sie Diabetes.
  • Möglich ist auch, dass Sie normal frühstücken und zwei Stunden später beim Arzt Ihr Blut untersuchen lassen. Ein normaler Wert läge nun unter 140 mg/dl.
  • Nicht nur über das Blut, auch über Ihren Urin lässt sich die Zuckerkrankheit diagnostizieren. Mithilfe eines Urinsticks, der in Ihren Urin gehalten wird, lässt sich zeigen, ob Zucker enthalten ist. Man spricht dann von der Nierenschwelle. Erst wenn hohe Zuckerwerte erreicht sind, wird Zucker mit Urin ausgeschieden. Allerdings sind diese Werte relativ unzuverlässig.

Normaler Verlauf der Behandlung

  • Wenn bei Ihnen ein normaler Zuckerwert festgestellt wurde, können Sie beruhigt nach Hause gehen. Anders sieht es jedoch aus, wenn Ihre Werte erhöht waren.
  • Liegt zum Beispiel eine gestörte Glukosetoleranz vor oder ein Diabetes Typ 2 wurde bei Ihnen diagnostiziert, wird Ihnen Ihr Arzt verschiedene Maßnahmen vorschlagen, die Sie durchführen sollten.
  • Gerade bei dieser Diabetesform hilft es häufig, das Leben umzustellen. Die Zuckerwerte normalisieren sich dann oft, sodass keine Medikamente notwendig sind.
  • Natürlich dürfen Sie Ihre Arzneimittel nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt reduzieren. Bei einem Alleingang können gefährliche Komplikationen auftreten.
  • Leiden Sie unter Übergewicht, sollten Sie mit einer ausgewogenen Mischkost versuchen, Ihr Gewicht zu reduzieren.
  • Sport oder zumindest regelmäßige Bewegung ist nun besonders wichtig. Treiben Sie zwei- bis dreimal pro Woche Ausdauersport, benutzen Sie das Fahrrad regelmäßig oder gehen Sie spazieren - alles hilft, damit wieder ein normaler Wert entsteht. Da durch die Bewegung die Empfindlichkeit der Zellen auf Insulin wieder gesteigert wird, müssen Sie vor dem Sport Ihre Insulindosis verringern. Lassen Sie die entsprechenden Werte mitteilen, damit Sie nicht beim Sport unterzuckern.
  • Sie werden außerdem eine Schulung erhalten, wie Sie mit Ihrer Krankheit umgehen sollten. Es ist wichtig, dass Sie sie ernst nehmen, da bei falscher Behandlung und schlechten Werten frühzeitig Folgen wie Herzinfarkte oder Nierenbeschwerden eintreten können.
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