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Mit Kunstharzmörtel Unebenheiten im Beton ausgleichen - so geht's

Kunstharzmörtel ist in etwa vergleichbar mit Polymerbeton. Mit Kunstharzmörtel lassen sich Oberflächenschäden im Beton gut ausbessern und ausgleichen.

Unebenheiten lassen sich mit Kunstharzmörtel ausgleichen.
Unebenheiten lassen sich mit Kunstharzmörtel ausgleichen.

Was Sie benötigen:

  • Kunstharzmörtel
  • ggf. Zuschläge bzw. Füllstoff
  • Schutzkleidung
  • Werkzeug
  • Mischgefäße

Kunstharzmörtel oder Polymerbeton verwenden?

  • Kunstharzmörtel und Polymerbeton sind in etwa vergleichbar. Jedoch müssen Sie beachten, dass beim Kunstharzmörtel etwaige Zuschläge auf eine Größe von maximal 4 mm begrenzt sind, was für ein einheitliches Erscheinungsbild der Oberfläche später ausschlaggebend sein kann.
  • Dafür besitzt der Kunstharzmörtel jedoch auch einen höheren Bindemittelgehalt, was  je nach Reparaturfläche und Verwendungsumgebung, z. B. wenn die Betonfläche Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, langlebiger wirkt.
  • Speziell für den Einsatz bei Flächen, die Feuchtigkeit ausgesetzt sind, finden Sie spezielle Kunstharzmörtel, die mit Epoxidharz angereichert sind. Diese lassen sich auch sehr gut mit mineralischen Füllstoffen mischen und der zu reparierenden Betonoberfläche anpassen.
  • Muss die ausgebesserte Betonfläche schnell wieder begehbar und nutzbar sein, finden Sie Kunstharzmörtel mit besonders schnell aushärtenden Bindemitteln im Handel.
  • Auch zum Ausfugen von Flächen, die starker Beanspruchung unterliegen, wie beispielsweise Industriehallen oder Straßen, eignet sich Kunstharzmörtel hervorragend.

So reparieren Sie Schäden im Beton mit Kunstharzmörtel

Zuerst sollten Sie eine sorgfältige Schadensanalyse vornehmen.

Hiernach richten sich die Menge und die Art der Ausgleichs- und Reparaturmasse. In vielen Fällen bietet Kunstharzmörtel optimale Voraussetzungen, um schadhafte Stellen im Beton instand zu setzen.

  1. Bevor Sie den Kunstharzmörtel auf die schadhaften Stellen im Beton auftragen, sollten Sie den Untergrund sorgfältig vorbereiten.
  2. Die Fläche muss für die Verarbeitung sauber, frei von Fett, Öl, losen Teilen und trocken bis leicht feucht sein.
  3. Lose Kanten an den Ausbruchstellen im Beton sollten Sie ggf. ausstemmen und abtragen, gebrochene Kanten sollten vor dem Verfüllen beschnitten werden. Die Betonfläche kann durch Dampf- oder Sandstrahlen gereinigt werden.
  4. Je nach Beanspruchung der auszubessernden Betonfläche empfiehlt sich eine Grundierung, beispielsweise mit chemikalien- und wetterbeständigem Flüssigkunststoff.
  5. Bestandteile des Kunstharzmörtels haben eine mittel bis stark reizende Wirkung bei Hautkontakt. Das Anlegen entsprechender Schutzkleidung bei der Verarbeitung des Mörtels ist daher unerlässlich.
  6. Beim Mischen der Komponenten müssen Sie das für den Verwendungszweck (Ausbesserung von Flächen oder kleiner schadhafter Stellen) optimale Verhältnis beachten, wie vom Hersteller vorgegeben. Es empfiehlt sich den Kunstharzmörtel in einem separaten Gefäß anzumischen und zur Verarbeitung in ein sauberes, großes Gefäß umzufüllen, wenn Sie noch Füllstoffe zusetzen möchten.
  7. Bei der Verarbeitung müssen Sie die Topfzeit entsprechend der Herstellervorgaben beachten. Im Zweifelsfall mischen Sie besser mehrfach kleinere Mengen an.
  8. Je nach Oberflächenbeschaffenheit und bei Schadstellen, die tiefer als einen halben Zentimeter sind, empfiehlt es sich, zwei- oder mehrschichtig zu spachteln. Dabei müssen Sie jedoch die Wartezeit (Herstellerangaben beachten) zwischen den einzelnen Arbeitsgängen beachten. In der Regel liegen diese zwischen 12 und 24 Stunden.
  9. Beim Spachteln der letzten Schicht wird die Oberfläche glatt abgezogen.
  10. Arbeitsgeräte müssen umgehend - auch zwischen den einzelnen Arbeitsgängen - mit Kunstharzverdünnung gereinigt werden.

Die Fläche benötigt, je nach Art des eingesetzten Bindemittels, zwischen 8 Stunden und 2 Tagen zum Aushärten (staubtrocken und wieder voll belastbar). Auch hierzu sollten Sie die Angaben des Herstellers beachten.

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