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Mit Binaural Beats luzides Träumen ermöglichen - so geht's

Binaural Beats beschreiben ein interessantes akustisches Phänomen und versprechen mitunter luzides Träumen weitaus einfacher werden zu lassen.

Das Gehirn: ein wahres Meisterwerk.
Das Gehirn: ein wahres Meisterwerk.

Was Sie benötigen:

  • Gute Stereo-Kopfhörer
  • Geeignete Audio-Software
  • CDs mit geeigneten Audiotracks

Wie funktionieren Binaural Beats?

  • Binaural Beats wurden bereits im Jahre 1839 von Heinrich Wilhelm Dove entdeckt und erlangten mit Ausklang des 20. Jahrhunderts eine größere Popularität unter anderem durch die Arbeiten des Rundfunk-Programmdirektors und späteren Autors Robert Allan Monroe.
  • Ihre Wirkungsweise wird in der Weise beschrieben, dass sie in der Lage sind, durch bestimmte akustische Signale spezifischer Frequenz die entsprechenden Frequenzen ebenfalls in dem Wellenmuster des menschlichen Gehirns hervorzurufen. In wissenschaftlichen Arbeiten ist dieses Phänomen mit dem englischen Begriff "frequency-following response", der frequenzfolgenden Antwort, benannt.
  • Das menschliche Hörspektrum beschränkt sich auf einen Bereich von ca. 20 Hertz bis 20000 Hertz (20 kHz). Die Wellen des Gehirns - messbar als Delta-, Theta-, Alpha-, Beta- und Gammawellen - können jedoch je nach aktuellem Aufmerksamkeitszustand einen niedrigeren Frequenzbereich umfassen. Der Delta-Bereich deckt Frequenzen bis 3 Hz ab, wohingegen sich der Theta-Bereich von 3 - ca. 8 Hz erstreckt. Ersterer beschreibt den traumlosen Tiefschlaf, Zweiterer den Traumzustand, in dem auch der REM-Schlaf und luzides Träumen stattfinden.
  • Grundsätzlich sind diese Frequenzen für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar, da sie unterhalb des natürlichen Spektrums liegen. Die Binaural Beats bedienen sich jedoch eines Tricks: Auf den Kopfhörern werden jeweils leicht unterschiedliche Frequenzen, beispielsweise 250 Hz links und 254 Hz rechts, abgespielt, deren Differenz einen Phantomton mit einer Frequenz von 4 Hertz erzeugt - auf dieser findet mitunter luzides Träumen statt -, der vom Gehirn interpretiert und verarbeitet werden kann.

Luzides Träumen mit binauralen Klängen

  • Die Theorie um die Binaural Beats besagt, dass diese die momentan vorherrschenden Gehirnwellen beeinflussen und diese auf eine Schwingungsebene herabsenken oder anheben können, die der gewünschten Frequenz entspricht. So auch auf diejenige, auf der luzides Träumen geschieht.
  • Mit Programmen wie dem Brainwave Generator oder SBAGen können Sie entsprechende Voreinstellungen wählen, die mit dem Theta-Frequenzbereich arbeiten, und Ihnen in entspannter Position und mittels geeigneter Kopfhörer helfen können, ein luzides Traumerlebnis hervorzurufen. Geeignete CDs, u. a. jene mit der Bezeichnung "Hemi-Sync" könnten ebenfalls hilfreich sein. Lesen Sie sich allerdings die zugehörigen Beschreibungen genau durch, um die jeweilige Wirkungsweise in Erfahrung zu bringen.
  • Hierbei gilt es tatsächlich selbst zu erfahren, ob jene Beats in der Lage sind, Ihr luzides Träumen zu unterstützen, oder ob Sie doch lieber auf "traditionelle" Methoden zurückgreifen möchten. Momentan existieren noch keine ausführlichen Studien darüber, ob der Erfolg der Binaural Beats auf Ihrer tatsächlichen Wirksamkeit beruht oder ob das luzide Erlebnis bereits durch das bewusste Auseinandersetzen mit der Thematik begünstigt wird.
  • Das Anhören von binauralen Tönen ist grundsätzlich ungefährlich. Achten Sei auf eine angenehme Lautstärke und sorgen Sie für eine ruhige Umgebung, in der Sie sich entspannen können und nicht gestört werden. Gönnen Sie sich ebenfalls längere Pausen. Das Führen schwerer Geräte oder die Teilnahme am Straßenverkehr ist während dieser akustischen Erfahrung selbstverständlich gänzlich zu unterlassen.
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