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Krebse und Garnelen zusammen halten - darauf sollten Sie achten

Zweifelsohne ist ein Aquarium, in dem sich Garnelen und Krebse befinden, ein Blickfang - besonders dann, wenn man sich für farbenfrohe Arten entscheidet. Trotzdem sollte hier aber einiges beachtet werden.

Kein schöner Anblick
Kein schöner Anblick © Stefan / Pixelio

Wissenswertes zu Garnelen

  • Garnelen stellen immer einen Blickfang dar und vertragen sich normalerweise sehr gut mit allen Fischarten. Es gibt sogar einige Garnelenarten - zum Beispiel die Putzergarnele - die den Fisch säubert und somit den eigenen Nahrungsbedarf deckt. In diesem Fall sollten ausreichend Fische vorhanden sein, damit die Garnele nicht immer wieder den gleichen Fisch überfällt.
  • Garnelen haben einen festen Panzer, den sie verlieren, wenn sie wachsen. In diesem Stadium sind die Tiere sehr verwundbar und werden gerne von anderen Wasserbewohnern gefressen, unter anderem von allen Krebsarten. Eine Ausnahme stellt der friedliche Krebs Cambarellus puer dar.
  • Beachten Sie auch, dass sich diese Tierchen gerne paaren. Möchten Sie dies vermeiden, dann sollten Sie nur die Arten gemeinsam im Becken halten, die keinen gemeinsamen Nachwuchs planen.
  • Ebenfalls ist es für Sie wichtig zu wissen, dass Garnelen ein besonders sauberes und sauerstoffreiches Wasser benötigen. Auch die Fütterung verläuft anders als bei Krebsen, obwohl diese wirbellosen Tiere Allesfresser sind. Wichtig ist jedoch die Tatsache, dass Krebse im Gegensatz zu den Garnelen weniger Protein vertragen. Daher sollten Sie Fertigfutter nur in Maßen verwenden und die Fütterung mit Pflanzen, Laub und Gemüse abrunden.
  • Die Amano Garnele frisst gerne Algen und wird daher zum Säubern des Aquariums benutzt. Am erfolgreichsten säubert die Unterart Caridina japonica (multidentata).

So reagieren die Krebse auf diese Meeresbewohner

  • Es gibt viele Krebsarten, die Garnelen verspeisen. Denken Sie an den Zustand der Häutung, in dem die Garnelen besonders gerne als Futter genascht werden.
  • Beachten Sie, dass zum Beispiel Flusskrebse langsamer als Zwergkrebse sind und daher die anderen Bewohner des Aquariums nicht so leicht fangen können. Es ist generell besser, Tiere der gleichen Größe miteinander zu halten. Diese gehen  friedlicher miteinander um: Zwergkrebse können zusammen mit Zwerggarnelen gehalten werden.
  • Denken Sie daran, dass all diese Tiere sich gerne verstecken. Bieten Sie daher ausreichend Möglichkeiten für alle Arten. So können sie sich aus dem Weg gehen und das Risiko, dass sie sich verspeisen, wird minimiert.
  • Generell sollten Sie weniger Krebse als Garnelen halten. So verringert sich die Gefahr, dass die Garnelen gefressen werden. Auch die Größe des Aquariums spielt eine Rolle: Planen Sie für ein Tier mindestens zwei Liter Wasservolumen ein. Je größer das Becken, desto eher können sich die Tierchen aus dem Weg gehen.

Fazit: Erkunden Sie sich immer im Fachgeschäft, welche Arten sich miteinander vertragen, da hier unterschiedliche Erfahrungen gemacht wurden. So gibt es beim Procambarus 140 Unterarten, wobei sich z.B. der Alleni mit Garnelen verträgt, der Clarkii jedoch sehr gerne auf Jagd geht.

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