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Krampf in der Wade - so werden Sie ihn schnell wieder los

Auch wenn der Krampf in der Wade ausgesprochen schmerzhaft ist, so ist er für gewöhnlich ein eher harmloses Phänomen, das Sie mit einfachen Maßnahmen im Akutfall und auch vorbeugend gut in den Griff bekommen können. Treten die Krämpfe jedoch häufig auf und halten länger an, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll, denn die Krämpfe können auch Symptom einer Erkrankung sein.

Dehnübungen sind wichtig beim Wadenkrampf.
Dehnübungen sind wichtig beim Wadenkrampf.

Der Krampf in der Wade setzt schlagartig ein, verursacht heftige Schmerzen und kann in Ruhe auftreten, nachts oder aber auch unter körperlicher Belastung. Insbesondere sportliche Aktivitäten mit ungewohnten oder gleichförmigen Bewegungsabläufen führen gelegentlich zu einem Wadenkrampf, für den neben dem Schmerz die tastbare Verhärtung der Wadenmuskulatur typisch ist. In der Akuttherapie ist der Betroffene selbst gefordert:

  • Als erste Behandlungsmaßnahme führen Sie die Dehnung der verkrampften Muskulatur durch, indem Sie sich hinsetzen, das betroffene Bein lang ausstrecken, den Fuß an den Zehen fassen und ihn langsam Richtung Schienbein ziehen.
  • Lässt Ihre mangelnde Gelenkigkeit das Fassen des Fußes bei ausgestrecktem Bein nicht zu, dann stützen Sie sich mit den Händen gegen eine Wand, einen Baum oder dergleichen, strecken das betroffene Bein bei fest auf dem Boden aufgesetztem Fuß nach hinten aus,  gehen ein wenig in die Hocke und dehnen so Ihre Wadenmuskulatur.
  • Nach Abklingen der Schmerzen sollten Sie sich bewegen und ein wenig umhergehen.

Vorbeugende Maßnahmen beim Krampf in der Wade

Damit der Krampf in der Wade nicht zur Regel wird, können vorbeugend folgende Maßnahmen sinnvoll sein:

  • Vor sportlichen Aktivitäten gilt: Richtig aufwärmen!
  • Passive Dehnübungen sind bei häufigen Wadenkrämpfen das A und O. Führen Sie sie regelmäßig durch, nicht nur im Akutfall.
  • Bei häufigen Wadenkrämpfen können Magnesium- und Vitamin-B-Komplex-Präparate helfen, sie sollen einen positiven Einfluss auf die Krampfneigung haben.
  • Bei Ihren sportlichen Aktivitäten sollten Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt im Auge behalten. Insbesondere bei schweißtreibenden Sportarten muss der Flüssigkeitsverlust mit isotonischen Getränken ausgeglichen werden.
  • Überprüfen Sie Ihren Alkoholkonsum, denn der Körper benötigt zum Alkoholabbau Magnesium, das dann an anderer Stelle fehlt.
  • Bei nächtlichen Wadenkrämpfen können Sie es mit Wechselbädern und dem Unterlegen einer Knierolle beim Schlafen versuchen.
  • Gelegentlich werden ärztlicherseits Chinin-Präparate gegen Wadenkrämpfe verschrieben. Sie sollten sich die Einnahme der Präparate in Anbetracht der Harmlosigkeit von Wadenkrämpfen gut überlegen. Die Arzneimittel haben seltene, aber z.T. schwerwiegende Nebenwirkungen.

Gelegentlich auftretende Wadenkrämpfe sind harmlos und lassen sich mit einfachen Maßnahmen gut behandeln. Wenn Sie die Wadenkrämpfe nicht in den Griff bekommen und sie sich zu einem ernsthaften Problem entwickeln sollten, ist allerdings eine ärztliche Abklärung erforderlich. Häufige und lang anhaltende Krämpfe können auch auf neurologische Erkrankungen, Virusinfektionen, Gefäßerkrankungen, Fibromyalgie, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Medikamente und auch auf einen übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen sein.

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