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Kontenrahmen für Verein - eine Erklärung mit Beispiel

Jeder Verein hat ein bestimmtes Ziel, das er verfolgt - sei es etwa, dass er sich im Sport engagiert, Bürgeranliegen unterstützt oder soziale Zwecke hat. Um diese Ziele zu erreichen, braucht die Interessenvertretung auch Geld und dieses muss adäquat verwaltet werden. Eine übersichtliche Buchung von Ausgaben und Einnahmen ist wichtig. Was ist dabei für den Kontenrahmen wichtig?

Ein Verein braucht finanzielle Planung.
Ein Verein braucht finanzielle Planung. © Plambeck / Pixelio

Bei dem Begriff „Kontenrahmen“ sind nicht die eigentlichen Bankkonten gemeint, sondern finanzielle Buchungskategorien, in die Einnahmen oder Ausgaben eingeordnet werden können.

Was ist ein Kontenrahmen?

Nicht nur für Unternehmen ist eine sinnvolle Finanzplanung wichtig. Auch Vereine müssen mit den vorhandenen Mitteln gut wirtschaften, um diese für Vereinszwecke nutzen zu können. Eine langfristige Planung kann etwa darin bestehen, dass die finanzielle Lage mit den vorhergehenden Jahren verglichen wird. Damit dies auch übersichtlich und verständlich geschieht, gibt es eine Struktur, die alle Konten nachvollziehbar mit Bezeichnungen versieht. Das ist der Kontenrahmen.

  • Hier gibt es Klassen und Gruppen. Eine Kontenklasse können beispielsweise „Sachanlagen“ sein und die dazugehörigen Gruppen etwa „Möbel“ und „Immobilien“. Genauso können „Erträge“ eine Klasse sein und die dazugehörigen Gruppen „Mitgliederbeiträge“ oder „Erlöse aus Verkäufen“.
  • Um die Übersichtlichkeit zu wahren, werden dabei Nummern nach einem festen Schemata vergeben, beispielsweise die 1 für Sachanlagen und die 1.1 für Immobilien sowie die 1.2 für Möbel.

Es gibt hier keine allgemeine Vorgabe, denn der Kontenrahmen kann spezifisch erstellt worden sein und lässt sich nicht einfach auf andere Vereine übertragen, die sich mit davon abweichenden Inhalten und Aufgaben beschäftigen.

Darauf sollten Vereine bei Konten achten

Es gibt keine Pflicht, einen bestimmten Kontenrahmen einzusetzen, aber auch Vereine müssen Übersichten ihrer Finanzen aufstellen und Einnahmen sowie Ausgaben aufzeichnen, sodass eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) entsteht.

  • Einnahmen müssen bei Gemeinnützigkeit in die Bereiche Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb, ideelle Einnahmen und wirtschaftliche Geschäftstätigkeit aufgegliedert werden.
  • Besonders der Bereich der Geschäftstätigkeit ist wichtig, da diese eigentlich der Gemeinnützigkeit entgegenstehen, aber bis zu einem gewissen Grad beim Zweckbetrieb entstehen. So kann etwa ein Sportclub, der Sportfeste organisiert, dabei auch unweigerlich Einnahmen haben, etwa durch den Verkauf von Eintrittskarten.
  • Wie einzelnen Bestandteile des Kontenrahmens darüber hinaus geordnet werden, entscheidet der Verein so, dass eine für ihn brauchbare Übersicht entsteht.

Ein möglicher Kontenplan kann also so aussehen: 0 Bestand, 1 ideeller Bereich, 3 Posten ohne Ertrag, 4 Verwaltung des Vereinsvermögens, 5 Zweckbetrieb, 6 wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb usw.

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