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Kommode abbeizen - so geht's

Insbesondere in den 70er und 80er Jahren war es modern, schönen alten Kommoden und Schränken aus Weichholz einen farbigen Anstrich zu verpassen. Doch manchmal lohnt es sich, alte Möbel abzubeizen und ihnen ihren ursprünglichen Charme wiederzugeben. Leider ist Abbeizen nicht ganz einfach und außerdem zeitaufwendig. Sie möchten es trotzdem wagen?

Beim Abbeizen sollten Sie Handschuhe tragen.
Beim Abbeizen sollten Sie Handschuhe tragen.

Was Sie benötigen:

  • Abbeizer
  • Pinsel mit Naturborsten
  • Handschuhe
  • Dünne Plastikfolie
  • Verschiedene Spachtel
  • Verschiedenes Werkzeug
  • Alter Eimer
  • Wasser
  • Schwamm
  • Alter Lappen

Je nachdem, wie viele Schichten Farbe sich auf Ihrer Kommode befinden, müssen Sie beim Abbeizen mehrere Arbeitsgänge einplanen. Davon ist dann abhängig, wie viel Abbeizer Sie benötigen werden. Da es sich sowieso anbietet, die Türen der Kommode vor dem Abbeizen auszubauen und die Schubladen herauszunehmen, nehmen Sie am besten eine Türe oder Schublade mit in einen Baumarkt, und lassen Sie sich dort vom Fachpersonal beraten. Zum Abbeizen Ihrer Kommode sollten Sie sich auf jeden Fall nach draußen begeben, denn beim Abbeizen entsteht eine ziemliche Sauerei und die Chemikalie muss ganz zum Schluss noch abgespült werden.

So wird die Kommode wieder schön

  1. Stellen Sie Ihre Kommode auf ein großes Stück Folie.
  2. Hat die Farbe bereits angefangen zu splittern, entfernen Sie vorsichtig lose Schichten mit einem Spachtel. Achten Sie dabei darauf, dass Sie dem Holz keine tiefen Kratzer zufügen; diese Gefahr besteht insbesondere bei Weichholz.
  3. Nun tragen Sie den Abbeizer mithilfe des Pinsels satt auf die Kommode auf. Tragen Sie dabei am besten Handschuhe.
  4. Damit der Abbeizer nicht zu schnell eintrocknet und seine volle Wirkung entfalten kann, packen Sie die Kommode nach dem Auftragen am besten in dünne Plastikfolie ein. Drücken Sie die Folie dabei fest auf das eingestrichene Holz, sodass möglichst wenig Luftblasen entstehen.
  5. Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit ziehen Sie wieder Ihre Handschuhe an und entfernen die Folie von dem Teil der Kommode, mit dem Sie beginnen möchten. Den Rest lassen Sie eingepackt.
  6. Nun schaben Sie vorsichtig den Abbeizer zusammen mit der Farbe ab. Das funktioniert bei glatten Flächen wieder am besten mit dem Spachtel. Die abgeschabte Farbe geben Sie sofort in den alten Eimer; bitte nicht auf den Boden fallen lassen!
  7. Aus Verzierungen oder direkt an Leisten bekommen Sie die Farbe am besten mit einem Schraubenzieher oder einem Messer vom Holz.
  8. Mit sehr viel Glück ist mit diesem ersten Arbeitsgang bereits überall die Farbe von Ihrer Kommode verschwunden. Meist befinden sich jedoch noch Farbreste auf dem Holz, insbesondere in Ecken und Kanten, oder dort, wo die Farbe besonders dick aufgetragen wurde. Hier pinseln Sie nochmals Abbeizer auf und verfahren dann, wie oben beschrieben.
  9. Wenn Sie sorgfältig gearbeitet haben, sollten sich zum Schluss keine großen Mengen von Abbeizer mehr auf dem Holz befinden. Sind noch größere Reste vorhanden, wischen Sie sie mit einem alten Lappen ab. 
  10. Nun müssen Sie die Kommode noch abwaschen, damit sich auch die letzten Reste des Abbeizers vom Holz lösen. Benutzen Sie hierzu einen Schwamm, den Sie immer wieder gut auswaschen.

So behandeln Sie die Möbel nach

  • Lassen Sie Kommode gut trocknen; stellen Sie sie dazu aber nicht in die pralle Sonne, damit das Holz sich nicht verzieht.
  • Durch das Abbeizen und Abwaschen haben sich die Fasern des Holzes aufgestellt. Nachdem die Kommode richtig trocken ist, müssen Sie sie abschleifen, damit das Holz wieder glatt wird.
  • Danach können Sie das Möbelstück - je nach Geschmack - wachsen oder ölen.
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