Was Sie benötigen:
  • Klebeband
  • Dichtschließende Behälter
  • Staubsauger
  • Nassreinigungsgräte/Waschen
  • Fraßköder
  • Gelbe Gefäße mit Spülmittel

Verschiedene schwarz-braune Käfer unterscheiden

Es ist schwer Käfer zu bekämpfen, von denen man nichts weiß. Unter umständen leben die Käfer nicht in der Wohnung, sondern wurden durch Licht oder bestimmte Farben angelockt, dann verschwinden die Käfer von alleine. Andere ziehen Ihre Nachkommen in der Wohnung auf und Sie haben nicht nur Käfer, sondern auch deren sehr gefräßige Larven in der Wohnung. Deshalb sollten Sie herausfinden, welche keinen schwarz-braunen Käfer das sind, die bei Ihnen wohnen:

  • Kleine, ca. 3 bis 4 mm lange Käfer, die rötlich-braun aber auch braun-schwarz-weiß gespengelt sein können, sind Teppichkäfer. Diese kleinen Käfer legen die Eier vorzugsweise in Wollprodukten ab, also in Teppichen, aber auch Wollkleidung. Die Maden fressen sich dann munter durch diese Stoffe. Die lichtscheuen Maden sind ca. 6 mm lang und behaart.
  • Etwas größer sind Speckkäfer, von denen die Teppichkäfer aber eine der zahlreichen Unterarten sind. Auch diese Käfer leben versteckt in Wohnungen und fressen alles, was tierischen Ursprungs ist.
  • Auch Nagekäfer, die überwiegend von morschem Holz leben, können klein und schwarz/braun sein. Wenn Sie nur einzelne Käfer in der Wohnung haben, wurden die vermutlich mit Brennholz oder mit Ästen aus dem Wald eingeschleppt.
  • Ein besonderer Vertreter der Nagekäfer ist der Brotkäfer, zwar ist dieser kleine braun-schwarze Käfer nur 3 mm lang, er macht aber den schlimmsten Schaden an Nahrungsmitteln jeder Art.
  • Noch kleiner ist der Kugelkäfer, machen Arten werden nur 1 mm lang. Diese Käfer leben versteckt in Ritzen und sind meist nachtaktiv. Sie fressen nahezu alles organische Material, das sie finden können, und sind somit auch als Schädlinge einzustufen, zumindest, wenn Sie im Haus leben.
  • Etwa 2 mm lange kleine schwarze Käfer, die hauptsächlich an gelben Stoffen oder Blüten sitzen, sind vermutlich Rapsglanzkäfer. Diese befallen ausschließlich Blüten und sind keine Lebensmittel- oder Textilschädlinge. Auch neigen die Käfer nicht dazu, in Wohnungen für Nachkommen zu sorgen.

Da es meist sinnvoll ist zu wissen, welche kleinen schwarz-braunen Käfer Sie haben, sollten Sie Paketband mit der Klebefläche nach oben auslegen, etwas feuchtes Papier und Mehl  als Köder in der Nähe auslegen. So bekommen Sie recht einfach einige Exemplare, die Sie bei einem biologischen Institut oder einem Kammerjäger bestimmen lassen können.

Maßnahmen gegen Käfer aller Art

  • Bei fast allen Käfern ist es sinnvoll, die Käfer selber mit dem Staubsauger aufzusaugen. Lüften sie gut bei der Arbeit, denn das dabei verbrennende Chitin löst Reizungen der Atemwege aus.
  • Verpacken Sie alle Vorräte in Gläsern oder Dosen, damit die Käfer dort nicht nisten können, und reinigen sie Teppiche und Textilien gründlich, um sicherzugehen, dass weder Eier noch Larven darin überleben. Sie müssen auf jeden Fall feucht reinigen, denn die haarigen Larven bleiben beim Saugen zurück.
  • Gelbe Gefäße, in denen Spülmittelwasser ist, locken Rapskäfer an, die im Wasser ertrinken.

Besondere Schwierigkeiten bei kleinen schwarz-braunen Käfern

  • Da Käfer von einem dicken Chitinpanzer umgeben sind, nützen Kontaktgifte meist nur wenig. Deutlich besser ist es, die Käfer mit Giften zu bekämpfen die diese Fressen. Das ist auch umweltschonender als Kontaktgifte zu versprühen.
  • Bestimmte Pulver ritzen den Chitinpanzer der Käfer auf und sorgen so dafür, dass diese vertrocknen. Hier kann Ihnen nur der Fachmann helfen.

Insgesamt sollten Sie, wenn die üblichen Hygienemaßnahmen und Verbindung mit Fressködern keine Wirkung zeigen, einen Fachmann zu Hilfe holen, denn von alleine verschwinden die kleinen schwarz-braunen Käferchen nicht.