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Klärgrube abdichten - so wird's gemacht

Wenn Sie eine Klärgrube haben, die undicht ist, müssen Sie diese abdichten. Dabei müssen Sie einiges beachten, auch die Abwasserverordnungen Ihrer Gemeinde und den Gewässerschutz.

Abwasser wird in Klärgruben geleitet.
Abwasser wird in Klärgruben geleitet. © Rico Schönebeck / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Dichtschlämme
  • Maurerkelle
  • Dichtungsmörtel
  • Betonringe

Wichtiges zu Klärgruben

  • Immer wenn häusliches Abwasser nicht über den Kanal in eine kommunale Klärgrube abgeleitet werden kann, müssen Sie eine eigene Klärgrube haben. Was Sie dabei genau beachten müssen, können Sie nur bei Ihrer Gemeinde erfragen.
  • Sofern Sie schon eine Klärgrube haben, die undicht wurde, kommt es darauf an, ob Sie diese komplett abbauen, das kann Sie unter Umständen den Bestandsschutz kosten. Unter Bestandsschutz versteht man, dass Sie eine nach den heutigen Bestimmungen nicht mehr zulässige Klärgrube weiter betreiben können, weil Sie schon bestand, als die entsprechende Verordnung in Kraft trat.
  • Im Hinblick drauf ist es manchmal wichtig, dass Sie eine alte Klärgrube abdichten, weil ein Ersatz der Grube dazu führen kann, dass Sie zum Beispiel eine alte Dreikammerausfaulgrube durch eine vollbiologische Kläranlage ersetzen müssen.

Sicherheitsmaßnahmen vor dem Abdichten von Gruben

  • Lassen Sie die Klärgrube von einem Fachbetrieb entleeren, denn egal, auf welche Art die Sie Klärgrube abdichten, diese muss unbedingt leer sein. Vielleicht lässt sich das Abdichten mit einer turnusmäßigen Entleerung verbinden.
  • In allen Schächten besteht die Möglichkeit, dass sich in diesen giftige Gase, vor allen Dingen Kohlenmonoxid, ansammeln. In Klärgruben kann sich auch Methangas angesammelt haben. Sorgen Sie dafür, dass die Klärgrube gut gelüftet wird, leiten Sie mit einem Gebläse Luft hinein. Es nützt nichts, die Grube geöffnet stehen zu lassen. Sie können auch über einen Staubsauger von unten Luft absaugen. Wo Luft rausgeholt wird, strömt frische Luft nach.
  • Arbeiten Sie zur Sicherheit immer mit zwei Personen und seilen Sie die Person an, die in die Klärgrube steigt, damit diese sofort geborgen werden kann, wenn dieser etwas passieren sollte.
  • Nach den neuen Gesetzen haften Grundstückseigentümer für Gewässerschäden, die von Ihrem Grundstück ausgehen. Aus diesem Grund sollten Sie besser eine Fachfirma mit dem Abdichten der Klärgrube beauftragen.

Möglichkeiten zum Abdichten einer Klärgrube

Wenn Sie Grube aus Betonfertigteilen errichtet worden ist, die mit Fugenmörtel zusammengesetzt sind, müssen Sie den morschen Mörtel herauskratzen. Rühren Sie Dichtschlämme als Mörtel an oder verwenden Sie Mörtel mit einem Dichtmittelzusatz und bessern damit diese Stellen aus. Ansonsten gehen Sie wie folgt vor:

  1. Sollte die Grube nicht mit Mörtel gemauert worden sein, müssen Sie diese wieder abbauen. Die folgenden Schritte gelten für den Neuaufbau der Klärgrube bzw. für den Wiederaufbau: Schachten Sie eine ausreichen große Baugrube aus. Gießen Sie als Erstes ein Fundament, auf dass Sie eine Schicht Dichtungsmörtel auftragen.
  2. Geben Sie ausreichend Dichtungsmörtel auf die Fuge des untersten Betonringes und setzen Sie ihn auf das Fundament. Ziehen Sie die Fuge von innen und von außen nach. Achten Sie darauf, dass es keine Lücken im Mörtel gibt.
  3. Formen Sie entlang der Fuge die zwischen Bodenplatte und Betonring ist eine 5 cm dicke Hohlkehle aus dem Dichtungsmörtel. Somit ist das Abdichten des Bodens der Klärgrube perfekt.
  4. Setzen Sie nun die restlichen Ringe auf, dabei geben Sie immer zuerst dick Mörtel auf die Oberseite des unteren Ringes und setzen den folgenden auf. Nun ziehen Sie die Fuge jeweils von außen und von innen nach.

Auf diese Art können Sie alle Klärgruben abdichten, die aus Einzelteilen bestehen.

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