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Kellerboden abdichten - so geht es richtig

Der Kellerboden ist oft feucht, was einen Ausbau des Kellers unmöglich machen kann, wenn Sie diesen nicht richtig abdichten. Gehen Sie dabei sorgfältig vor.

Keller müssen nicht feucht sein.
Keller müssen nicht feucht sein.

Was Sie benötigen:

  • Kies
  • Magerbeton
  • Beton
  • Bitumen/Kunststoff
  • Wärmedämmung
  • Estrich

Maßnahmen, um den Kellerboden trocken zu halten

Wenn der Boden im Keller feucht ist, sollten Sie ihn nicht nur von innen abdichten, sondern der Ursache der Durchfeuchtung ergründen.

  • Bei Hangladen ist oft sich an der Außenmauer stauendes Wasser der Grund für die Durchfeuchtung des Kellerbodens. Meist tritt diese erst ein, wenn Sie die Mauer gegen das Hangwasser geschützt haben, aber keine Dränage gelegt haben, die es dem Wasser ermöglicht, das Gebäude zu umfließen.
  • Auch ein als Spritzschutz angelegter Graben, der weniger als 80 cm tief ist, kann der Grund sein, dass es im Keller feucht ist, wobei das Wasser durch den Kellerboden dringt, wenn die Wände entsprechend abgedichtet worden sind, es dort also nicht hindurch kann. Der Boden im Graben, der für den Spritzschutz angelegt worden ist, gefriert und bleibt noch lange gefroren, wenn Tauwetter einsetzt und das Eis im Graben taut. Die Folge ist: Das Haus steht je nach Art des Winters über Monate im Wasser.
  • Abwasser- oder Regenwasserableitungen, die unterirdisch undicht geworden sind, kommen ebenfalls als Grund für einen feuchten Kellerboden infrage. An diese Ursachen sollten Sie immer denken, wenn ein früher trockener Kellerboden plötzlich feucht wird, ohne dass es eine Baumaßnahme gegeben hat.

Suchen Sie die Ursachen und stellen Sie diese ab, bevor Sie den Kellerboden abdichten.

Möchten Sie Ihren Kellerboden renovieren, haben Sie viele verschiedene Möglichkeiten. …

Keller abdichten, die keine Bodenplatte haben

In vielen Kellern gibt es keine Bodenplatte aus Beton, stattdessen nur einen gestampften Lehmboden. Ein solcher Kellerboden kann recht gut mit von außen eindringendem Wasser fertig werden, da das Wasser verdunsten kann. Beseitigen Sie daher auf jeden Fall die Ursachen, bevor Sie solche Böden abdichten.

  1. Heben Sie den alten Boden aus, aber nicht tiefer als das Fundament, denn das könnte zu Bauschäden führen. Sie sollten aber so tief wie möglich ausheben, damit Sie Raumhöhe gewinnen. Denken Sie daran, dass der Bodenaufbau eine gewisse Schichtdicke hat und der Raum sonst zu niedrig werden könnte.
  2. Tragen Sie nun eine Schicht von 5 cm Magerbeton oder Kies auf. Auf diese Sauberschicht gießen Sie die Bodenplatte, bezüglich der Dicke und der notwendigen Bewehrung sollten Sie einen Fachmann fragen, das kann sehr unterschiedlich sein.
  3. Zum Abdichten des Kellerbodens müssen Sie nun Bitumen oder Kunststoffbahnen auftragen. Achten Sie darauf, nur Baustoffe zu verwenden, die nach DIN 18195-4 für diesen Zweck zugelassen sind. Diese Abdichtung muss an den Wänden so weit hochgezogen werden, dass sie mit den Wandabdichtungen eine Einheit bilden.
  4. Nach dem heutigen Stand der Technik folgt nun eine Wärmedämmung, auch wenn der Keller nicht geheizt werden soll und darüber erst der Estrich und der eigentliche Bodenbelag.

Kellerboden abdichten bei bestehender Bodenplatte

  • Hat der Keller schon einen festen Fußboden und ist nur mäßig feucht, genügt es, den Kellerboden zu reinigen und darauf eine PE-Folie anzubringen. Auf dieser müssen Sie Zementestrich mit einem geeigneten Dichtungsmittel aufbringen oder Gussasphaltestrich. Darüber erfolgt der übliche Bodenaufbau mit Wärmedämmung und Bodenplatten.
  • Wenn Ihr Keller zwar einen fest betonierten Boden hat, dieser aber stark durchnässt ist, müssen Sie diesen Kellerboden abtragen und wie beim Kellerboden ohne Bodenplatte vorgehen. Ein nachträgliches oberflächliches Abdichten eines nassen Kellerbodens kann auf Dauer nichts nützen und könnte zu Gebäudeschäden führen.
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