Was Sie benötigen:
  • vier große und zwei kleinere Holzbretter
  • und einige Nägel
  • sowie einen Hammer
  • und Pflanzenöl
  • oder vier Steinplatten und kleinere Steinplatten
  • oder einen sehr großen Blumentopf
  • trockenes Laub
  • eventuell Stroh
  • eine Ecke im Garten für das Gartenhaus

Das Igelhaus bietet Schutz im Winter

Wenn Sie im Sommer immer wieder einen Igel durch den Garten spazieren sehen und dieser sich scheinbar in Ihrem Garten niedergelassen hat, wird er auch den Winter bei Ihnen verbringen. Damit er diese harte und kalte Zeit etwas besser übersteht, können Sie ihm aus einfachen Bauteilen ein Igelhaus anbieten. Darin kann er vor Katzen, Raubvögeln und anderen Tieren geschützt schlafen und hat eine windgeschützte Stelle, welche durch Laub etwas wärmegedämmt werden kann. Als Untergrund für die Igelhäuser eignet sich eine Schicht runde Kieselsteine, damit Flüssigkeiten gut ablaufen können. Darauf wird dann eine dicke Schicht Laub gelegt, damit es der Igel trotz der Steine schön bequem hat.

  • Suchen Sie eine Stelle im Garten aus, welche von Katzen und Hunden nicht gut erreicht werden kann, vom Igel aber trotzdem immer abgelaufen wird. So ist zum einen ein gewisser Schutz vor den Tieren geboten, zum anderen soll der Igel aber ja das Haus auch finden und benutzen.
  • Wenn das Igelhaus aus Holz gebaut werden soll, nageln Sie einfach aus dem Holz eine etwa 30 x 60 cm große Kiste zusammen, welche auf der Unterseite offen ist. Auf einer Seite muss eine Öffnung als Eingang für den Igel bleiben, welche aber nicht zu groß sein darf. Sie sollte so groß sein, dass der Igel locker hindurchpasst, einer Katze der Zutritt in das Igelhaus aber verwehrt bleibt. Das Igelhaus muss so zusammengenagelt werden, dass kein Nagel mehr aus dem Holz herausschaut, damit sich der Igel nicht daran verletzen kann. Zuletzt wird die Außenseite des Hauses noch kräftig mit Sonnenblumenöl oder Ähnlichem eingerieben. So ist das Haus relativ gut imprägniert und es kann keine Nässe von oben durch das Holz dringen. Wer handwerklich sehr begabt ist, kann in das Haus auch eine Wand mit Durchgang einbauen und schafft dem Igel so eine Wohnung mit zwei Räumen.
  • Aus Steinplatten geht der Bau eines Igelhauses sehr schnell. Besonders Gartenweg-Platten eignen sich gut für diesen Aufbau. Drei Platten dienen als Zimmerwände, oben auf wird eine Platte als Dach aufgelegt, welche gleichzeitig auch die Wände hält. Auf der noch offenen Seite entsteht der Eingang, diese Seite wird mit einem Flechtwerk aus Ästen und Laub sowie Erde so verschlossen, dass nur noch eine so große Öffnung vorhanden ist, dass der Igel hindurchpasst. Auf das Dach des Hauses wird eine Plastikfolie aufgelegt, welche seitlich ein paar Zentimeter überlappt. So kann durch die oberen Ritzen keine Nässe durchdringen und der Igel ist im Inneren relativ trocken beheimatet. Anschließend wird alles außer der Eingang gut mit Ästen, Laub und Erde bedeckt, sodass die Steine auch bei ruckartigen Bewegungen durch den Igel keinesfalls umfallen können und sicher stehen bleiben. Darauf muss unbedingt geachtet werden! Zusätzlich wird durch die Abdeckung eine Isolierung geschaffen, welche den Igel im Winter wärmer hält.
  • Wer sich den Igelhaus-Bau leicht machen will, verwendet einfach einen großen Tonblumentopf, von welchem vorsichtig ein Stück in Größe eines passenden Igeleinganges aus dem Rand ausgebrochen wird. Dann wird der Blumentopf auf den Kopf gestellt und ergibt so eine tolle Igelhaus-Höhle. Nun noch Laub und Erde darüber geschichtet (natürlich muss der Eingang frei bleiben) und schon ist ein Winterquartier für den stacheligen Gartenbewohner entstanden.

Bei allen drei Igelhaus-Varianten kann nun in das Hausinnere noch trockenes Laub und Stroh eingefüllt werden. Darin kann sich der Igel im Winter schön einkuscheln und seinen Schlaf halten.