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Hochdeutsche Wörter - Merkmale der deutschen Standardsprache

Hochdeutsche Wörter bilden in ihrer Gesamtheit eine Möglichkeit, sich über regionale Sprachunterschiede hinweg miteinander verständigen zu können. Diese Wortbedeutung des Hochdeutschen ist nicht zu verwechseln mit dem Überbegriff für verschiedene Mundarten in Süddeutschland.

Hochdeutsche Wörter schaffen Gemeinsamkeit.
Hochdeutsche Wörter schaffen Gemeinsamkeit. © Gerd_Altmann / Pixelio

Hochdeutsche Wörter erleichtern die Verständigung

  • Regionale Dialekte sind zum Teil für Bewohner anderer Gebiete schwer verständlich, da sich die regionale Entwicklung von Sprache oft in mehr oder weniger geschlossenen geografischen Räumen vollzogen hat. Hochdeutsche Wörter erleichtern daher - auch heute noch - eine effektive Verständigung ganz enorm.
  • Auch für die Entwicklung einer einheitlichen Schriftsprache ist das Vorhandensein einer Hochsprache wesentlich. Rechtschreibung und Grammatik bilden den Rahmen für eine einfache Nutzung.
  • Schließlich ist sie in Zeiten, in denen die internationale Verständigung eine immer größere Rolle spielt, wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme der Menschen eines Landes an weltweiten (Kommunikations-)Prozessen.
  • Merkmal der Hochsprache ist daher auch, dass ihre Erscheinungsweisen systematisch erfasst werden können und dadurch eine - etwa in Lexika abbildbare - Kodifizierung erhalten.

Die Nutzung der Hochsprache ist nur teilweise verbindlich

  • Die hochdeutschen Wörter existieren jenseits von fachsprachlichen Begriffen, Mundarten, Umgangssprache und Sprachformen, die sich innerhalb bestimmter Sozialgruppe herausbilden (Soziolekte).
  • Auch wenn das Hochdeutsche durch grammatikalische Regeln einen Rahmen erhalten hat, unterscheidet sich die freie Wahl seiner Nutzung beispielsweise von der Handhabung in Frankreich, wo eine Akademie die "richtige Anwendung" der Landessprache überwacht.
  • In Deutschland gibt es zwar - z. B. im Bereich des öffentlichen Dienstes - Anweisungen für den amtlichen Gebrauch der Sprache und auch in anderen Berufsfeldern - wie im Verlagswesen - sind die Mitarbeiter verpflichtet, etwa die neuen Rechtschreibregeln einzuhalten. Im privaten Umfeld steht es jedoch jedem Bürger frei, den Umgang mit Sprache nach eignem Gutdünken zu pflegen.
  • Diese Freiwilligkeit ist mit ein Grund für die Wandelbarkeit und Entwicklungsfähigkeit hochdeutscher Wörter, die heute - wie übrigens zu allen Zeiten - den Einflüssen fremder Sprachen unterliegen; diese erhalten oftmals allmählich Zugang ins Deutsche und gehen nach einigen Jahren z. T. vollständig in den deutschen Wortschatz ein.
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